Roding, Johann
belegt seit
10.1578 gestorben
Marburg Beruf
Jurist, Bibliothekar, Appellationsrat Konfession
evangelisch GND-Explorer
128588942Andere Namen
Weitere Namen
Rhoding, Johann
Roding, Johannes
Rhoding, Johannes
Rhodingius, Johannes
Wirken
Werdegang
- 1562 Rechtsstudium an der Universität Marburg, Abschluss als Magister
- 1578 erfolglose Bewerbung um die Untergerichtssekretärsstelle beim Hofgericht
- 1582 Notar
- 1585 Hofgerichtssekretär in Marburg
- 1586-1587 Kanzleiverwandter in Kassel
- 1588-1597 Bibliothekar
- 1589 Prokurator bei der Kanzlei in Kassel
- 1602 Bürgermeister und damit Vorsitzender des Stadtgerichts
- 1602 und 1603 Ratsschöffe
- 1607 Appellationsrat
- Rommel berichtet eine Episode vom Jahre 1605: Der Landgraf forderte ihn „in einem lateinischen Gedicht (e museo nostro, pulvere muho obsito, ob longarn nostram absentiam) liebreich auf, mit ihm Morgens um sechs Uhr die juristischen Institutionen zu repetieren, damit er in der folgenden Stunde dasselbe Geschäft an einigen jungen Edelleuten verrichten könne ... Diese Jünglinge seyen aus der Philosophie ad portas juris sacri gekommen, sine quo nex reyna, nec urbes, nec qui sceptra gerunt, vivere rite possunt.“ (Rommel, Hessische Geschichte, Bd. 6, S. 498 f., zitiert nach Wannagat, S. 485 f.)
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Gundlach, Dienerbuch
Johannes Rhodingius1 wurde 1578 Oktober von Landgraf Wilhelm IV. erfolglos für die Untergerichtssekretarienstelle bei dem Hofgericht vorgeschlagen2. 1586 April 303, 1587 April 304 kommt er als Kanzleiverwandter in Cassel vor. Er wurde 1589 August 25 als Prokurator bei der Kanzlei in Cassel vereidigt5. 1588 hatte er neben Mag. Johann Buch die Aufsicht über die Bibliothek in der Kanzlei6. Bibliothecarius in der Kanzlei zu Cassel war er noch 1590 August 317 und 15978. 1607 November 17 bestellte Landgraf Moritz den gewesenen Bibliothecarius Johannes Rhodingius zum Appellationsrat9. Bruder des Wilhelm Rhodingius.
Johannes Rhodingius1 wurde 1578 Oktober von Landgraf Wilhelm IV. erfolglos für die Untergerichtssekretarienstelle bei dem Hofgericht vorgeschlagen2. 1586 April 303, 1587 April 304 kommt er als Kanzleiverwandter in Cassel vor. Er wurde 1589 August 25 als Prokurator bei der Kanzlei in Cassel vereidigt5. 1588 hatte er neben Mag. Johann Buch die Aufsicht über die Bibliothek in der Kanzlei6. Bibliothecarius in der Kanzlei zu Cassel war er noch 1590 August 317 und 15978. 1607 November 17 bestellte Landgraf Moritz den gewesenen Bibliothecarius Johannes Rhodingius zum Appellationsrat9. Bruder des Wilhelm Rhodingius.
Nachweise
Fußnoten
- Sein Vater Nicolaus Rhodingius, der heil. Schrift Doktor und Pfarrherr zu Marburg, gestorben 1580 September 23 und in der Pfarrkirche daselbst begraben, verheiratete sich daselbst 1548 Juni 18 mit Anna Claute (Saur S. 264, 402). ↑
- Siehe vorn S. 142 [Eintrag zu Johann Krug]. ↑
- Kammerarchiv, Nachträge. ↑
- Ebd. ↑
- Aufzeichnung auf dem letzten Blatte des zweiten Exemplars der Kanzleiordnung von 1581. ↑
- Hofschneiderrechnung. ↑
- M. St. S. 4360. Ausführliche Nachrichten über ihn siehe bei Scherer ZHG 27, 224 ff. ↑
- Nachtr. zum Kammerarchive, Generalia, Rubr. 4. ↑
- Kammerarchiv, Nachträge Cassel M. S. S. 4354. ↑
Literatur
- Wannagat (Hrsg.), Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen), Köln u. a. 1990, S. 485 f.
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 204
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Roding, Johann“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20518_roding-johann> (aufgerufen am 20.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/20518