Arolsen, SS-Oberabschnitt Fulda-Werra

 
Gemeinde
Bad Arolsen
Subkategorie
SS

Nutzungsgeschichte

Beschreibung

Anfang November 1935 wurde zwischen der SS und der politischen Führung Arolsens die Idee der Einrichtung eines SS-Oberabschnitts in der Stadt besprochen und bewilligt. Die Führung des Abschnitts lag bei Erbprinz Josias zu Waldeck und Pyrmont. Der Dienstsitz wurde am 19. Dezember 1935 in das Schloss gelegt; zuvor war er in einem ehemaligen Lazarett untergebracht gewesen. Von hier aus wurde die Organisation, Schulung und Anwerbung neuer SS-Rekruten organisiert. Zudem hatte der Oberabschnittsführer die Finanzierung der SS durch Unterstützung der Wirtschaft sicherzustellen. Am 1. Februar 1937 wurde der SS-Oberabschnitt Rhein in SS-Oberabschnitt Fulda-Werra umbenannt. Der Abschnitt umfasste Gebiete der Provinz Hessen-Nassau, die Regierungsbezirke Kassel und Erfurt, die Kreise Querfurt, Eckartsberga und Sangershausen, Siegen und Wittgenstein (beide in Westfalen) sowie Hannoversch Münden. Die bayrischen Kreise Aschaffenburg, Obernberg, Mittenberg, Lohr und Alzenau. Bei der Gründung des SS-Oberabschnittes unterstanden diesem 12.106 SS-Männer. Erbprinz Josias, der seit August 1938 zudem auch HSSPF war, verlagerte seinen Sitz mit dieser Funktion nach Kassel, so dass die Führung des SS-Oberabschnitts beim in Arolsen verbliebenen Standartenführer lag.

Adresse in der NS-Zeit

Neues Schloß

Nutzungsanfang (früheste Erwähnung)

19. Dezember 1935

Weitere Nutzungen der Liegenschaft

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Arolsen, SS-Oberabschnitt Fulda-Werra“, in: Topografie des Nationalsozialismus in Hessen <https://lagis.hessen.de/de/orte/topografie-des-nationalsozialismus-in-hessen/alle-eintraege/571_arolsen-ss-oberabschnitt-fulda-werra> (aufgerufen am 10.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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