Tischbein, Christian Anton Wilhelm

 
geboren
2.5.1751 Marburg
gestorben
31.7.1824 Schmiedeberg (Schlesien) heute Kowary (Polen)
Beruf
Maler, Architekt, Galeriedirektor
GND-Explorer
118910884

Wirken

Werdegang

  • 1765-1773 in Hamburg, Malerlehre bei seinen Onkeln Johann Jakob und Johann Anton
  • 1774/1775 tätig in Arolsen
  • 1777 Studienreise durch Deutschland
  • tätig für Friedrich Erdmann von Anhalt-Köthen-Pless in Schmiedeberg (Schlesien)
  • 1781/82 Zeichenlehrer der Kinder von Heinrich V. von Hochberg-Fürstenstein
  • 1782 Galeriedirektor bei Herzog Karl Christian Erdmann von Braunschweig-Oels
  • Studium der Architektur in Breslau
  • ab 1790 Baudirektor bei Hans Heinrich VI. von Hochberg-Fürstenstein in Breslau und Fürstenstein

Werke

Lebensorte

Haina; Hamburg; Arolsen; Korbach; Schmiedeberg (Schlesien); Oels (Schlesien); Fürstenstein; Breslau

Familie

Vater

Tischbein, Johannes, 1717-1757, Universitätsmechanikus in Marburg

Partner

Täubert, Johanne Christiane, Tochter eines Destillateurs aus Breslau

Verwandte

Leben

Aus der Biografie

Aufgewachsen als frühe Waise in Haina bei den Großeltern, sandte man ihn 1765 nach Hamburg in die Lehre zu seinen Onkeln Johann Anton und Johann Jacob in Hamburg. 1773 ging er nach Arolsen und Korbach. 1777 machte er eine Studienreise durch Deutschland und fand anschließend eine Stellung bei Fürst Friedrich Erdmann von Anhalt-Köthen-Pleß in Pleß in Schlesien im heutigen Polen (Pszczyna). 1781 engagierte ihn der Reichsgraf Hans Heinrich V. von Hochberg-Fürstenstein in Fürstenstein in Schlesien (Ksiaz) als Zeichenlehrer für seine Kinder. 1782 wurde er Galeriedirektor bei Herzog Erdmann von Braunschweig-Oels zu Oels in Oels (Oleśnica) in Schlesien. Er schrieb sich in Breslau für Architektur ein bei Carl Gotthard Langhans (1732–1808) und war als Porträtmaler tätig. Bei Reichsgraf Hans Heinrich VI. von Hochberg-Fürstenstein, den er vorher unterrichtet hatte, wurde er 1790 Baudirektor und hatte als solcher die Bauten und Parkanlagen zu beaufsichtigen und Entwürfe anzufertigen, die allerdings nicht alle zur Ausführung kamen. Er entwarf in Fürstenstein klassizistische Guts- und Schmuckbauten wie Tempel und Grotten und schuf Wandmalereien im pompeianischen Stil. Er wandte sich aber auch dem Mittelalter zu und plante neogotische Bauten, bei denen er sich an englischen Bauwerken nach Kupferstichen orientierte. Sein Hauptwerk in diesem Stil ist dabei die Fürstenburg, eine künstliche Burgruine in neogotischem Stil mit typischen Elementen wie einem Wehrgang, einem Wartturm und einem Turnierplatz (1794–1797). [Resumée nach Osten Sacken 2023, S. 85 f.]

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Tischbein, Christian Anton Wilhelm, “, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/2840_tischbein-christian-anton-wilhelm_tischbein-christian-anton-wilhelm> (aufgerufen am 29.11.2025)

Kurzform der URL für Druckwerke

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