Bernhard von Mansbach nach 1560–3. V. 16. Jh.?, Mansbach

Abb. 116: Bernhard von Mansbach nach 1560–3. V. 16. Jh.?, Mansbach – Nr. 187
Standort
Gebäude / Areal
Mansbach (Hohenroda), Ev. Kirche.
Heutiger Aufbewahrungsort
Angaben zum Aufbewahrungsort
Das ädikulaartige Denkmal aus gelbgrauem Sandstein steht heute an der Nordwand des Chores.
Merkmale
Datierung
nach 1560–3. Viertel 16. Jahrhundert?
Typ
Material
Erhaltung
erhalten
Größe
100 x 330 cm (B x H)
Größe der Buchstaben
4 (B) cm
Beschreibung
Epitaph des Bernhard von Mansbach. In der Nische kniet der vollgerüstete Ritter ohne Helm in Gebetshaltung auf einem Löwen links neben dem Fuß des Kreuzes, das den Titulus (A) trägt. Rechts vom Kreuzesfuß ist sein Helm abgestellt. Links seines Fußes schlängelt sich eine Schlange. Im Rücken des Ritters knien die beiden deutlich kleineren Figuren von zwei Söhnen in Rüstungen. Die flankierenden floral geschmückten Pilaster, die nicht auf dem Sockel ruhen, sondern ab der Mitte in der Luft schweben, tragen jeweils zwei Wappenschilde. Den Aufsatz schmückt ein großes Vollwappen. Die Grabinschrift (B) ist im Sockel angebracht.
Die Inschrift zeigt eine wenig entwickelte Fraktur, die der gotischen Minuskel noch sehr nahe steht. Von den Versalien zeigen nur E und M die für die Fraktur charakteristischen Schwellzüge und Schaftverdoppelungen, während A und I noch aus der gotischen Majuskel abgeleitet sind. Bei den Gemeinen weisen nur f und langes s, die jeweils bis unter die Grundlinie gezogen sind, sowie g und h Schwellzüge auf. Bei c und o sind die Brechungen der Bögen zu Rundungen aufgelöst.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Dargestellte Personen
Bernhard war der älteste von acht Söhnen Ludigers (III.) von Mansbach und der Margareta von Eberstein (Nr. 151).2) Weder sein Geburtsdatum noch sein Todesdatum sind überliefert, doch wird er in der Grabinschrift für seinen Vater, der 1560 starb, noch als lebend erwähnt. Da das Todesdatum in der Inschrift offengelassen wurde, ist das Denkmal noch zu Lebzeiten Bernhards und damit nach 1560 errichtet worden.
Die Darstellung auf dem Epitaph zeigt Bernhard zusammen mit zwei Söhnen aber ohne deren unbekannte Mutter. Möglicherweise war der Tod seiner Frau der Anlaß für Bernhard, auch sein eigenes Grabmal in Auftrag zu geben. Das Ensemble muß nicht vollständig überliefert sein.
Inschrift
Umschrift
Schrift
Nachweise
Fußnoten
Literatur
- Sturm, E., Die Bau- und Kunstdenkmale des Fuldaer Landes 2. Kreis Hünfeld, Fulda 1971, S. 243.
- Kemp, E., Kulturdenkmäler in Hessen. Landkreis Hersfeld-Rotenburg I (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland), Braunschweig/Wiesbaden 1997, S. 430 (Abb.).
Bearbeitung
Siehe auch
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Orte
- Hessische Flurnamen
- Historische Kartenwerke
- Topografie des Nationalsozialismus in Hessen
- Historisches Ortslexikon
- Synagogen in Hessen
- Topografische Karten
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Bernhard von Mansbach nach 1560–3. V. 16. Jh.?, Mansbach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2269_bernhard-von-mansbach-nach-1560-3-v-16-jh-mansbach> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/2269
