In Mainz konstitutiert sich der Altertumsverein

Ereignis

Was geschah

Nachdem es bereits 1841 erste Initiativen gegeben hatte, konstituiert sich der „Verein zur Erforschung der rheinischen Geschichte und Alterthümer“ am 31. Januar 1844 in Mainz mit offizieller Genehmigung. Schon 1823 hatte es, dem Beispiel von Wiesbaden folgend, wo sich 1821 der Verein für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung konstituiert hatte, erste Bestrebungen gegeben, einen derartigen Verein auch in Mainz zu gründen. Dies hatte aber die Regierung des Großherzogtums Hessen, zu dem Mainz und Rheinhessen seit 1816 gehörten, aus politischen Gründen nicht genehmigt. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten unter anderem der Prähistoriker und Maler Ludwig Lindenschmit d.Ä. (1809-1893) und der Theaterdekorateur, Schriftsteller und Maler Nikolaus Müller (1770-1851). Erster Vorsitzender wurde der Kreisrichter und sehr engagierte Altertumsforscher Joseph Emele (1796-1847). Ludwig Lindenschmit initiierte später zusammen mit anderen Mitgliedern des Vereins die Gründung des 1853 eröffneten Römisch-Germanischen Zentralmuseums, dessen erster Direktor er wurde. Die vereinseigene Sammlung von Altertümern und Kunstgegenständen mit über 5000 Einzelstücken ging später in den Bestand des Landesmuseums über.
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Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„In Mainz konstitutiert sich der Altertumsverein, 31. Januar 1844“, in: Hessen im 19. und 20. Jahrhundert <https://lagis.hessen.de/de/quellen-und-materialien/hessen-im-19-und-20-jahrhundert/alle-eintraege/7758_in-mainz-konstitutiert-sich-der-altertumsverein> (aufgerufen am 03.11.2026)

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