Volkhardinghausen, Augustinerchorfrauenstift

Gründungsjahr vor 1221  
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Basisdaten

Das Augustiner-Chorfrauenstift St. Johannes wird erstmals in einer Schutzerklärung von Papst Honorius III. 1220 erwähnt. Wahrscheinlich ist an seiner Gründung die Reichsabtei Corvey beteiligt. Es liegt in einem heutigen Stadtteil von Bad Arolsen. 1465 wird es geschlossen und in ein Augustinerchorherrenstift umgewandelt.

Orden

Augustiner-Chorfrauen

Alte Diözesanzugehörigkeit

Kirchenprovinz Mainz, Bistum Paderborn, Archidiakonat Horhusen

Typ

Frauenkloster

Territorium

  • 12. Jhdt.: Grafschaft Waldeck

Historische Namensformen

Lagebezug

7 km südöstlich von Bad Arolsen

Lage

Das Stift liegt drei Kilometer südwestlich der ehemaligen Stadt Landau (heute Stadt Arolsen) in einem Seitental des Watter-Baches.

Geschichte

Die Anfänge des Klosters sind in den Quellen nicht greifbar. Wahrscheinlich haben die Grafen von Schwalenberg es Ende des 12. Jahrhunderts gegründet. Für 1221 existiert eine Besitzbestätigung und Schutzerklärung durch Papst Honorius III. 1223 schenkt Heinrich von Itter dem Kloster Volkhardinghausen seine Güter und den Zehnten in Oterinchusen und einen Hof in Immighausen für 19 Mark (HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 9231). Vögte sind die Herren von Gudensberg, die bis 1235 die Vogtei besitzen. Das Patronatsrecht übt der Bischof von Livland (Riga) aus, der es als Gegenleistung für Dienste im Kreuzzug vom Bischof von Paderborn erhält. Das Stift wird durch eine Priorin geleitet, der ein - seit Ende des 13.Jahrhunderts durch den Konvent gewählter - Propst zur Seite steht. Durch Schenkungen und Ankäufe, so von zwei Salzwerken, vergrößert das Stift seinen Besitz und erlebt eine wirtschaftliche Blütezeit im 14.Jahrhundert. Bereits in der ersten Hälfte des 15.Jahrhunderts verarmt das Kloster, 1465 leben nur noch vier Personen in den verfallenden Gebäuden. Nach mehreren Reformversuchen 1461,1465 und 1469 übergeben die Grafen von Waldeck mit Zustimmung des Bischofs von Paderborn das Kloster Augustinerchorherren. Der bekannte Reformer Johannes Busch weist die letzten zwei verbliebenen Chorfrauen aus und besetzt das Stift mit Mönchen aus dem Stift Möllenbeck an der Weser (Augustinerchorherrenstift Volkhardinghausen).

Ersterwähnung

1221

Gründungsjahr

vor 1221

Gründer

Grafen von Schwalenberg

Aufhebungsjahr

1461-1469

Organisation

Die Chorfrauen aus dem 14. bis 16. Jahrhundert sind namentlich bekannt und stammen aus dem niederen Adel und Bürgertum der Region.

Patrozinien

Johannes der Täufer und Blasius (1220/1221), Maria (1235)

Bibliotheksgeschichte

Aus der Zeit des Chorfrauenstiftes existieren keine Bücher.

Ausstattung

Gebäude

1624 zerstört ein Großbrand Kirche und Klosteranlagen

Nachweise

Arcinsys Hessen

Quellen

Gedruckte Quellen

Literatur

Germania Sacra-ID

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Volkhardinghausen, Augustinerchorfrauenstift“, in: Klöster und Orden <https://lagis.hessen.de/de/orte/kloester-und-orden/alle-eintraege/7795_volkhardinghausen-augustinerchorfrauenstift> (aufgerufen am 18.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/kl/7795

Klostergebäude Volkhardinghausen, Staffelgiebel, 2008Die Lage von Volkhardinghausen, Augustinerchorfrauenstift im OrthofotoVolkhardinghausen, Grundriß des Klostergebäudes, Maßstab 1 : 300