Reaktionen Kaiser-Attentat
Ereignis
Was geschah
Die beiden Attentate auf Kaiser Wilhelm I. werden von großen Teilen der Bevölkerung mit Bestürzung aufgenommen. Der Bericht des Kasseler Regierungspräsidium hält fest, dass zahlreiche Dankgottesdienste abgehalten und dem Monarchen „Verehrung, Liebe und Treue“ entgegengebracht werden. Lediglich ein kleiner Teil der Bevölkerung, also der, der der Sozialdemokratie zugeneigt ist, nehme nicht an diesen Bekundungen teil. Eine weitere Ausbreitung der Sozialdemokratie im Bezirk sehen die Behörden zu diesem Zeitpunkt nicht, aber sie befürworten Maßnahmen gegen diese politische Bewegung. Zentren der Sozialdemokratie sind zu dieser Zeit die Industriestädte Kassel, Hanau und Bockenheim, in ländlichen Gebieten hat sie es hingegen schwer.
Das wenige Monate später vollzogene Todesurteil gegen Max Hödel findet, abgesehen von sozialdemokratisch gesinnten Personen, „tiefernste, aber rückhaltlose Befriedigung“.
(MB)
Bezugsrahmen
Indizes
Nachweise
Literatur
- Klein, Die Zeitungsberichte des Regierungspräsidenten in Kassel an seine Majestät 1867–1918, Bd. 1: 1867–1890, Darmstadt 1993, S. 162f., 168
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Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Reaktionen Kaiser-Attentat, Mai 1878“, in: Hessen im 19. und 20. Jahrhundert <https://lagis.hessen.de/de/quellen-und-materialien/hessen-im-19-und-20-jahrhundert/alle-eintraege/7844_reaktionen-kaiser-attentat> (aufgerufen am 03.11.2026)
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