Rauscheblatt

 
belegt seit
17.5.1492
belegt bis
11.7.1512
Beruf

Andere Namen

Weitere Namen

Rauschplat
Rutscheplat

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Henning und Johann Meisenbug bekunden 1492 Mai 17, daß ihnen Landgraf Wilhelm I. Schloß, Stadt und Gericht Trendelburg für 6000 fl. verschrieben hat1. Rauscheblatt dient Landgraf Wilhelm II. 1498 April 152 und erhält 1507 April 6 zusammen mit gen. Herren von Münchhausen das Schloß Sichelstein und den halben Kaufungerwald (ohne die hohe Jagd) für 6000 fl. auf Wiederkauf3. 1507 Mai 28 leiht Henning dem Landgrafen 1000 fl. bis zum kommenden Pfingstfest4. 1510 November 26 verschreiben ihm die sächsischen Herzöge als Obervormünder Landgraf Philipps und die hessischen Regenten für seine Forderung von 6000 fl. 300 fl. Gülte aus den landgräflichen Gefällen zu Kassel, Eschwege und Allendorf5, nachdem sich schon 1510 März 22 der Landhofmeister Ludwig von Boyneburg verpflichtet hatte, die 6000 fl. an Rauscheblatt zu zahlen, um damit den Sichelstein abzulösen6. Jedoch ist es offenbar zunächst weder dazu noch zu der regelmäßigen Zahlung des Rauscheblatt zustehenden Dienstgeldes gekommen, denn 1512 Januar 12 sichert ihm der Landhofmeister zu, daß der Kammerschreiber ihm das angeforderte Dienstgeld bald auszahlen wird7. 1512 Juli 11 endlich quittiert er über die Rückzahlung der 6000 fl., die er gegen einen jährlichen Zins von 300 fl. auf dem Sichelstein (Secklen-) stehen hatte und die gemäß der Hauptverschreibung fristgerecht von den Regenten beim Rat zu Einbeck hinterlegt worden sind8.

Nachweise

Fußnoten

  1. Urkk., Gen-Rep. Trendelburg.
  2. Rechn. I, Grebenstein (55/9 Bl. 81): 8 s. verczert [jegermeister] Hensel selbseste vor Ostern. 11 s. hait Hensel noch verczert mit syner geselschaft in der Osterwoche, du er villicht Hengen Ruschplaten solte wiltschitzen und der noch den vogeln reyth oder gingk.
  3. Kopiar 13 Nr. 244.
  4. Kopiar 13 Nr. 222.
  5. Urkk., Gen.-Rep. Cassel (kassiert).
  6. Urkk., Passiv-Schuldverschreibungen: von Boyneburg.
  7. Best. 2 V Landesverwaltung: Dienersachen.
  8. Rechn. I, Kassel Kamerschreiber (12c/2 Bel.). Die Quittung lautet auf alle Herzöge von Sachsen als Erbvormünder Landgraf Philipps, den Landhofmeister Ludwig von Boyneburg und die anderen Regenten. Tatsächlich hatte Ludwig von Boyneburg das Geld alleine aufgebracht, da die Regenten die 6000 fl. voreilig aufgekündigt hatten, dann aber das Geld nicht beibringen konnten (vgl. Glagau, Landtagsakten S. 260)

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Rauscheblatt“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22015_rauscheblatt> (aufgerufen am 14.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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