Wallenstein, Werner von
belegt seit
14.9.1505 belegt bis
20.10.1518 Beruf
Diener, Rat, MarschallLeben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Begleitet 1505 September 14 als der junge Wallenstein Landgraf Wilhelm II. zur Jagd nach Spangenberg1, ist 1506 Dezember 16 Diener seiner Gemahlin Landgräfin Anna2, wird dementsprechend 1507 Waldstein, m. gn. frauwen junge genannt3 und quittiert 1509 Dezember 9 dem Kammerschreiber über 6½ fl. 11 alb. rückständigen Soldes und Kostgeldes4. Er tritt dann offenbar auf die Seite der Regenten gegen die Landgräfin Anna die Jüngere5, schließt sich zwar (wie nahezu der gesamte, nicht unmittelbar belastete hessische Adel) der Treysaer Einung der Landgräfin Anna mit den hessischen Ständen von 1514 Februar 10 an6, gehört aber 1514 Oktober 31 aus eigenem Entschluß zu den Teilnehmern des Tages zu Berka mit den sächsischen Räten, auf dem über die Verfolgung der früheren Regenten durch die Landgräfin Anna d. J. verhandelt werden sollte7, setzt sich 1515 Februar 8 mit anderen vom Adel für den früheren Regenten Kaspar von Berlepsch ein8 und wird 1518 Oktober 20 von der hessischen Ritterschaft als einer der 24 Männer vorgeschlagen, aus denen der junge Landgraf Philipp seine Räte wählen soll9. Unter diesem stieg er bis zum hessischen Marschall auf10.
Begleitet 1505 September 14 als der junge Wallenstein Landgraf Wilhelm II. zur Jagd nach Spangenberg1, ist 1506 Dezember 16 Diener seiner Gemahlin Landgräfin Anna2, wird dementsprechend 1507 Waldstein, m. gn. frauwen junge genannt3 und quittiert 1509 Dezember 9 dem Kammerschreiber über 6½ fl. 11 alb. rückständigen Soldes und Kostgeldes4. Er tritt dann offenbar auf die Seite der Regenten gegen die Landgräfin Anna die Jüngere5, schließt sich zwar (wie nahezu der gesamte, nicht unmittelbar belastete hessische Adel) der Treysaer Einung der Landgräfin Anna mit den hessischen Ständen von 1514 Februar 10 an6, gehört aber 1514 Oktober 31 aus eigenem Entschluß zu den Teilnehmern des Tages zu Berka mit den sächsischen Räten, auf dem über die Verfolgung der früheren Regenten durch die Landgräfin Anna d. J. verhandelt werden sollte7, setzt sich 1515 Februar 8 mit anderen vom Adel für den früheren Regenten Kaspar von Berlepsch ein8 und wird 1518 Oktober 20 von der hessischen Ritterschaft als einer der 24 Männer vorgeschlagen, aus denen der junge Landgraf Philipp seine Räte wählen soll9. Unter diesem stieg er bis zum hessischen Marschall auf10.
Nachweise
Fußnoten
- Rechn. I, Spangenberg (103/5 Bl. 17). ↑
- Rechn. I, Ziegenhain (121/3 Bl. 107v.): voller Name. ↑
- Rechn. I, Marburg (78/3 Bl. 123). ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12b/4 Bel.). ↑
- Das ist daraus zu schließen, daß er seit 1509 nicht mehr im Dienst der Landgräfin nachweisbar ist und ergibt sich auch aus seinem späteren Verhalten. ↑
- Glagau, Landtagsakten S. 199 Anm. ↑
- Ebd. S. 412. ↑
- Ebd. S. 432. ↑
- Ebd. S. 532. ↑
- Gundlach III S. 286. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 923, Nr. 3222
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930
- Glagau, Hessische Landtagsakten 1: 1508–1521, Marburg 1901
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wallenstein, Werner von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/23065_wallenstein-werner-von> (aufgerufen am 10.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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