Ritmaringhausen

Die Lage von Ritmaringhausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
11 km nordöstlich von Korbach
Lage und Verkehrslage
1,5 km südlich von Dehringhausen am linken Ufer des Bickebaches am Weg nach Sachsenhausen; Flurname An den Kammerhecken
Ersterwähnung
1182
Historische Namensformen
- Ricmerechusen, in (1182) [Abschrift 16. Jahrhundert Westfälisches Urkundenbuch 5,1: Papsturkunden Westfalens bis zum Jahre 1304, S. 52-53, Nr. 136]
- Rikmarenchusen, in (1288) [Westfälisches Urkundenbuch 4,3, S. 927, Nr. 2003]
- Rytmarychusen (1352) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 9302]
Bezeichnung der Siedlung
- villula (1182)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3501937, 5683324
UTM: 32 U 501862 5681491
WGS84: 51.284745° N, 9.026704° O
Statistik
Ortskennziffer
63502102001
Verfassung
Altkreis
Waldeck
Herrschaft
- 1506 stellt Ludwig von Boyneburg, Statthalter des Fürstentums Hessen an der Lahn, dem Grafen Philipp von Waldeck einen Lehnrevers aus über die ihm verliehenen Güter zu Nieder-Waroldern, Deringhausen, Ober-Waroldern und Rittmaringhausen.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1182 bestätigte Papst Lucius III. dem Kloster Arolsen seine Besitzungen u.a. in Ritmaringhausen. 1288 verkauft das Kloster Volkhardinghausen seine Güter zu Rittmaringhausen an das Kloster Netze. Dieses vergleicht sich 1352 mit den Einwohnern von Deringhausen über eine Teilung der Holzmark Rytmarychusen.
Zehntverhältnisse
1383 verkaufen Heinrich und Thamme von Twerne mit Einwilligung des Lehnsherrn, Graf Heinrich VI. von Waldeck die Hälfte ihres Anteils an den Zehnten zu Deringhausen und zu Rigmarshausen sowie die Hälfte der Dörfer für 60 Mark Korbachscher Pfennige an Heidenreich Spiring und seinen Vetter <HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 1968). 1546 belehnt Graf Philipp der Ältere das Kloster Volkhardinghausen mit dem halben Zehnten zu Rittmaringhausen.
Nachweise
Literatur
- Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 2 (Kreis der Twiste), S. 269
- Bockshammer, Grafschaft Waldeck, S. 71, 77, 198, 201-202
- Höhle, Ortschaften in Waldeck, S. 113, Nr. 67
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ritmaringhausen, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1934_ritmaringhausen> (aufgerufen am 18.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/1934