Knauf, Hans
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Knaiff, Hans
Knaffe, Hans
Leben
Aus der Biografie
Erhält 1467 April 13 von Landgraf Heinrich III. wegen seiner bisherigen treuen Dienste 16 fl. jährlich aus dem Ungeld zu Treysa auf Lebenszeit, wofür er ebensolange im Dienst des Landgrafen bleiben soll1. 1472 schenkt ihm die Stadt Marburg auf schriftliche Verwendung des Landgrafen 1 fl. zu seiner Hochzeit2. 1476 Dezember 12 wird er als Schweinehetzer bezeichnet3 und gehört 1477 September 6 zu den Jägern Landgraf Heinrichs III.4. Im August 1479 begleitet er Landgraf Heinrich bei der Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen und erhält eine Lohnabschlagszahlung von 4 fl.5 1485 zahlt ihm der Marburger Kammerschreiber das ihm 1467 zugestandene Dienstgeld von 16 fl.6, das ihm auch Landgraf Wilhelm II. 15077 und die Regenten 15098 entrichten lassen. Bürger zu Marburg und noch besoldet 1516 November 309. Seit 1507 zahlt der Marburger Rentmeister Knauf dem Schützen10 jährlich 4 fl. Fleischgeld11, das er noch 1517 erhält12. Knauf ist unter Landgraf Wilhelm III. Trabanten- bzw. Schützenhauptmann wie Gottschalk von Liederbach und Johann Schleier, mit denen er 1498 Januar 2 mit 79 Pferden in Friedewald weilt13. In einer undatierten Supplik an die Landgräfin Anna [1514–1517], in der er bittet, ihm auch künftig für die Kost 4 fl, 2 MI. Korn und 1 MI. Gerste zu gewähren, weist er darauf hin, daß er jetzt wegen seines Alters Wege und Stege nicht mehr gebrauchen könne14.
Nachweise
Fußnoten
- Best. 2 V Landesverwaltung: Dienersachen. – Er ist wohl mit dem 1461 Oktober 21 bezeugten landgräflichen Schützen Knoff identisch (Rechn. I, Homberg/E. 67/12 Bl. 7v.). ↑
- Küch, Marburger Rechtsquellen II S. 262. ↑
- Rechn. I, Friedewald (48/29 Bl. 14): m. gn. h. swynehetzer Hans Knaiff und Fritzsch jeger mit iren jegerknechten und swyneruden. ↑
- Rechn. I, Spangenberg (98/7 Bl. 21). ↑
- Demandt, Katz. Regg. Nr. 6282/9. ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (2/6 Bl. 56). ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12/8 Bel. zu 1507 November 11). ↑
- Ebd. 12b/4 Bel. zu 1509 November 15. ↑
- Ebd. 14/6 Bel. ↑
- So wird er 1509 genannt (Rechn. I, Marburg 78/4 Bl. 115v.). ↑
- Ebd. 78/3 Bl. 144. ↑
- Ebd. 80/4 Bl. 125. ↑
- Rechn. I, Friedewald (50/2 Bl. 33). ↑
- Siehe Anm. 1. ↑
Quellen
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 2/6
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 12/8
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 80/4
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 50/2
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 12b/4
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 67/12
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 14/6
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 78/3
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 78/4
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 98/7
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 470, Nr. 1647.
- Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486, Bd. 3: Rechnungen, Besitzverzeichnisse, Steuerlisten und Gerichtsbücher 1295–1486, Wiesbaden 1956
- Küch, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg, Bd. 2, Marburg 1931
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Knauf, Hans“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21186_knauf-hans> (aufgerufen am 14.04.2026)
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