Nordgeismar

Wüstung · 140 m über NN  
Gemarkung
Hofgeismar
Gemeinde
Hofgeismar
Landkreis
Kassel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

2,5 km nordöstlich von Hofgeismar

Lage und Verkehrslage

Am Fuß des Schönebergs, jenseits der Nordgeismarbrücke in der ebenfalls nach der Wüstung benannten Flur Nordgeismar

Ersterwähnung

1125

Letzterwähnung

16. Jahrhundert

Siedlungsentwicklung

Die älteren Siedlungsplätze Aschendorf, Gauze, Nordgeismar, Sudheim und Westheim werden in Verbindung mit der Stadtwerdung von Hofgeimar aufgelassen. Nordgeismar bestand noch im 14. Jahrhundert und war im 16. Jahrhundert wüst. 1583 mit anderen Orten bezeichnet als Wüstung zum Schonberg gehörig, so etwa in Vorjaren Dorffer gewesen und itzo aus der Stadt Geysmar gebauet werden. 2 (Wirtschafts-)Gebäude noch auf einer Karte des 16. Jahrhunderts. Aber noch im 17. Jahrhundert Streitigkeiten um den von Amelunxenschen Meierhof in Nordgeismar (HStAM Bestand 17 d Nr. von Amelunxen 19) Das Dorf ging in Hofgeismar auf, wo noch 1907 die Nordgeismarer Meierschaft bestand (Hessenland 21, 231).

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (1125)
  • villa (1340)
  • Kloster

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3527360, 5708951
UTM: 32 U 527275 5707107
WGS84: 51.51443° N, 9.39307° O

Statistik

Ortskennziffer

63301304027

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1303: Erzstift Mainz, Amt und Gericht Hofgeismar (Pfandverschreibung an den Grafen von Waldeck)
  • 1583: Landgrafschaft Hessen, Herrschaft Hofgeismar-Schöneberg

Altkreis

Hofgeismar

Gericht

Herrschaft

  • 1272 wird Nordgeismar von Graf Ludolf von Dassel an Mainz verkauft. 1303 verpfändet Mainz die Vogtei, die zum Komplex der Gerichte um Hofgeismar gerechnet wird und zu der auch Nordgeismar gehört, dem Grafen von Waldeck. 1345/46 erhebt Erzbischof Heinrich von Mainz Klage gegen Landgraf Heinrich II. u.a. wegen zugefügten Schadens in Nordgeismar

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1125 schenkt der Mainzer Erzbischof Adalbert dem Kloster Lippoldsberg u.a. Besitzungen in Nordgeismar. Lippoldsberg wird zum wichtigsten Grundherrn. Um 1380 befinden sich 13 Hufen Land im Besitz des Klosters, die später von drei Meierhöfen aus verwaltet werden. 1569 werden sie letztmalig erwähnt.
  • 1274 verfügt Kloster Hardehausen mit anderen Personen über einen Hof in Nordgeismar. 1312 verzichtet der Knappe Bertold von Godhardessen auf seine Ansprüche am Hardehäuser Hof in Nordgeismar. 1370 besitzt das Kloster drei Hufen und eine Hofstätte.
  • Kloster Helmarshausen erwirbt 1287 pfandweise von Hermann Spiegel vier Hufen in Nordgeismar und verfügt 1292 über einen Hof.
  • Im 13./14. sind Lehen in Nordgeismar von den Edelherren von Schöneberg an Hofgeismarer Bürger ausgetan. 1340 besitzen die Edlen von Schöneberg eine Wiese bei Nordgeismar.
  • Die Dorfmark ist seit dem 14. Jahrhundert in den Händen der Bürger von Hofgeismar.

Zehntverhältnisse

Kloster Lippoldsberg erhält den Zehnten 1125 vom Mainzer Erzbischof und besitzt ihn noch um 1380 und 1583

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • Kirche s. Crucis 1323-1328 und bis 1343 belegt (siehe Klöster).
  • Ein Pfarrer (plebanus wird noch zu 1464 erwähnt; 1535 aber waren Kirche und Kirchhof wüst.

Patrozinien

  • Heiliger Geist (Spiritus Sancti) [1355]

Klöster

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert: Mainzer Kirchenprovinz, Archidiakonat St. Marien zu Hofgeismar

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Nordgeismar, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2732_nordgeismar> (aufgerufen am 17.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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