Rosenheim, Jakob
Andere Namen
Weitere Namen
Rozenhaim, Yaʿaḳov
Rozenhaym, Yaʿaḳov
Rozenhaym, Ya'akov
Wirken
Werdegang
- deutsch-jüdische Eltern
- 1878 Realschule der Israelitischen Religionsgesellschaft Frankfurt am Main
- 1886 Abitur
- ab 15.5.1886 Lehrling im privaten Bankhaus Emanuel Schwarzschild (1825-1986)
- 1893 Liquidierung des Bankhauses
- 1.1.1894-1895 Volontär bei der Frankfurter Verlagsfirma und Sortimentsbuchhandlung „Carl Jügels Nachf.“ (am Rosenmarkt, Inhaber Moritz Abendroth (1844-1918), evangelisch)
- Umzug nach Berlin, Volontär beim S. Fischer Verlag
- 1895 Rückkehr nach Frankfurt
- 15.10.1895 Gründung des Verlages J. Rosenheim (Königswarterstraße 11, Frankfurt), bis 1910 bestehend
- 1897 Eheschließung mit Gertrude Strauss aus Karlsruhe
- ab 1906 Herausgeber der Wochenzeitung 'Der Israelit', bedeutender Führer der Trennungsorthodoxie (Gegründet von S. R. Hirsch (1808-1888)), Reorganisation der 1888 zerfallenen und 1886 gegründeten Landesorganisation 'Freie Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums' gemeinsam mit Naftali Hirsch (1844-1903)
- bis 1929 Präsident der Weltorganisation der Agudas Jisroel
- Anfang des 20. Jahrhunderts bis zum Nationalsozialismus Tätigkeiten in der Verwaltung der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- 1935 Emigration nach England, 1941 in die USA, 1949 nach Israel
Werke
- Beiträge zur Orientierung im jüdischen Geistesleben der Gegenwart, 1920
- Abrahamitisches oder mosaisches Judentum, 1924
- Aphorismen zur Grundlegung der jüdischen Ethik
- Die Wurzel der Aesthetik
- Zusammenschluß der Thoratreuen
Lebensorte
Frankfurt am Main; Berlin; Israel
Familie
Vater
Rosenheim, Eduard Elias, geboren Hoffenheim 1837, gestorben Frankfurt am Main 27.12.1915, 78 Jahre alt, Bankangestellter, Sohn des Jacob Rosenheim und der Caroline Hermann
Mutter
Kauffmann, Charlotte, geboren 9.9.1851, Heirat 31.12.1869, Frankfurterin, Tochter von Isaak Kauffmann (hebräischer Buchhändler, aus Buchsweiler/Elsaß stammend)
Partner
Strauss, Gertrude, Eheschließung 1897, aus Karlsruhe stammend
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 903 Nr. 8846 (Standesregister Stadt Frankfurt, Geburtsnebenregister, 1870, Nr. 2344)
- HStAM Bestand 903 Nr. 10749 (Frankfurt V, Sterbenebenregister, 1915, Nr. 1976)
Literatur
- Neue deutsche Biographie, Bd. 22, Berlin 2005, S. 68 f. (Andreas Brämer)
- Frankfurter Biographie, Bd. 2, Frankfurt am Main 1996, S. 212 f. (Reinhard Frost)
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 377-379
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rosenheim, Jakob“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18632_rosenheim-jakob> (aufgerufen am 18.04.2026)
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