Margareta Zubrod 1628, Eppstein

19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Ortsname
Eppstein
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Eppstein, Evangelische Pfarrkirche

Angaben zum Standort

Das Original des Steins befand sich früher in der westlichen Außenfassade rechts neben dem Eingang, wo es von Picard lokalisiert wurde.

Heutiger Aufbewahrungsort

Angaben zum Aufbewahrungsort

Die Platte befindet sich heute im Inneren der Kirche an der Seitenwand der Empore; eine Kopie des Steines ist an der westlichen Außenfassade rechts neben dem Eingang aufgehängt.

Merkmale

Datierung

1628

Typ

Material

Erhaltung

teilweise erhalten

Größe

65 x 96 cm (B x H)

Größe der Buchstaben

(A) 3,5, (B) ca. 2 cm

Beschreibung

Epitaph der Margareta Zubrod. Hochrechteckige Platte aus rotem Sandstein. Auf dem Rand der Platte läuft die Grabinschrift (A) im Uhrzeigersinn mit Beginn links oben um. Im Feld befindet sich oben ein Kruzifix mit Titulus (B) sowie fünf gleichfalls reliefierte Wappenschilde, von denen je zwei in den oberen und unteren Feldecken sowie eines am Kreuzfuß angeordnet sind. Die untere Zeile ist vollständig abgewittert.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Enthaltene Wappen

Zubrod2)#Ein Balken mit einem von einem Pfeil waagerecht durchbohrten Herz, oben ein halber gekrönter Adler, unten eine Maus (?).
Harnisch (?)3)#Hausmarke, begleitet von zwei Rosetten, vgl. Anhang Nr. 18.
unbekannt4)#Hausmarke (?), vgl. Anhang Nr. 19.
unbekannt5)#Ein Schrägfluss.

Dargestellte Personen

Laut Eintrag ins Eppsteiner Ev. Kirchenbuch verschied Margareta Zubrod am „14 januarij morgens zwischen 2 vnd 3 Vhr“.6) Am 17. Januar wurde ihr Leichnam „christlich vnd Ehrlich begraben neben die Stadtkirchen“; Pfarrer Johannes Gereum (vgl. Kat.-Nr. 288), der mit der Familie eng verbunden war – Johann Michael Zubrod war Pate der Pfarrerskinder7) – fügte seinem Eintrag die Notiz „animula eius in benedictione domini“ hinzu. Zwar nennt die Grabinschrift das Alter des Mädchens, ein Geburtseintrag zum fraglichen Jahr 1615 bzw. der umgebenden Jahre fehlt jedoch; die Taufe, Patin war die gleichnamige Frau des Pfarrers, ist aber zum 25. Oktober 1627 vermerkt; deshalb kann das Alter nur 13 Wochen (!) bedeuten,8) eigentlich 11 Wochen und 5 Tage. Der Angabe der Inschrift nähert man sich noch besser an, wenn man als Tauftag den 21. Oktober 16279) akzeptiert, wodurch sich ein Alter von 12 Wochen und 2 Tagen ergibt.
Johann Michael Zubrod aus einer Beamtenfamilie in Petterweil, Sohn des solms-laubachischen Amtskellers Antonius Zubrod, hatte schon eine Karriere als Schultheiß in mehreren hessischen Herrschaften hinter sich, als er 1622 zusätzlich Forstmeister in der hessischen Herrschaft Eppstein wurde. Er war mit der Tochter des Delkenheimer Schultheißen Christine Harnisch verheiratet und hatte mit ihr fünf Kinder; Zubrod starb 1643 in Delkenheim, wohin er 1630 gezogen war.10)

Inschrift

Umschrift

A A(NN)o6 MDC · XXVIII . DEN XV IAN(VARII) STA͜RB MARG/ETA7
Z ­VBROTIN H͜ERN H͜ESSISCH͜EN FORST[MEI]STERS [JOHAN / MI-
CHAEL ZVBROTS TÖCHTERLIN] / S[EINES] ALTERS DREIZEN DER
SEL GOT GENADE
B I(ESVS) N(AZARENVS) R(EX) I(VDEORVM)1)

Kommentar

Erg. nach Dieffenbach (A).

Schrift

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Margareta Zubrod 1628, Eppstein“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2503_margareta-zubrod-1628-eppstein> (aufgerufen am 03.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/2503