Fritzlar, Wilhelm
belegt seit
1500 belegt bis
18.3.1520 Beruf
Goldschmiedemeister, Münzmeister GND-Explorer
1392761050Wirken
Lebensorte
Kassel
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Goldschmiedemeister, fertigt 1500 für Landgraf Wilhelm II. das [neue, große] Siegel und zwei Sekrete an1, quittiert 1512 Oktober 19 dem Kammerschreiber über 3 fl. für ein silberen vergult oper, ist gewesen ein zceychen der helgen funf wunden in der sunnen, das die Landhofmeisterin hat anfertigen lassen2, ist 1511 September 2 Münzwardein3. Anfang März 1516 erklärt er sich bereit, nachdem er vom Kammerschreiber 954 fl. erhalten hat, damit dem Landgrafen als Münzmeister zu Hessen die Münze zu halten und zu regieren4. 1516 August 12 bürgen für ihn Peter Witzel gen. Roithfuß, Bürger zu Homberg, und Hans Gilbrecht, Bürger zu Kassel, für ihren Schwiegersohn und Schwager Wilhelm [den] Goldschmied, jetzt Münzmeister zu Kassel, den Landgräfin Anna und die verordneten Räte, die muntz fur sich selbst zu bestellen, angenommen und ihm dafür 1000 fl. geliehen haben5. 1516 September 8 quittiert Wilhelm Fritzlar als Münzmeister dem Kammerschreiber über den Empfang dieser 1000 fl.6. 1520 März 18 erneuert Landgraf Philipp die Bestallung zum Münzmeister. Fritzlar muß die Probationstage der rheinischen Kurfürsten auf eigene Kosten besuchen, erhält einmal im Jahr Hofkleidung und dazu Zollfreiheit für den Wein oder das Einbecker Bier, das er mit seinen Gesellen in der Münze braucht7.
Goldschmiedemeister, fertigt 1500 für Landgraf Wilhelm II. das [neue, große] Siegel und zwei Sekrete an1, quittiert 1512 Oktober 19 dem Kammerschreiber über 3 fl. für ein silberen vergult oper, ist gewesen ein zceychen der helgen funf wunden in der sunnen, das die Landhofmeisterin hat anfertigen lassen2, ist 1511 September 2 Münzwardein3. Anfang März 1516 erklärt er sich bereit, nachdem er vom Kammerschreiber 954 fl. erhalten hat, damit dem Landgrafen als Münzmeister zu Hessen die Münze zu halten und zu regieren4. 1516 August 12 bürgen für ihn Peter Witzel gen. Roithfuß, Bürger zu Homberg, und Hans Gilbrecht, Bürger zu Kassel, für ihren Schwiegersohn und Schwager Wilhelm [den] Goldschmied, jetzt Münzmeister zu Kassel, den Landgräfin Anna und die verordneten Räte, die muntz fur sich selbst zu bestellen, angenommen und ihm dafür 1000 fl. geliehen haben5. 1516 September 8 quittiert Wilhelm Fritzlar als Münzmeister dem Kammerschreiber über den Empfang dieser 1000 fl.6. 1520 März 18 erneuert Landgraf Philipp die Bestallung zum Münzmeister. Fritzlar muß die Probationstage der rheinischen Kurfürsten auf eigene Kosten besuchen, erhält einmal im Jahr Hofkleidung und dazu Zollfreiheit für den Wein oder das Einbecker Bier, das er mit seinen Gesellen in der Münze braucht7.
Nachweise
Fußnoten
- Rechn. I, Gudensberg (61/16 Bl. 12). Es handelt sich dabei um die nach dem Regierungsantritt Landgraf Wilhelms II. in ganz Hessen (nach dem Tode Landgraf Wilhelms III.) erforderlichen neuen Siegel. Fritzlar dürfte damals noch in Fritzlar gewohnt haben. 1500 März 20 hatte der Landgraf noch sein alt furstlich ingesegel verwendet (Demandt, Katzenelnbogener Rheinzollerbe Nr. 35). ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12c/2 Bel.). ↑
- Rechn. I, Ziegenhain (121/8 Bl. 14): Philips [Hogelin] der monzemeister und Wilhelme der wardein. ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (14/3 Bel.). ↑
- Urkk., Samtarchiv Nachtr. 2,37. ↑
- Die Quittung Fritzlars ist auf die Bürgschaftsurkunde aufgeklebt. ↑
- Kopiar 22 Bl. 98. ↑
Quellen
Literatur
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Fritzlar, Wilhelm“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20028_fritzlar-wilhelm> (aufgerufen am 16.04.2026)
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