Söhre: in Söern

Historischer Beleg aus Ober-Gleen  
Gemeinde
Kirtorf
Landkreis
Vogelsbergkreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Söhre

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1721

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 182/6.

Weitere Belege

Deutungen

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Söhre

Zum mhd. Adjektiv sôr ‚trocken, dürr‘, in ahd. irsorên ‚abmagern‘ enthalten, gibt es eine nhd. Substantivbildung Söhre ‚versiegendes Wasser‘, die - als Wort nur schwach belegt - in Namen häufiger begegnet, auch in hess. FlN. Sie verweisen auf leicht trocken fallende Gewässer oder trockenes Land allgemein. In Dieburg (vielleicht auch Langen) wird Abschwächung aus *Sehren-hart ‚Wald mit Söhre‘ o. ä. vorliegen. Die Zugehörigkeit der FlN in Hergershausen/Münster ist nicht sicher; es scheint aber kollektiviertes *Sehr-ich zu Grunde zu liegen.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Söhre: in Söern (Ober-Gleen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/151336_in-soeern> (aufgerufen am 20.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/151336