Tischbein, Georg Heinrich

 
geboren
1755 Marburg
gestorben
4.3.1848 Bremen
Beruf
Mechanikus, Radierer, Zeichner
GND-Explorer
103764488

Wirken

Werdegang

  • Zunächst Hofmechanikus in Kassel
  • Stellt in Frankfurt und Augsburg mechanische Instrumente her
  • Kartograph in Bückeburg und Hameln
  • Aufenthalt in Mainz
  • 1792 Aufenthalt in Frankfurt bei seinem Schwager Pforr, Johann Georg
  • Aufenthalt in Schlesien bei seinem Bruder Tischbein, Christian, Anton Wilhelm
  • Kupferstecher in Bremen

Lebensorte

Marburg; Kassel; Frankfurt am Main; Augsburg; Bückeburg; Hameln; Mainz

Familie

Vater

Tischbein, Johannes, 1717–1757, Universitätsmechanikus

Mutter

Petzsch (Betsch), Catharina Margaretha, Heirat 1746

Partner

Pfannkuchen, Sophie Margarethe, (⚭ 1796) * 1766, Tochter des Predigers Pfannkuchen in Trupermoor bei Bremen

Verwandte

Leben

Aus der Biografie

Wie sein Vater Johannes wurde er zunächst ebenfalls Mechanikus in Kassel, um dann in Frankfurt am Main und Augsburg zu arbeiten und mechanische Instrumente herzustellen. In Kassel lernte er autodidaktisch das Kupferstechen und arbeitete dann als Karthograf in Bückeburg und Hameln. Danach hielt er sich bis zum Einzug der Franzosen 1792 in Mainz auf, und ging zu seinem Schwager, dem Tiermaler Johann Georg Pforr, nach Frankfurt am Main. Nach Stationen in Bückeburg bei seinem Vetter, dem Hofmaler Anton Wilhelm Strack, und in Schlesien bei seinem Bruder Christian ließ er sich in Bremen nieder. Dort arbeitete er mehrfach für den Astronomen Johann Hieronymus Schroeter (1745–1816) in Lilienthal bei Bremen. Dieser beobachtete die Planeten und fertigte genaue Mondkarten an, die die Oberfläche des Mondes mit ihren Kratern und Einsenkungen zeigen. Seine „Selenotopographischen Fragmente“ enthalten 43 Kupfertafeln, die Georg Heinrich Tischbein stach. Seine zwei Töchter Margarethe Christiane und Eleonore Amalie Louise bildete er als Malerinnen aus. [Resümee Text Osten Sacken 2023, Kap. II.10]

Nachweise

Literatur

  • Anni Rettberg, Die 41 künstlerisch tätigen Nachkommen des Hainaer Hospitalbäckers Johann Heinrich Tischbein, Tafel, o.O. 1985
  • Friedrich Wilhelm Strieder, Grundlage zur Hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Marburg 1812, Bd. 18, S. 513
  • Hans Vollmer, Tischbein, ... in: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 33, Leipzig, 1948, S. 205-215 u. 3 Seiten Stammtafel
  • Kurt Luthmer, Die hessische Malerfamilie Tischbein. Dem Verein für hessische Geschichte und Landeskunde zu seiner Hundertjahrfeier, Kassel 1934
  • Strieder, Grundlage zu einer hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Bd. 16, Kassel 1812, S. 223

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Tischbein, Georg Heinrich“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/2841_tischbein-georg-heinrich> (aufgerufen am 16.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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