Spiegel, Konrad
belegt seit
1.10.1377 belegt bis
21.10.1399 Beruf
Ritter, Schiedsmann, Amtmann, Bürge, LandvogtAndere Namen
Weitere Namen
Spiegel, Curd
Wirken
Lebensorte
Zierenberg; Wolfhagen; Gudensberg; Freienhagen; Niedenstein
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, ist 1377 Oktober 1 Schiedsmann zwischen Landgraf Hermann und denen von Hanstein1, erhält 1377 November 7 von Landgraf Hermann die Ämter Zierenberg, Wolfhagen, Gudensberg, Freienhagen und Niedenstein auf ein Jahr amtsweise gegen 150 fl. und gegebenfalls Ersatz seiner Verluste und Schäden2. Wird 1382 Oktober 26 von Erzbischof Adolf von Mainz zum obersten Amtmann [über die mainzischen Besitzungen] in den Landen zu Hessen, Sachsen, Westfalen, Thüringen und auf dem Eichsfelde bestellt3 gegen 1200 fl. jährlich, aber mit der Klausel einer Amtsentsetzung im Falle einer Niederlage4. 1385 März 26 wird sein Amt auf Hessen und Westfalen beschränkt (gegen 200 fl. jährlich), aber mit dem Schadensersatzversprechen vom 27. April d. J. dafür, daß er des Landgrafen Feind geworden ist5. 1387 September 10 ist er Bürge Erzbischof Adolfs im Frieden mit Landgraf Hermann6. 1391 November 5 schließt er als Mainzer Landvogt mit einer Gruppe von 28 Adeligen mit Erzbischof Konrad von Mainz eine [gegen Landgraf Hermann gerichtete] Einung7. Als 1399 Okober 21 Graf Heinrich von Waldeck zum obersten Amtmann in Hessen ernennt, fordert er am gleichen Tage Konrad Spiegel und Wiegand von Hatzfeld auf, ihre Ämter Fritzlar, Hofgeismar, Wetter, Mellnau und Rosenthal aufzugeben8.
Ritter, ist 1377 Oktober 1 Schiedsmann zwischen Landgraf Hermann und denen von Hanstein1, erhält 1377 November 7 von Landgraf Hermann die Ämter Zierenberg, Wolfhagen, Gudensberg, Freienhagen und Niedenstein auf ein Jahr amtsweise gegen 150 fl. und gegebenfalls Ersatz seiner Verluste und Schäden2. Wird 1382 Oktober 26 von Erzbischof Adolf von Mainz zum obersten Amtmann [über die mainzischen Besitzungen] in den Landen zu Hessen, Sachsen, Westfalen, Thüringen und auf dem Eichsfelde bestellt3 gegen 1200 fl. jährlich, aber mit der Klausel einer Amtsentsetzung im Falle einer Niederlage4. 1385 März 26 wird sein Amt auf Hessen und Westfalen beschränkt (gegen 200 fl. jährlich), aber mit dem Schadensersatzversprechen vom 27. April d. J. dafür, daß er des Landgrafen Feind geworden ist5. 1387 September 10 ist er Bürge Erzbischof Adolfs im Frieden mit Landgraf Hermann6. 1391 November 5 schließt er als Mainzer Landvogt mit einer Gruppe von 28 Adeligen mit Erzbischof Konrad von Mainz eine [gegen Landgraf Hermann gerichtete] Einung7. Als 1399 Okober 21
Nachweise
Fußnoten
- Urkundliche Geschichte des Geschlechts von Hanstein II S. 93 ff. und I Nr. 70 (er war anscheinend Vertreter derer von Hanstein). ↑
- Urkk., Bestallungen. ↑
- Demandt, Fritzlarer Rechtsquellen Nr. 309. ↑
- Ebd. ↑
- StA. Würzburg MIB 10 fol. 309, 312 f. ↑
- Friedensburg, Landgraf Hermann II. (ZHG 21, 1885) S. 275. ↑
- StA. Würzburg MIB 12 fol. 87 ff. unter der Überschrift: Unio inter dominum nosirum et Conradum Spiegel militum et convicinos suos terre Hassie. ↑
- Demandt a. a. O. Nr. 351 Anm. 2. – Da Wiegand von Hatzfeld die Ämter Wetter, Mellnau und Rosenthal innehatte, müssen Fritzlar und Hofgeismar Konrad Spiegel zugewiesen werden. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 832, Nr. 2922
- Demandt (Bearb.), Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Fritzlar im Mittelalter, Marburg 1939
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 256
- Friedensburg, Landgraf Hermann II. der Gelehrte von Hessen und Erzbischof Adolf I. von Mainz 1373–1390, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 21 (1885)
- von Hanstein, Urkundliche Geschichte des Geschlechts der von Hanstein in dem Eichsfeld in Preußen (Provinz Sachsen), Bd. 1, Cassel 1856
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Spiegel, Konrad“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22650_spiegel-konrad> (aufgerufen am 17.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/22650