Bicken, Philipp von
Familie
Vater
Bicken, Philipp von, belegt 1443-1472, Amtmann
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, Sohn Philipps, mit diesem 1463 April 21/22 im Dienst Graf Johanns IV. von Nassau1, ist 1483 Februar 15 (solmsischer) Amtmann zu Hohensolms und unternimmt in diesem Jahr mit Graf Johann von Solms eine Pilgerfahrt ins Hl. Land2. Ist als Amtmann zu Solms und Königsberg 1486 November 3 solmsischer Schiedsmann in Streitigkeiten um die Weiseler Mark3. 1488 Februar 1 verleiht ihm Landgraf Wilhelm I. die Weidelsburg als Erbburglehen4, als deren Pfandinhaber er 1490 Januar 31 bezeichnet wird5. 1490 Juli 26 erklärt er sich gegenüber den Beauftragten Landgraf Wilhelms II. bereit, die Ablösungssumme von 600 fl. anzunehmen6. 1489 Oktober 23 leiht er Landgraf Wilhelm III. 1000 fl. gegen eine Jahresgülte von 50 fl. von der Stadt Marburg7. 1497 November 4 weilt er im Gefolge der Gräfin [Elisabeth] von Nassau zum Empfang der Braut Landgraf Wilhelms II, Herzogin Jolanthe von Lothringen, in Fritzlar8. 1500 Januar 29 stimmt Landgraf Wilhelm III. dem Verkauf des Schlosses und Ortes Friedewald (Westerwald) durch den † Grafen Sebastian von Sayn an Bicken für 2500 fl. zu9. 1517 Juli 29 quittieren die Brüder Philipp der Ältere und Eberhard von Bicken über 100 fl. Zins, die ihnen am 24. Juni fällig waren10.
Ritter, Sohn Philipps, mit diesem 1463 April 21/22 im Dienst Graf Johanns IV. von Nassau1, ist 1483 Februar 15 (solmsischer) Amtmann zu Hohensolms und unternimmt in diesem Jahr mit Graf Johann von Solms eine Pilgerfahrt ins Hl. Land2. Ist als Amtmann zu Solms und Königsberg 1486 November 3 solmsischer Schiedsmann in Streitigkeiten um die Weiseler Mark3. 1488 Februar 1 verleiht ihm Landgraf Wilhelm I. die Weidelsburg als Erbburglehen4, als deren Pfandinhaber er 1490 Januar 31 bezeichnet wird5. 1490 Juli 26 erklärt er sich gegenüber den Beauftragten Landgraf Wilhelms II. bereit, die Ablösungssumme von 600 fl. anzunehmen6. 1489 Oktober 23 leiht er Landgraf Wilhelm III. 1000 fl. gegen eine Jahresgülte von 50 fl. von der Stadt Marburg7. 1497 November 4 weilt er im Gefolge der Gräfin [Elisabeth] von Nassau zum Empfang der Braut Landgraf Wilhelms II, Herzogin Jolanthe von Lothringen, in Fritzlar8. 1500 Januar 29 stimmt Landgraf Wilhelm III. dem Verkauf des Schlosses und Ortes Friedewald (Westerwald) durch den † Grafen Sebastian von Sayn an Bicken für 2500 fl. zu9. 1517 Juli 29 quittieren die Brüder Philipp der Ältere und Eberhard von Bicken über 100 fl. Zins, die ihnen am 24. Juni fällig waren10.
Nachweise
Fußnoten
- Demandt, Katz. Regg. Nr. 5240. ↑
- Struck, Wetzlar Nr. 1084; Röhricht S. 164. ↑
- Baur, Hessische Urkunden IV Nr. 252. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Weidelsburg. ↑
- Ebd. ↑
- Ebd. Vgl. dazu Rechn. I, Spangenberg (100/1 Bl. 17v.) zu 1490 August 26: 4 Ib. 6 s. Krehans und Hermanus vertzert mit 2 pferden, als sie hern Philipsen von Bicken die dryhundert gulden brachten des Weydelbergs halben gein Hoensolms. – Philipp saß also noch immer als Amtmann auf Hohensolms. – Siehe auch unter Otto von Linne. ↑
- Küch, Marburger Rechtsquellen I Nr. 139. Der Landgraf verwendet das Kapital hauptsächlich zum Brautschatz seiner Schwester Mechthild, Gemahlin Herzog Johanns von Cleve. – 1493 November 6 quittiert Philipp der Stadt Marburg über die ihm dort jährlich fällige Rente von 50 fl. (Rechn. I, Marburg Kammerschreiber 4/10 Bel.). ↑
- Rechn. I, Gudensberg (61/13 II Bl. 17v.). ↑
- Kopiar 15 Nr. 203. ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (14a/4 Bel.). Es siegelt sein Schwager Peter von Treisbach, Hofrichter zu Hessen. ↑
Quellen
Literatur
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 56, Nr. 319
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 57, Nr. 198
- Struck, Urkundenbuch der Stadt Wetzlar III: Das Marienstift zu Wetzlar im Spätmittelalter. Regesten 1351–1500, Marburg 1969
- Küch, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg, Bd. 1, Marburg 1918
- Röhricht, Die Deutschen im Heiligen Lande, Innsbruck 1894
- Baur, Hessische Urkunden, Bd. 4: Die Urkunden von 1400 bis 1500 enthaltend, Darmstadt 1866
- Baur, Hessische Urkunden, Bd. 1: Die Provinzen Starkenburg und Oberhessen von 1016-1399 enthaltend, Darmstadt 1860
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Bicken, Philipp von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/19043_bicken-philipp-von> (aufgerufen am 15.04.2026)
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