Eschwege, Kurt von
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Eschwege, Konrad%von
Familie
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Eschwege, Heinrich von <Bruder>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Reisiger im Geleitsdienst Landgraf Heinrichs III. 1467 September 31. 1469 November 13 verschreibt Landgraf Heinrich den Brüdern Kurt und Heinrich von Eschwege für 600 fl. eine Rente von 36 fl. aus den Gefällen des Amtes Schmalkalden2. Im Dienst Landgraf Heinrichs 1472 Mai 133, Teilnehmer am Neußer Zug 1474/754, auf dem er offenbar eine Kommandostelle innehatte, da er immer wieder bei den Soldabrechnungen siegelt5. 1476 August 22 rechnet der Hofmeister mit Eschwege über die letzten 5 Jahre im Dienst des Landgrafen ab, von denen ihm erst ein Jahr vergütet worden ist, so daß eine Restschuld von 96 fl. bleibt6. Er erhielt also einen Sold von 24 fl. jährlich. Rat Landgraf Heinrichs III. 1479 Mai 217, 1482 April 248. Wird 1480 Mai 4 zum Amtmann in Neukirchen auf Lebenszeit bestellt und erhält dafür die Mühle zu Neukirchen, die er in Bau und Besserung halten und versorgen soll, 60 fl. vom Dienstgeld daselbst, 60 Vt. vom Diensthafer, den Vogthafer im Gericht, 42 Vt. Hufenkorn, die in der Stadt Neukirchen fällig sind, 42 Vt. Hufenhafer ebendort, 7 Kühe aus dem Gericht, 20 Hämmel von den dort fälligen Weidehämmeln, den Salzzoll, die geringe Buße, den Flachszehnten, die Hühner daselbst und 1 Vt. Öl, was ihm alles der dortige Schultheiß reichen soll9. Rat Landgraf Wilhelms III. während der Vormundschaft 1483, 1487 Januar 2610, Amtmann und Rat Landgraf Wilhelms III. 1490 Februar 2611, 1498 November 2312. Im Kanzleigericht zu Marburg 1487 Juni 2413, 1491 April 614, 1496 Mai 915, 1491 April 22 unterzeichnen Eberhard Schenk zu Schweinsberg und Kurt von Eschwege als Hauptleute16. 1496 Dezember 22 gibt er zusammen mit dem Haushofmeister dem Erzbischof von Magdeburg Geleitschutz17. 1497 Juli 18 verschreibt Landgraf Wilhelm III. ihm und seiner Frau Anna für eine Schuldforderung von 800 fl. eine Rente von 48 fl. von der Stadt Nidda18 und am gleichen Tage für eine Schuld von 600 fl. eine Rente von 36 fl. von den Städten Marburg, Gießen und Grünberg19. 1500 Februar 25 ist er von Landgraf Wilhelm II. zusammen mit Sittich von Berlepsch abgeordnet zur Besetzung der Burg Reichenberg in der Niedergrafschaft (gegen die Ansprüche Kurtriers)20. Amtmann zu Neukirchen 1501 Juli 2221, Rat Landgraf Wilhelms II. (1502)22.
Reisiger im Geleitsdienst Landgraf Heinrichs III. 1467 September 31. 1469 November 13 verschreibt Landgraf Heinrich den Brüdern Kurt und Heinrich von Eschwege für 600 fl. eine Rente von 36 fl. aus den Gefällen des Amtes Schmalkalden2. Im Dienst Landgraf Heinrichs 1472 Mai 133, Teilnehmer am Neußer Zug 1474/754, auf dem er offenbar eine Kommandostelle innehatte, da er immer wieder bei den Soldabrechnungen siegelt5. 1476 August 22 rechnet der Hofmeister mit Eschwege über die letzten 5 Jahre im Dienst des Landgrafen ab, von denen ihm erst ein Jahr vergütet worden ist, so daß eine Restschuld von 96 fl. bleibt6. Er erhielt also einen Sold von 24 fl. jährlich. Rat Landgraf Heinrichs III. 1479 Mai 217, 1482 April 248. Wird 1480 Mai 4 zum Amtmann in Neukirchen auf Lebenszeit bestellt und erhält dafür die Mühle zu Neukirchen, die er in Bau und Besserung halten und versorgen soll, 60 fl. vom Dienstgeld daselbst, 60 Vt. vom Diensthafer, den Vogthafer im Gericht, 42 Vt. Hufenkorn, die in der Stadt Neukirchen fällig sind, 42 Vt. Hufenhafer ebendort, 7 Kühe aus dem Gericht, 20 Hämmel von den dort fälligen Weidehämmeln, den Salzzoll, die geringe Buße, den Flachszehnten, die Hühner daselbst und 1 Vt. Öl, was ihm alles der dortige Schultheiß reichen soll9. Rat Landgraf Wilhelms III. während der Vormundschaft 1483, 1487 Januar 2610, Amtmann und Rat Landgraf Wilhelms III. 1490 Februar 2611, 1498 November 2312. Im Kanzleigericht zu Marburg 1487 Juni 2413, 1491 April 614, 1496 Mai 915, 1491 April 22 unterzeichnen Eberhard Schenk zu Schweinsberg und Kurt von Eschwege als Hauptleute16. 1496 Dezember 22 gibt er zusammen mit dem Haushofmeister dem Erzbischof von Magdeburg Geleitschutz17. 1497 Juli 18 verschreibt Landgraf Wilhelm III. ihm und seiner Frau Anna für eine Schuldforderung von 800 fl. eine Rente von 48 fl. von der Stadt Nidda18 und am gleichen Tage für eine Schuld von 600 fl. eine Rente von 36 fl. von den Städten Marburg, Gießen und Grünberg19. 1500 Februar 25 ist er von Landgraf Wilhelm II. zusammen mit Sittich von Berlepsch abgeordnet zur Besetzung der Burg Reichenberg in der Niedergrafschaft (gegen die Ansprüche Kurtriers)20. Amtmann zu Neukirchen 1501 Juli 2221, Rat Landgraf Wilhelms II. (1502)22.
Nachweise
Fußnoten
- Rechn. I, Gießen (51/4 Bl. 26). – Er erhält 6 ½ fl. 7 ½ alb. Abschlag auf sein Dienstgeld (Rechn. I, Marburg Kammerschreiber 2/1 Bl. 34). ↑
- Urkk., Passiv-Schuldverschreibungen: von Eschwege. ↑
- Rechn. I, Driedorf (39/6 Bl. 2v.). ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (3/2 Bel. zu 1475 Juli 13). ↑
- Vgl. die in den RR verzeichneten Belege. ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (3/6 Bel. zu 1476 August 22). ↑
- Gundlach III S. 61 zitiert: Eschweger Schultheißenrechnung. – Im August d. J. begleitet er den Landgrafen bei der Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen (Demandt, Katz. Regg. 6282/22, 23). ↑
- Rechn. I, Ziegenhain (118/15 Bl. 4v.). ↑
- Urkk., Bestallungen. ↑
- Urkk., Depos. der Stadt Marburg. ↑
- Urkk., Kloster Immichenhain. – Kopiar 17 Nr. 40. ↑
- Rechn. I, Borken (34/26 Bl. 18 und 27v.). ↑
- Siehe Anm. 10. ↑
- Kopiar 58 Nr. 5. ↑
- Kopiar 58 Nr. 170. ↑
- Rechn. I, Butzbach (36/5b Bel.). 1492 erhält Eschwege eine der beiden Pirscharmbrüste mit tzcheschlosser, die der Eppsteiner Armbrüster Kaspar angefertigt hatte. Sie kosteten 7 fl. Die anderen behielt der Landgraf (Rechn. I, Eppstein 43/7). ↑
- Rechn. I, Friedewald (50/1 Bl. 45v.). ↑
- Kopiar 15 Nr. 79. ↑
- Kopiar 15 Nr. 81. ↑
- Best. 2, IV B Staatenabteilung: Trier. Das Erzstift forderte die Burg nach dem Tode Landgraf Wilhelms III. (vergeblich) als ein heimgefallenes Lehen zurück. ↑
- Kopiar 5 fol. 124v. (Nr. 10/22=RK Nr. 992 G). ↑
- Gundlach II Nr. 22. ↑
Quellen
- HStAM Bestand K Nr. 5
- HStAM Bestand K Nr. 15
- HStAM Bestand K Nr. 17
- HStAM Bestand K Nr. 58
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 50/1
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 2/1
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 118/15
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 34/26
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 39/6
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 3/2
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 3/6
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 36/5
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 51/4
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 197, Nr. 632.
- Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486, Bd. 3: Rechnungen, Besitzverzeichnisse, Steuerlisten und Gerichtsbücher 1295–1486, Wiesbaden 1956
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 2: Urkunden und Akten, Marburg 1932
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 61
Nachnutzung
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Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Eschwege, Kurt von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/19631_eschwege-kurt-von> (aufgerufen am 21.04.2026)
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