Söhre: in Siern
Beleg
Standard-Flurname
Söhre
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1721
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 182/6.
Weitere Belege
- 16. Jahrhundert: in sorn [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 182/2., fol. 40 - 1574: in seern [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 182/4., fol. 429 - 1720: in Siehern [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 247/5., fol. 22' - 1721: in der Siern [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 182/5., fol. 100' - 1721: in Säehrn [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 182/6., fol. 13 - 1721: in Siern [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 182/6., fol. 432 - 1721: in Söern [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 182/6., fol. 160'
Deutungen
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Söhre
Zum mhd. Adjektiv sôr ‚trocken, dürr‘, in ahd. irsorên ‚abmagern‘ enthalten, gibt es eine nhd. Substantivbildung Söhre ‚versiegendes Wasser‘, die - als Wort nur schwach belegt - in Namen häufiger begegnet, auch in hess. FlN. Sie verweisen auf leicht trocken fallende Gewässer oder trockenes Land allgemein. In Dieburg (vielleicht auch Langen) wird Abschwächung aus *Sehren-hart ‚Wald mit Söhre‘ o. ä. vorliegen. Die Zugehörigkeit der FlN in Hergershausen/Münster ist nicht sicher; es scheint aber kollektiviertes *Sehr-ich zu Grunde zu liegen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Söhre: in Siern (Ober-Gleen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/151335_in-siern> (aufgerufen am 20.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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