Einweihung des neuen Amtsgerichtgebäudes in Marburg

Ereignis

Was geschah

Am 11. April 1894 wird in Marburg das repräsentative Gebäude des Neuen Amtsgerichts auf einer großzügigen, seit 1878 von der Stadt nach und nach erworbenen Parzelle zwischen Universitätsstraße und Wilhemsstraße in Marburg eingeweiht. Architekt war der Preußische Regierungsbaumeister Ludwig Rambeau (1854–1810), der auch für den schlichten Bau des südlich davon errichteten Gefängnisses verantwortlich war. Das Geschäftsgebäude ist in dem damals in Marburg bevorzugten neogotischen Stil gehalten, wobei auch konstruktive Elemente der Gotik verwendet wurden (Strebepfeiler an der Ostseite, Kreuzrippengewölbe in Flur und Treppenhaus). Die abwechslungsreichen gotischen Fensterumrahmungen der Hauptfassade sind durch roten Sandstein eingefasst, der sich effektvoll von dem weißen Putz abhebt. Das Gebäude beherbergte ursprünglich neben dem Sitzungssaal und dem Schöffensaal Büros für vier Richter und ihre Gerichtsschreiber, die über die drei Etagen verteilt waren. Nach dem Auszug des Gerichts 1961 übernahm die Philipps-Universität Marburg das Gebäude. Nach einem Umbau zog 1963 das Mathematische Institut ein, 1972 folgte der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften.
(UH)

Bezugsrahmen

Indizes

Kalender

April 1894
M
T
W
T
F
S
S
26
27
28
29
30
31
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
1
2
3
4
5
6

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Einweihung des neuen Amtsgerichtgebäudes in Marburg, 11. April 1894“, in: Hessen im 19. und 20. Jahrhundert <https://lagis.hessen.de/de/quellen-und-materialien/hessen-im-19-und-20-jahrhundert/alle-eintraege/7714_einweihung-des-neuen-amtsgerichtgebaeudes-in-marburg> (aufgerufen am 02.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/edbx/7714