Waldeck, Heinrich VIII. Graf von
geboren
1465 gestorben
1513 Beruf
Rat, Hofdiener, JagdbegleiterAndere Namen
Weitere Namen
Waldeck zu Wildungen, Heinrich VIII.% Graf von
Familie
Vater
Waldeck, Philipp I. Graf von
Mutter
Nassau-Siegen, Johanna Gräfin von
Verwandte
Waldeck, Philipp IV. Graf von <Sohn>, GND
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ist Anfang 1490 Rat Landgraf Wilhelms III.1 und wird von ihm 1490 April 7 als Rat, Hofdiener und Getreuer bezeichnet2. 1490 Juli 28 bis August 12 ist der Graf mit 4 Pferden Begleiter Landgraf Wilhelms III. auf der Jagd zu Friedewald3. 1492 Mai 7 nimmt er an einer Sitzung des Marburger Kanzleigerichts teil4. 1493 November 14 quittiert er dem Kammerschreiber Fleck über die ihm jährlich zu Martini zustehenden 50 fl. Dienstgeld5. Rat Landgraf Wilhelms II. 1506 Mai 66, der ihn 1506 August 11 testamentarisch als Vertreter Graf Philipps von Waldeck hinsichtlich dessen Befugnis zur Ergänzung der Kontrollkommission der landgräflichen Testamentsvollstrecker bestimmt7, was der Landgraf im zweiten Testament von 1508 Januar 29 wiederholt8. Graf Heinrich warnt die Landgräfin Anna die Jüngere, Landgraf Wilhelms II. Witwe, frühzeitig vor der Absicht der Stände, sie zu entmachten9, und wird deshalb von ihnen hart bedrängt10. Er verbleibt jedoch bei der Landgräfin und nimmt mit ihr am Mühlhäuser Schiedstag vor den herzoglich sächsischen Räten teil11 und war, wie Anna nach seinem Tode 1513 an seinem Sohn Philipp IV. 1514 Februar 11 schreibt, in zeit seins lebens unser sonderlicher freunt12.
Ist Anfang 1490 Rat Landgraf Wilhelms III.1 und wird von ihm 1490 April 7 als Rat, Hofdiener und Getreuer bezeichnet2. 1490 Juli 28 bis August 12 ist der Graf mit 4 Pferden Begleiter Landgraf Wilhelms III. auf der Jagd zu Friedewald3. 1492 Mai 7 nimmt er an einer Sitzung des Marburger Kanzleigerichts teil4. 1493 November 14 quittiert er dem Kammerschreiber Fleck über die ihm jährlich zu Martini zustehenden 50 fl. Dienstgeld5. Rat Landgraf Wilhelms II. 1506 Mai 66, der ihn 1506 August 11 testamentarisch als Vertreter Graf Philipps von Waldeck hinsichtlich dessen Befugnis zur Ergänzung der Kontrollkommission der landgräflichen Testamentsvollstrecker bestimmt7, was der Landgraf im zweiten Testament von 1508 Januar 29 wiederholt8. Graf Heinrich warnt die Landgräfin Anna die Jüngere, Landgraf Wilhelms II. Witwe, frühzeitig vor der Absicht der Stände, sie zu entmachten9, und wird deshalb von ihnen hart bedrängt10. Er verbleibt jedoch bei der Landgräfin und nimmt mit ihr am Mühlhäuser Schiedstag vor den herzoglich sächsischen Räten teil11 und war, wie Anna nach seinem Tode 1513 an seinem Sohn Philipp IV. 1514 Februar 11 schreibt, in zeit seins lebens unser sonderlicher freunt12.
Nachweise
Fußnoten
- Kopiar 6 Bl. 74v. ↑
- Ebd. Bl. 76. ↑
- Rechn. I, Friedewald (49/8 Bl. 46v.-53): hier ohne Vornamen: myn jungher von Waldeck. ↑
- Best. 2 IV Auswärtige Beziehungen: Sachsen, Gesamthaus. ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (4/10 Bel.). ↑
- Kopiar 59 II Nr. 4. ↑
- Glagau, Landtagsakten S. 5. ↑
- Ebd. S. 7. ↑
- Ebd. S. 39. – 1509 Oktober 1 wird auch einmal Graf Philipp d. J., Sohn Graf Heinrichs VIII. als Rat der Landgräfin Anna genannt (ebd. S. 42). ↑
- Ebd. S. 55. ↑
- Rechn. I, Lichtenau (72/2 Bl. 17). – Vgl. dazu Glagau, Landtagsakten S. 48 ff. ↑
- Ebd. S. 202. – Siehe auch Anm. 9. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 910, Nr. 3198
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Band 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 283
- Glagau, Hessische Landtagsakten 1: 1508–1521, Marburg 1901
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Waldeck, Heinrich VIII. Graf von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/23041_waldeck-heinrich-viii-graf-von> (aufgerufen am 18.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/23041