Groppe von Gudenburg, Otto
belegt seit
1364 belegt bis
24.4.1386 Beruf
Ritter, Wäppner, Diener, Rat, Amtmann, Richter GND-Explorer
1393493009Familie
Partner
Büches, Florette von, Tochter des Konrad von Büches, Ritter, und der Grete Löw von Steinfurt
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Groppe von Gudenburg,1 Otto, Ritter. Noch als Wäppner im landgräflichen Dienst [1364 im Krieg mit Mainz] Teilnehmer des Zuges Landgraf Heinrichs II. vor Fritzlar2. Unter den Dienern Landgraf Hermanns und in persönlichen Beziehungen zu ihm stehend 1372 März 173, 1376 April 24, 1379 Mai 25, 1380 Februar 266. 1378 Januar 3 quittiert er dem Landgrafen über die Bezahlung aller Schuldforderungen7 und vermittelt 1378 September 3 in den Auseinandersetzungen zwischen Landgraf Hermann und seinem Kasseler Schultheißen Herrncurdes8. 1381 April 30 bezeugt er mit anderen landgräflichen Dienern den Ankauf des Hofes Mülheim unter dem Hermannstein für 500 fl. durch Landgraf Hermann9. Bürge Landgraf Hermanns 1386 Mai 12 in dessen Waffenstillstand10 und 1387 September 10 in dessen Friedensschluß mit Erzbischof Adolf von Mainz, Herzog Otto von Braunschweig und Markgraf Balthasar von Meißen11. Heimlicher 138612. Amtmann in Kassel 1385 bis 138813. Gehört zu den Räten, vor denen 1390 März 27 Ritter Eckebrecht von Grifte und Heinrich von Uschlag über die hochverräterischen Beziehungen Kasseler Patrizier zu Markgraf Balthasar von Meißen aussagen14. Ist 1391 Juli 4 beigeordneter Richter des landgräflichen Gerichtes in dieser Sache15. – Groppe war der Schwiegersohn des Ritters Konrad v. Büches und seiner Frau Grete, geb. Löw v. Steinfurt, die ihre Tochter Florette mit jenen 500 fl. ausgestattet hatten, die ihnen von Landgraf Hermann auf den Zoll zu Grünberg verschrieben worden waren. 1385 Juli 31 bitten sie den Landgrafen, diese Verschreibung auf Groppe zu übertragen16. Da Ritter Wilhelm Löw v. Steinfurt, Gretes Bruder, ihr und ihrem Manne die gen. 500 fl. auf ihre Grünberger Verschreibung leiht, verkaufen sie ihm dafür 1386 April 24 ihren Hof zu Bingenheim auf dem Graben beim Wolfskehlschen Hof17.
Groppe von Gudenburg,1 Otto, Ritter. Noch als Wäppner im landgräflichen Dienst [1364 im Krieg mit Mainz] Teilnehmer des Zuges Landgraf Heinrichs II. vor Fritzlar2. Unter den Dienern Landgraf Hermanns und in persönlichen Beziehungen zu ihm stehend 1372 März 173, 1376 April 24, 1379 Mai 25, 1380 Februar 266. 1378 Januar 3 quittiert er dem Landgrafen über die Bezahlung aller Schuldforderungen7 und vermittelt 1378 September 3 in den Auseinandersetzungen zwischen Landgraf Hermann und seinem Kasseler Schultheißen Herrncurdes8. 1381 April 30 bezeugt er mit anderen landgräflichen Dienern den Ankauf des Hofes Mülheim unter dem Hermannstein für 500 fl. durch Landgraf Hermann9. Bürge Landgraf Hermanns 1386 Mai 12 in dessen Waffenstillstand10 und 1387 September 10 in dessen Friedensschluß mit Erzbischof Adolf von Mainz, Herzog Otto von Braunschweig und Markgraf Balthasar von Meißen11. Heimlicher 138612. Amtmann in Kassel 1385 bis 138813. Gehört zu den Räten, vor denen 1390 März 27 Ritter Eckebrecht von Grifte und Heinrich von Uschlag über die hochverräterischen Beziehungen Kasseler Patrizier zu Markgraf Balthasar von Meißen aussagen14. Ist 1391 Juli 4 beigeordneter Richter des landgräflichen Gerichtes in dieser Sache15. – Groppe war der Schwiegersohn des Ritters Konrad v. Büches und seiner Frau Grete, geb. Löw v. Steinfurt, die ihre Tochter Florette mit jenen 500 fl. ausgestattet hatten, die ihnen von Landgraf Hermann auf den Zoll zu Grünberg verschrieben worden waren. 1385 Juli 31 bitten sie den Landgrafen, diese Verschreibung auf Groppe zu übertragen16. Da Ritter Wilhelm Löw v. Steinfurt, Gretes Bruder, ihr und ihrem Manne die gen. 500 fl. auf ihre Grünberger Verschreibung leiht, verkaufen sie ihm dafür 1386 April 24 ihren Hof zu Bingenheim auf dem Graben beim Wolfskehlschen Hof17.
Nachweise
Fußnoten
- Nicht von Fleckenbühl, wie Küch, Landgraf Hermann II. (ZHG 29, 1894) S. 28 meint. ↑
- Demandt, Fritzlarer Rechtsquellen Nr. 261 Anm. 7. ↑
- Baur, Hessische Urkunden I Nr. 1054. ↑
- Rechn. I, Marburg (73/. Bl. 19). Der Marburger Rentmeister bezahlt für den Landgrafen, Groppe und Wiegand [Riedesel] je 14 Tn. für Lederhosen (lersin). Am 24. September mit Otto von Treysa, [Poppo v.] Eberstein und dem Schreiber Johann [Rimph] in der Begleitung des Landgrafen (ebd. Bl. 24v.). ↑
- Eckhardt, Oberhessische Klöster II Nr. 623. ↑
- An diesem Tage bürgt er für den Landgrafen bei einem Kölner Kaufmann, der goldenes, silbernes und Kamelot-Tuch im Werte von 78 fl. an den Landgrafen geliefert hatte (Urkk., Gen.-Rep. Groppe v. Gudenburg). ↑
- Urkk., Quittungen. ↑
- Ebd. ↑
- Baur, Hessische Urkunden I Nr. 1131. ↑
- Cod. Dipl. Saxoniae I B 1 Nr. 177. ↑
- Friedensburg, Landgraf Hermann II. (ZHG 21, 1885) Beilage 18. ↑
- In diesem Jahre ist er vielfach als Teilnehmer wichtiger politischer Missionen bezeugt. Vgl. Küch, Landgraf Hermann II. (29, 1894) S. 28, 42 ff., 56. ↑
- Landau, Ritterburgen IV S. 241. S. dazu Thiele Wolff v. Gudenburg. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Cassel. ↑
- Ebd. Notariatsinstrument von 1391 Dezember 26. Vgl. auch die hessischen Congeries (ZHG 7, 1858 S. 333). ↑
- Baur, Hessische Urkunden I Nr. 1159. ↑
- Ebd. I Nr. 1171. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 271 f., Nr. 918
- Eckhardt, Die oberhessischen Klöster II: Regesten und Urkunden, Marburg 1967
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 80
- Landau, Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer, Bd. 4, Kassel 1839
- Demandt (Bearb.), Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Fritzlar im Mittelalter, Marburg 1939
- Friedensburg, Landgraf Hermann II. der Gelehrte von Hessen und Erzbischof Adolf I. von Mainz 1373–1390, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 21 (1885)
- Küch, Beiträge zur Geschichte des Landgrafen Hermann II. von Hessen, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 29 (1894), S. 1-216
- Baur, Hessische Urkunden, Bd. 1: Die Provinzen Starkenburg und Oberhessen von 1016-1399 enthaltend, Darmstadt 1860
- Nebelthau, Die hessische Congeries, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 7 (1858), S. 309-384
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„Groppe von Gudenburg, Otto“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20347_groppe-von-gudenburg-otto> (aufgerufen am 16.04.2026)
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