Waldeck, Otto IV. Graf von
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ist während der Mainzer Siftsfehde Helfer Landgraf Ludwigs II. bei der Belagerung und Eroberung des Schönebergs im November 1462 mit 24 Pferden1. Er gehört zu den Räten des Landgrafen 1468 Februar 92, zu seinen Heimlichen 1469 Januar 43, der sich an diesem Tage mit Landgraf Ludwig II. dahin verbindet, ihm im bevorstehenden Kriege gegenLandgraf Heinrich III. und dessen Zugewandte Hilfe zu leisten. 1470 Juni 5 verleiht Landgraf Ludwig seinem Heimlichen und Getreuen Otto wegen seiner Dienste die Kemenate Bründersen mit allem Zubehör4. 1472 Februar 17 verpfändet ihm Landgraf Heinrich III. als Vormund seiner Neffen, der Wilhelm I. und Wilhelm II., für die 3101 fl., die Landgraf Ludwig II. von Graf Otto geborgt hatte, das Schloß Schöneberg und das Amt Hofgeismar unberechnet bis zur Wiedereinlösung5. 1477 mit Graf Philipp II. im Gefolge des Landgrafen6, den er im August 1479 zusammen mit Graf Philipp bei der Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen mit einer Anzahl Knechte begleitet7. 1478 Mai 25 nimmt Landgraf Heinrich zugleich in Namen der Söhne seines † Bruders Ludwig Graf Otto von Waldeck zum Untertanen an und die Grafschaft Waldeck in seinen Schutz unter der Zusicherung, ihnen in Krieg und Fehden beizustehen. Graf Otto erkennt dagegen die Landgrafen als seine Landesfürsten an und gelobt, Schloß Schöneberg und Hofgeismar, die ihm von Landgraf Ludwig amtsweise verpfändet sind, nach seinem Tode unentgeltlich zurückfallen zu lassen8.
Ist während der Mainzer Siftsfehde Helfer Landgraf Ludwigs II. bei der Belagerung und Eroberung des Schönebergs im November 1462 mit 24 Pferden1. Er gehört zu den Räten des Landgrafen 1468 Februar 92, zu seinen Heimlichen 1469 Januar 43, der sich an diesem Tage mit Landgraf Ludwig II. dahin verbindet, ihm im bevorstehenden Kriege gegenLandgraf Heinrich III. und dessen Zugewandte Hilfe zu leisten. 1470 Juni 5 verleiht Landgraf Ludwig seinem Heimlichen und Getreuen Otto wegen seiner Dienste die Kemenate Bründersen mit allem Zubehör4. 1472 Februar 17 verpfändet ihm Landgraf Heinrich III. als Vormund seiner Neffen, der Wilhelm I. und Wilhelm II., für die 3101 fl., die Landgraf Ludwig II. von Graf Otto geborgt hatte, das Schloß Schöneberg und das Amt Hofgeismar unberechnet bis zur Wiedereinlösung5. 1477 mit Graf Philipp II. im Gefolge des Landgrafen6, den er im August 1479 zusammen mit Graf Philipp bei der Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen mit einer Anzahl Knechte begleitet7. 1478 Mai 25 nimmt Landgraf Heinrich zugleich in Namen der Söhne seines † Bruders Ludwig Graf Otto von Waldeck zum Untertanen an und die Grafschaft Waldeck in seinen Schutz unter der Zusicherung, ihnen in Krieg und Fehden beizustehen. Graf Otto erkennt dagegen die Landgrafen als seine Landesfürsten an und gelobt, Schloß Schöneberg und Hofgeismar, die ihm von Landgraf Ludwig amtsweise verpfändet sind, nach seinem Tode unentgeltlich zurückfallen zu lassen8.
Nachweise
Fußnoten
- Gundlach, Mainzer Stiftsfehde S. 147 Nr. 166. ↑
- Rechn. I, Homberg/E. (67/19 Bl. 10v.): grebe Otte von der Landauw. ↑
- Kopiar L 2 Bl. 11. ↑
- Gundlach III zitiert Schminckes Diplomatarium Bd. 9 Bl. 173. ↑
- Kopiar 11 Nr. 90. Er hatte sie amtsweise noch 1478 Mai 25 inne (Demandt, Fritzlarer Rechtsquellen Nr. 570/71 Anm. 22). – Vgl. auch Rechn. I, Grebenstein (53/6 Bl. 46v.) zu 1472: 15 ft. korn mym jungher von Waldeg erst, so er uf den Schonberg zcoch. ↑
- Rechn. I, Grebenstein (54/5 Bl. 9). Siehe unter Graf Philipp von Waldeck. ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (2/4 Bl. 3). – Demandt, Katz. Regg. Nr. 6035 Anm. 1. ↑
- Urkk., Verträge mit Waldeck. – Vgl. dazu Demandt, Fritzlarer Rechtsquellen Nr. 570/571 X,XIV. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 911, Nr. 3199
- Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486, Bd. 2: 1418–1482, Wiesbaden 1954
- Demandt (Bearb.), Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Fritzlar im Mittelalter, Marburg 1939
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 283
- Gundlach, Hessen und die Mainzer Stiftsfehde 1461–1463, Marburg 1899
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Waldeck, Otto IV. Graf von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/23043_waldeck-otto-iv-graf-von> (aufgerufen am 13.04.2026)
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