Pappenheim, Johann von
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Uffeln, Kunigunde von
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Leben
Aus der Biografie
Erscheint 1497, 1498 und 1499 wiederholt als Begleiter Landgraf Wilhelms II.1 und dient 1501 in seinem Hofgesinde mit 3 Pferden2. 1505 Mai 5 bekundet Landgraf Wilhelm II., den Brüdern Johann und Georg von Pappenheim 1200 fl. zu schulden, die er ihnen auf die Städte Melsungen und Gudensberg verschrieben hat. Davon hat er ihnen jetzt 300 fl. zurückgegeben, die sie ihm aber mit weiteren 400 fl., macht 700 fl., wiedergeben. Für diese 700 verpfändet er ihnen Schloß und Gericht Gieselwerder mit Jagd und Fischerei3. Somit stehen auf Melsungen und Gudensberg noch 900 fl., die ihnen jährlich mit je 49 ½ fl. zu verzinsen sind4. 1513 Dezember 22 unterzeichnet Johann das Landtagsausschreiben der Landgräfin Anna der Jüngeren zum 9. Januar 1514 nach Felsberg5 und tritt demgemäß der Treysaer Einung der Landgräfin mit den hessischen Ständen von 1514 Februar 10 (gegen die Regenten) bei6. In den Jahren 1515–1517 versucht Landgräfin Anna die Jüngere vergeblich in der Fehde Johanns von Pappenheim mit Bischof Johann von Hildesheim zu vermitteln, da Johann sich ihren Anordnungen widersetzt7. 1517 Februar 22 quittieren Johann und Georg über die Rückzahlung der 700 fl. auf Gieselwerder durch die Landgräfin8, während die Städte Melsungen und Gudensberg wiederum mit 1200 fl. belastet sind, wovon an beide Brüder jährlich je 66 fl. Zins gezahlt werden, die der Kammermeister 1517 März 6 für beide Städte erlegt9. Johanns Frau Kunigunde von Uffeln ist im Januar 1518 Witwe10.
Nachweise
Fußnoten
- Rechn. I, Felsberg (46/20 Bl. 75, 76), ebd. Reichenbach (87/10 Bl. 29 ff.), Bilstein (28/13 Bl. 35v.), Grebenstein (55/9 Bl. 93v.), Trendelburg (109/1 Bl. 82), Melsungen (83/8 Bl. 15v.), Spangenberg (101/4 Bl. 7 ff., 14v. ff.), Bilstein (30/1 Bl. 96). ↑
- Kopiar 130a Bl. 2. – Kopiar 131a II Bl. 16v., 24v., 35v., 54. ↑
- Urkk., Passiv-Schuldverschreibungen: von Pappenheim. – Kopiar 13 Nr. 172. ↑
- Kopiar 13 Nr. 173. ↑
- Glagau, Landtagsakten Nr. 64 (ohne seinen Bruder Georg). ↑
- Ebd. S. 198 mit seinem Bruder Georg. ↑
- Vgl. dazu Georg Gustav von Pappenheim, Johann von Pappenheim und seine Fehde gegen den Bischof Johann IV. von Hildesheim (ZHG 27, 1892) S. 177. – Glagau, Landgräfin Anna S. 173 f. – Glagau, Landtagsakten S. 495. ↑
- Kopiar 20 fol. 107v. ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (14a/2 Bel.). ↑
- G. G. von Pappenheim (wie Anm. 7) S. 186 f. ↑
Quellen
- HStAM Bestand K Nr. 130 a
- HStAM Bestand K Nr. 131 a II
- HStAM Bestand K Nr. 13
- HStAM Bestand K Nr. 20
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 28/13
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 46/20
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 30/1
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 14a/2
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 83/8
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 109/1
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 87/10
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 55/9
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 101/4
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 46/20
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 28/13
Literatur
Nachnutzung
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Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Pappenheim, Johann von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21875_pappenheim-johann-von> (aufgerufen am 20.04.2026)
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