Tischbein, Christian Anton Wilhelm
Wirken
Werdegang
- 1765-1773 in Hamburg, Malerlehre bei seinen Onkeln Johann Jakob und Johann Anton
- 1774/1775 tätig in Arolsen
- 1777 Studienreise durch Deutschland
- tätig für Friedrich Erdmann von Anhalt-Köthen-Pless in Schmiedeberg (Schlesien)
- 1781/82 Zeichenlehrer der Kinder von Heinrich V. von Hochberg-Fürstenstein
- 1782 Galeriedirektor bei Herzog Karl Christian Erdmann von Braunschweig-Oels
- Studium der Architektur in Breslau
- ab 1790 Baudirektor bei Hans Heinrich VI. von Hochberg-Fürstenstein in Breslau und Fürstenstein
Werke
Lebensorte
Haina; Hamburg; Arolsen; Korbach; Schmiedeberg (Schlesien); Oels (Schlesien); Fürstenstein; Breslau
Familie
Vater
Partner
Täubert, Johanne Christiane, Tochter eines Destillateurs aus Breslau
Verwandte
- Tischbein, Johann Anton <Onkel>
- Tischbein, Johann Jacob <Onkel>
- Tischbein, Georg Heinrich <Bruder>, 1755-1848, Mechanikus, Radierer, Zeichner, Kartenzeichner, Kupferstecher in Bremen
- Tischbein, Wilhelm Eduard <Sohn>, * Breslau 1791, † Schmiedeberg 18.7.1819, Zeichenlehrer in Hanau
Nachweise
Literatur
- Caroline von der Osten-Sacken, Die Malerfamilie Tischbein, Geschichte eines Aufstiegs, Petersberg 2023, S. 85f.
- Spätbarock und Klassizismus, Bestandskatalog der Gemälde in den Staatlichen Museen Kassel, bearb. von Stefanie Heraeus, Kassel 2003, S. 179
- Helmut Nicolai, Arolsen. Lebensbild einer deutschen Residenzstadt, Glücksburg 1954
- Ulrich Thieme (Hrsg.) Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 33, Leipzig 1939, S. 205
- Kurt Luthmer, Die hessische Malerfamilie Tischbein. Dem Verein für hessische Geschichte und Landeskunde zu seiner Hundertjahrfeier, Kassel 1934, S. 9
- Konrad Nonn, Christian Wilhelm Tischbein. Maler und Architekt 1751-1824, Strassburg 1911
- Georg Kaspar Nagler, Neues allgemeines Künstler-Lexicon oder Nachrichten von dem Leben und den Werken der Maler, Bildhauer, Baumeister, Kupferstecher, Formschneider, Lithographen, Zeichner, Medailleure, Elfenbeinarbeiter, etc., Bd. 18, München 1848, S. 506f.
- Strieder, Grundlage zu einer hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Bd. 16, Kassel 1812, S. 223
- Johann Georg Meusel, Miscellaneen artistischen Innhalts, Erfurt 1781, S. 138
Leben
Aus der Biografie
Aufgewachsen als frühe Waise in Haina bei den Großeltern, sandte man ihn 1765 nach Hamburg in die Lehre zu seinen Onkeln Johann Anton und Johann Jacob in Hamburg. 1773 ging er nach Arolsen und Korbach. 1777 machte er eine Studienreise durch Deutschland und fand anschließend eine Stellung bei Fürst Friedrich Erdmann von Anhalt-Köthen-Pleß in Pleß in Schlesien im heutigen Polen (Pszczyna). 1781 engagierte ihn der Reichsgraf Hans Heinrich V. von Hochberg-Fürstenstein in Fürstenstein in Schlesien (Ksiaz) als Zeichenlehrer für seine Kinder. 1782 wurde er Galeriedirektor bei Herzog Erdmann von Braunschweig-Oels zu Oels in Oels (Oleśnica) in Schlesien. Er schrieb sich in Breslau für Architektur ein bei Carl Gotthard Langhans (1732–1808) und war als Porträtmaler tätig. Bei Reichsgraf Hans Heinrich VI. von Hochberg-Fürstenstein, den er vorher unterrichtet hatte, wurde er 1790 Baudirektor und hatte als solcher die Bauten und Parkanlagen zu beaufsichtigen und Entwürfe anzufertigen, die allerdings nicht alle zur Ausführung kamen. Er entwarf in Fürstenstein klassizistische Guts- und Schmuckbauten wie Tempel und Grotten und schuf Wandmalereien im pompeianischen Stil. Er wandte sich aber auch dem Mittelalter zu und plante neogotische Bauten, bei denen er sich an englischen Bauwerken nach Kupferstichen orientierte. Sein Hauptwerk in diesem Stil ist dabei die Fürstenburg, eine künstliche Burgruine in neogotischem Stil mit typischen Elementen wie einem Wehrgang, einem Wartturm und einem Turnierplatz (1794–1797). [Resumée nach Osten Sacken 2023, S. 85 f.]
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Tischbein, Christian Anton Wilhelm, “, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/2840_tischbein-christian-anton-wilhelm> (aufgerufen am 29.11.2025)
Kurzform der URL für Druckwerke
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