Nikolaus Röther (Röder) 1665, Homburg

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Ortsname
Bad Homburg
Landkreis
Hochtaunuskreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Bad Homburg, ehem. Evangelische Pfarrkirche

Angaben zum Standort

Ursprünglich befand sich der Inschriftenträger wohl in der 1680 abgerissenen Pfarrkirche und kam dann auf den 1692 einplanierten Kirchhof2)#Stubenvoll, Kirche 15; Rowedder, Bad Homburg 350.

Heutiger Aufbewahrungsort

Angaben zum Aufbewahrungsort

Ist heute an der östlichen Außenwand der Schlosskirche aufgerichtet.

Merkmale

Datierung

1665

Typ

Material

Erhaltung

erhalten

Größe

64 x 111 cm (B x H)

Größe der Buchstaben

3-4,5 cm

Beschreibung

Grabstein des Nikolaus Röther (Röder).1) Die Platte aus gelbem Sandstein zeigt unter einem abgesetzten dreieckigen Giebel, in dessen Zwickel Voluten eingesetzt sind, ein erhöhtes Feld mit dem Wappen des Verstorbenen oben in der Mitte und darunter die in elf Zeilen eingehauene Grabinschrift. Die untere Zone ist freigelassen. Die abgewitterte Plattenoberfläche ist auf der rechten Seite beschädigt, alle Buchstaben sind mit dunkler Farbe nachgezogen worden. Die Volutenrahmung auf den Längsseiten ist links beschädigt, rechts ganz verloren. Worttrenner (und auch Kürzungszeichen) sind Dreiecke.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Stand

Enthaltene Wappen

Röther (Röder)3)#Ein erhaben gearbeitetes halbkreisförmiges Objekt (?), darunter die Initialen N(ICOLAVS) · R(ÖTHER).

Dargestellte Personen

Röther war seit 1636 Stadtschultheiß und damit fürstlicher Beamter, dem Stadtbeamte, zwei Bürgermeister und die Stadtknechte unterstellt waren.4) Die fünf erwähnten Kinder des Verstorbenen wurden ausweislich des Homburger Ev. Kirchenbuchs zwischen 1637 und 1645 geboren.5) Nur die Tochter Susanna heiratete 1657 in Homburg, die anderen Kinder sind offenbar von dort weggezogen, da für sie keine späteren Eintragungen mehr vorliegen. Ihre Mutter Anna Maria starb 1689 im Alter von 88 Jahren.

Sonstiges

Die beiden ersten Zeilen der Inschrift sind durch größere Buchstaben akzentuiert. Nexus litterarum kommt teilweise über drei Buchstaben hinweg vor, wobei das I nur durch einen Punkt über der jeweiligen linken oder rechten Haste des vorherigen oder folgenden Buchstaben gekennzeichnet ist. Mehrfach ist der Schrägschaft beim N geschwungen, allerdings nur in der größeren Schrift der beiden ersten Zeilen, S sind vielfach, aber nicht einheitlich stark nach rechts geneigt.

Inschrift

Umschrift

AN͜NO // 1665 / IST IN CH͜RISTO ENT/SCH͜LA͜FFEN H͜ERR N͜ICOLA͜V¨S
/ RÖTH͜ER P(HILOSOPHIAE) · M(AGISTER) · FV¨RSTLICH(ER) /
GEW͜ESEN͜ER STATT · SCHV͜LT͜H͜EIS / I͜N HOM͜BVRG͜K4, SO · 34 ·
IAH͜R IM / EH͜ESTAN͜D GELEBET DA͜RI͜N͜N͜EN · 2 / SÖH͜N VN͜D 3 ·
TÖCHTER ER=/ZEVH͜ED5 SEI͜N͜ES A͜LTERS 75 / IAH͜R GOTT
VERLEI͜H͜E I͜H͜M EI͜N͜E / FRÖLICH͜E A͜VFFERSTH͜EHVNG · / <– – –>

Schrift

Nachweise

Fußnoten

  1. VSSG Inv.-Nr. 3.1.55. ↑
  2. Vgl. Lotz, Geschichte Bad Homburg II 386–388 zum Schultheißenamt, 387 (Röther in der Liste der Schultheißen der Landgrafenzeit 1616–1836). ↑
  3. Vgl. zu Röther und seiner Familie Grünewald, Friedrich der Ältere 66 u. 75 (Schultheiß Röther als Gesandter Landgraf Friedrichs I. in den Jahren 1636 u. 1637) u. Bringezu. ↑
  4. Nicht CK dicht aneinander geschrieben, das K braucht hier einen Schaft zum Nexus, auch wäre der Bogen eines C stärker geöffnet, mithin flacher. ↑
  5. Sic! Für ERZEVGET. ↑

Literatur

Bearbeitung

Indizes

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Nikolaus Röther (Röder) 1665, Homburg“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2538_nikolaus-roether-roeder-1665-homburg> (aufgerufen am 01.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/2538