Johannes Loer 1557, Geisenheim
Standort
Gebäude / Areal
Geisenheim, Kath. Pfarrkirche Zur Kreuzauffindung
Angaben zum Standort
Die Grabplatte lag einst im Kirchenschiff nahe des Tauf Steines.1)
1) So Würdtwein, Epitaphienbuch; in der Würdtweinschen Epitaphiensammlung heißt es: ex parte cornu epistolae.
Heutiger Aufbewahrungsort
Beschreibung
Nach einer erhaltenen Abzeichnung des 18. Jahrhunderts handelte es sich um eine schlichte, hochrechteckige Steinplatte mit umlaufendem Grabtext auf dem Rand; im Mittelfeld war in Zweitverwendung der Text für einen Verstorbenen mit dem Todesjahr 1738 eingehauen.2) Schrift Kapitalis. Nach Würdtweinsche Epitaphiensammlung.
2) Deren Text lautete nach der Abzeichnung (wie Anm. 1): Anno 1738 die 15 Septemb(ris) obiit venerabilis D(ominus) Sebastianus Heurich Altarista httius Ecdesiae cuius Anima requiescat in Pace Amen.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Dargestellte Personen
Johannes Loer, Altarist.
1401 werden außer dem Pfarrer noch vier weitere Altaristen genannt,3) für das Jahr 1614 sind insgesamt sechs Nebenaltäre bekannt.4) Nachrichten zu den einzelnen Altären und deren Inhabern sind nur spärlich vorhanden; zu den Amtsfunktionen und zur Person des Verstorbenen liegen keine Informationen vor. Für Eltville ist allein ein Johannes Loer urkundlich 1492 5) und vielleicht sein Sohn 1539 belegt.6) Möglicherweise war dieser mit dem Verstorbenen identisch.
3) Zaun, Landkapitel 249; damals war der Kreuzaltar noch nicht vorhanden.
4) Zaun, Landkapitel 250 inklusive des Magdalenenaltars in der Sakristei; vgl. auch Struck, Geisenheim 163 f.
5) Roth, Geschichtsquellen I 267 Nr. 205; darin ist die Rede von Loers Witwe.
6) Ebd. 1275 Nr. 269.
Inschrift
Umschrift
ANNO 1557 DIE 2 IVNII / O(BIIT) VENERABILIS D(OMI)N(VS) IOHA(NN)ES LOER ALTARISTA / HVI(VS) ECCL(ES)IAE CVI(VS) / ANI(M)A REQVIESCAT IN PACE AMEN
Schrift
Nachweise
Literatur
- Würdtweinsche Epitaphiensammlung H. 4, Bl. 15
- Würdtwein, Epitaphienbuch 375.
Bearbeitung
Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 369, Nr. 445.
Siehe auch
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Orte
- Hessische Flurnamen
- Historische Kartenwerke
- Topografie des Nationalsozialismus in Hessen
- Historisches Ortslexikon
- Topografische Karten
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Johannes Loer 1557, Geisenheim“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2006_johannes-loer-1557-geisenheim> (aufgerufen am 02.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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