Bernhard von Mansbach nach 1560–3. V. 16. Jh.?, Mansbach

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Ortsname
Mansbach
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Mansbach (Hohenroda), Ev. Kirche.

Heutiger Aufbewahrungsort

Angaben zum Aufbewahrungsort

Das ädikulaartige Denkmal aus gelbgrauem Sandstein steht heute an der Nordwand des Chores.

Merkmale

Datierung

nach 1560–3. Viertel 16. Jahrhundert?

Typ

Material

Erhaltung

erhalten

Größe

100 x 330 cm (B x H)

Größe der Buchstaben

4 (B) cm

Beschreibung

Epitaph des Bernhard von Mansbach. In der Nische kniet der vollgerüstete Ritter ohne Helm in Gebetshaltung auf einem Löwen links neben dem Fuß des Kreuzes, das den Titulus (A) trägt. Rechts vom Kreuzesfuß ist sein Helm abgestellt. Links seines Fußes schlängelt sich eine Schlange. Im Rücken des Ritters knien die beiden deutlich kleineren Figuren von zwei Söhnen in Rüstungen. Die flankierenden floral geschmückten Pilaster, die nicht auf dem Sockel ruhen, sondern ab der Mitte in der Luft schweben, tragen jeweils zwei Wappenschilde. Den Aufsatz schmückt ein großes Vollwappen. Die Grabinschrift (B) ist im Sockel angebracht.
Die Inschrift zeigt eine wenig entwickelte Fraktur, die der gotischen Minuskel noch sehr nahe steht. Von den Versalien zeigen nur E und M die für die Fraktur charakteristischen Schwellzüge und Schaftverdoppelungen, während A und I noch aus der gotischen Majuskel abgeleitet sind. Bei den Gemeinen weisen nur f und langes s, die jeweils bis unter die Grundlinie gezogen sind, sowie g und h Schwellzüge auf. Bei c und o sind die Brechungen der Bögen zu Rundungen aufgelöst.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Stand

Dargestellte Personen

Bernhard war der älteste von acht Söhnen Ludigers (III.) von Mansbach und der Margareta von Eberstein (Nr. 151).2) Weder sein Geburtsdatum noch sein Todesdatum sind überliefert, doch wird er in der Grabinschrift für seinen Vater, der 1560 starb, noch als lebend erwähnt. Da das Todesdatum in der Inschrift offengelassen wurde, ist das Denkmal noch zu Lebzeiten Bernhards und damit nach 1560 errichtet worden.
Die Darstellung auf dem Epitaph zeigt Bernhard zusammen mit zwei Söhnen aber ohne deren unbekannte Mutter. Möglicherweise war der Tod seiner Frau der Anlaß für Bernhard, auch sein eigenes Grabmal in Auftrag zu geben. Das Ensemble muß nicht vollständig überliefert sein.

Inschrift

Umschrift

A I(ESVS) N(AZARENVS) R(EX) I(VDEORVM)1)
B An(n)o 15<..> den <……> Iin3 gott sellich End/schlaffen der Edell vnd
Ernuest Bernhard von / vnd zu Mansbach dem gott genedig / vnd
Barmhertzig sein wolle Amen

Schrift

Nachweise

Fußnoten

  1. Kneschke Adels-Lexicon Bd. 6, 118. Zur Ahnenprobe vgl. das Epitaph des Vaters. ↑
  2. Nach Joh 19,19. ↑
  3. Sic! ↑

Literatur

Bearbeitung

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Bernhard von Mansbach nach 1560–3. V. 16. Jh.?, Mansbach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2269_bernhard-von-mansbach-nach-1560-3-v-16-jh-mansbach> (aufgerufen am 03.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/2269

Abb. 116: Bernhard von Mansbach nach 1560–3. V. 16. Jh.?, Mansbach – Nr. 187