Meisenbug, Philipp
belegt seit
11.9.1494 belegt bis
1518 Beruf
Diener, Siegler, Amtmann, Statthalter, Rat, Marschall, HofmarschallAndere Namen
Weitere Namen
Meysenbug, Philipp
Familie
Partner
Dörnberg, Liutgard von
Verwandte
- Meisenbug, Wilhelm <Bruder>, belegt 1497–1514, Einrösser
- Dörnberg, Hans der Jüngere von <Schwiegervater>, † 1506, belegt 1487, Amtmann, Rat
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Bruder Wilhelms1, im Gefolge Landgraf Wilhelms II. 1494 September 112, 1497 November 233; unter dessen Dienern 14984, 15015, 1502 März 316, 1506 April 237; besiegelt die Einung der hessischen Stände am Spieß von 1509 Juli 29 als einer der Vertreter der Ritterschaft (gegen die Regentschaft der Landgräfin Anna der Jüngeren, Witwe Landgraf Wilhelms II.)8 und wird von den Ständen zur Einnahme von Stadt und Schloß Homberg/E. entsandt, obwohl dort noch Sebastian von Weiters Befehlshaber ist9. Dieser muß jedoch auf Befehl der Regenten 1509 September 6 das Schloß an Meisenbug übergeben10. Amtmann in Homberg 1509 bis 151311. Er reitet 1510 März mit den Schützen im Frankfurter Fastenmessegeleit12, desgl. im Herbstmessegeleit, das er aber verläßt, um mit dem Kammermeister Rudolf von Waiblingen nach Nürnberg zu reiten13. Im März 1512 reitet er im Auftrag der Regenten mit 6 Pferden zum Kaiser14. Er gehört dann 1513 Dezember 22 zu den Anhängern der Landgräfin Anna der Jüngeren, die die hessischen Stände zum 9. Januar 1514 auf einen Landtag nach Felsberg (gegen die Regenten) einladen15 und tritt demgemäß der Treysaer Einung der Landgräfin Anna der Jüngeren mit den hessischen Ständen von 1514 Februar 10 bei16. Er gehört zum Ausschuß der Stände 1514 Februar 1117 und ist neben Kraft von Bodenhausen 1514 April 25 verordneter Statthalter zu Kassel18. Mitverordneter Rat zu Hessen 1514 April19 und zugleich Marschall zu Hessen seit 1514 April 2720. Er erhält dafür 150 fl. Sold, und es werden ihm 5 gerüstete Pferde und ein Troßpferd gehalten mit Futter und Mahl, Nagel und Eisen und Ersatz seines reisigen Schadens mit zweimaliger Hofkleidung im Jahr für ihn, seine Knechte und Knaben sowie dem üblichen Schlaftrunk21. Hofmarschall Landgraf Philipps 1516 Oktober 622. 1518 wird er wegen seines amtswidrigen Verhaltens in der Sickingenschen Fehde als Marschall und Rat entlassen23. – Er war Schwiegersohn von Hans von Dörnberg dem Jüngeren24.
Bruder Wilhelms1, im Gefolge Landgraf Wilhelms II. 1494 September 112, 1497 November 233; unter dessen Dienern 14984, 15015, 1502 März 316, 1506 April 237; besiegelt die Einung der hessischen Stände am Spieß von 1509 Juli 29 als einer der Vertreter der Ritterschaft (gegen die Regentschaft der Landgräfin Anna der Jüngeren, Witwe Landgraf Wilhelms II.)8 und wird von den Ständen zur Einnahme von Stadt und Schloß Homberg/E. entsandt, obwohl dort noch Sebastian von Weiters Befehlshaber ist9. Dieser muß jedoch auf Befehl der Regenten 1509 September 6 das Schloß an Meisenbug übergeben10. Amtmann in Homberg 1509 bis 151311. Er reitet 1510 März mit den Schützen im Frankfurter Fastenmessegeleit12, desgl. im Herbstmessegeleit, das er aber verläßt, um mit dem Kammermeister Rudolf von Waiblingen nach Nürnberg zu reiten13. Im März 1512 reitet er im Auftrag der Regenten mit 6 Pferden zum Kaiser14. Er gehört dann 1513 Dezember 22 zu den Anhängern der Landgräfin Anna der Jüngeren, die die hessischen Stände zum 9. Januar 1514 auf einen Landtag nach Felsberg (gegen die Regenten) einladen15 und tritt demgemäß der Treysaer Einung der Landgräfin Anna der Jüngeren mit den hessischen Ständen von 1514 Februar 10 bei16. Er gehört zum Ausschuß der Stände 1514 Februar 1117 und ist neben Kraft von Bodenhausen 1514 April 25 verordneter Statthalter zu Kassel18. Mitverordneter Rat zu Hessen 1514 April19 und zugleich Marschall zu Hessen seit 1514 April 2720. Er erhält dafür 150 fl. Sold, und es werden ihm 5 gerüstete Pferde und ein Troßpferd gehalten mit Futter und Mahl, Nagel und Eisen und Ersatz seines reisigen Schadens mit zweimaliger Hofkleidung im Jahr für ihn, seine Knechte und Knaben sowie dem üblichen Schlaftrunk21. Hofmarschall Landgraf Philipps 1516 Oktober 622. 1518 wird er wegen seines amtswidrigen Verhaltens in der Sickingenschen Fehde als Marschall und Rat entlassen23. – Er war Schwiegersohn von Hans von Dörnberg dem Jüngeren24.
Nachweise
Fußnoten
- Rechn. I, Lichtenberg (72/8 Bel. zu 1507 November 15). ↑
- Rechn. I, Bilstein (29/3 Bl. 78v.). ↑
- Rechn. I, Felsberg (46/20 Bl. 75). ↑
- Rechn. I, Spangenberg (101/4 Bl. 9v. ff.) und ebd. Witzenhausen (114/25 Bl. 9v.). ↑
- Kopiar 131a II Bl. 16v., 24v., 35v., 54: er dient mit 3 Pferden. – Auch Kopiar 130a Bl. 1v. ↑
- Best. 2 IV Auswärtige Angelegenheiten: Kurbrandenburg. ↑
- Rechn. I, Gudensberg (62/5 Bl. 45). ↑
- Glagau, Landtagsakten Nr. 8. ↑
- Ebd. S. 39, 54. ↑
- Urkk., Gen-Rep. Meysenbug. ↑
- Helbig, Amt Homberg S. 144. ↑
- Rechn. I, Ziegenhain (121/6 Bl. 2v.). ↑
- Ebd. 121/6 Bl. 10v. ↑
- Rechn. I, Marburg (79/3 Bl. 116). ↑
- Glagau, Landtagsakten Nr. 64. ↑
- Ebd. Nr. 78. ↑
- Ebd. Nr. 81. ↑
- Rechn. I, Grebenstein (58/3 Bel.). ↑
- Glagau, Landtagsakten S. 346. ↑
- Ebd. S. 346, doch wird er vom Homberger Rentschreiber schon 1514 März 27/28 so genannt (Rechn. I, Homberg/E. 67/29 Bl. 15). ↑
- Glagau, Landtagsakten S. 349. ↑
- Eckhardt, Oberhessische Klöster III Nr. 1417 Anm. 2. ↑
- Glagau, Landtagsakten S. 538, 541 f. ↑
- Gundlach III S. 171. ↑
Quellen
- HStAM Bestand K Nr. 130 a
- HStAM Bestand K Nr. 131 a II
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 46/20
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 114/25
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 62/5
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 72/8
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 58/3
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 79/3
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 29/3
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 114/25
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 46/20
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 67/29
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 101/4
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 121/6
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 563, Nr. 2011.
- Eckhardt, Die oberhessischen Klöster III: Regesten, Marburg 1977
- Helbig, Das Amt Homberg an der Efze. Ursprung und Entwicklung, Marburg 1938
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 171
- Glagau, Hessische Landtagsakten 1: 1508–1521, Marburg 1901
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Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Meisenbug, Philipp“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21596_meisenbug-philipp> (aufgerufen am 20.04.2026)
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