Westerburg, Johannes von
geboren
vor 1479 gestorben
nach 1526 Gudensberg Beruf
Jurist, Kanzler, Pfarrer, Fischer GND-Explorer
1388769743Andere Namen
Weitere Namen
Westerburg, Johannes
Piscatoris de Westerburg, Johannes
Wirken
Werdegang
- Michaelis 1492 Studium in Erfurt
- wird am 22.1.1496 als Kanzler beurlaubt, um außer Landes „ad studia“ zu ziehen
- ab August 1479 im Dienste der hessischen Landgrafen
- 5.6.1491 Kanzler
- 1500 Rat genannt
- ab 14.7.1500 Pfarrer in Gudensberg, so noch 1526
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Piscator bzw. Fischer, gewöhnlich nur Johannes Westerburg genannt, wohl schon im August 1479 in hessischen Diensten, als er mit Landgraf Heinrich III. von Marburg nach Rheinfels reitet, zur Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen1; wird 1488 Januar 29 von Landgraf Wilhelm II. für die Kirche des Dorfes Immenhausen bei Naumburg präsentiert, deren Patronat er beansprucht2, Im Dienste des Landgrafen 1489 Juni 243, 14904, sein Kanzler 1491 Juni 55, 1492 September 206 und als solcher Michaelis 1492 in Erfurt immatrikuliert7, bleibt aber Kanzler, denn 1492 November 19 verhandelt er als solcher und einigen hessischen Räten mit sächsischen Räten zu Treffurt8. 1496 Januar 22 wird er aus der Kanzlei beurlaubt, um außer Landes ad studia zu ziehen, wobei er sich verpflichtet, danach seine Dienste zuerst wieder dem Landgrafen anzubieten9. 1498 ist er wieder in dessen Dienst10 und 1500 dessen Rat11. Inhaber der landgräflichen Patronatspfarrei Gudensberg 1500 Juli 14 und noch 152612.
Piscator bzw. Fischer, gewöhnlich nur Johannes Westerburg genannt, wohl schon im August 1479 in hessischen Diensten, als er mit Landgraf Heinrich III. von Marburg nach Rheinfels reitet, zur Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen1; wird 1488 Januar 29 von Landgraf Wilhelm II. für die Kirche des Dorfes Immenhausen bei Naumburg präsentiert, deren Patronat er beansprucht2, Im Dienste des Landgrafen 1489 Juni 243, 14904, sein Kanzler 1491 Juni 55, 1492 September 206 und als solcher Michaelis 1492 in Erfurt immatrikuliert7, bleibt aber Kanzler, denn 1492 November 19 verhandelt er als solcher und einigen hessischen Räten mit sächsischen Räten zu Treffurt8. 1496 Januar 22 wird er aus der Kanzlei beurlaubt, um außer Landes ad studia zu ziehen, wobei er sich verpflichtet, danach seine Dienste zuerst wieder dem Landgrafen anzubieten9. 1498 ist er wieder in dessen Dienst10 und 1500 dessen Rat11. Inhaber der landgräflichen Patronatspfarrei Gudensberg 1500 Juli 14 und noch 152612.
Nachweise
Fußnoten
- Demandt, Katz. Regg. Nr. 6282/14. ↑
- Vgl. Hütterodt-Milbradt, Althessische Pfarrer S. 85 und W. Classen, Die kirchliche Organisation Althessens im Mittelalter (SHLL 8/1929 S. 161). ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (11/12 Bl. 19). ↑
- Rechn. I, Spangenberg (99/6 Bl. 69v): er begleitet Rabe von Herda, um die Befestigung der Dörfer um Gudensberg zu veranlassen. Der Landgraf ist [bei König Maximilian] in Österreich (ebd. Bl. 70), nachdem er zuvor vom 6.–8. Juni 1490 Ritterschaft und Städte nach Spangenberg entboten hatte (ebd. Bl. 24). ↑
- Rechn. I, Reichenbach (87/5 Bl. 48): 3 merzen (habern) dem canceller Westerburge. ↑
- Rechn. I, Spangenberg (100/6 Bl. 46) ↑
- Gundlach III S. 295 nach der Erfurter Matrikel II, 172. ↑
- Rechn. I, Eschwege (45/1 Bl. 46). Es handelt sich also vielleicht nur um eine pro-forma-Immatrikulation, worauf auch die Eintragsformulierung: cancellarius domini lantgravii Hassie hinzuweisen scheint. ↑
- Urkk., Samtarchiv Nachtr. 0,382 mit seinem Signet, das innerhalb eines bekrönten Kranzes die Buchstaben I(OHANNES) P(ISCATOR) D(E) W(ESTERBURG) zeigt. – Auch verzeichnet im Kopiar 130 Nr. 67. ↑
- Rechn. I, Gudensberg (61/14 II Bl. 9v.). ↑
- Gundlach a. a. O. zitiert: Dienerregister in Landtagsakten (der Eintrag ist gestrichen). ↑
- Hütterodt-Milbradt, Althessische Pfarrer S. 85. ↑
Quellen
Literatur
- Wannagat (Hrsg.), Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen), Köln u. a. 1990, S. 531.
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 944, Nr. 3320.
- Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486, Bd. 3: Rechnungen, Besitzverzeichnisse, Steuerlisten und Gerichtsbücher 1295–1486, Wiesbaden 1956
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 295
- Weißenborn, Erfurter Matrikel 2: Allgemeine und Facultätsstatuten von 1390–1636, Allgemeine Studentenmatrikel 2. Hälfte (1492–1636), Halle an der Saale 1884
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Westerburg, Johannes von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21815_westerburg-johannes-von> (aufgerufen am 18.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/21815