Carl Graeger gründet eine Sektkellerei in Hochheim am Main

 
Bezugsort(e)
Hochheim am Main
Epoche
Kaiserreich

Ereignis

Was geschah

Bereits um 1700 hatte Johann Nicolaus Graeger im nordhessischen Orferode ein großes Weinhandelsgeschäft betrieben. Im 19. Jahrhundert siedelten seine Nachkommen nach Berlin um, wo sie ebenfalls im Weinhandel tätig waren. 1877gründet schließlich Carl Graeger (1849-1902) in Hochheim am Main eine eigene Sektkellerei. Da die Produktionszahlen nach einigen Jahren deutlich anstiegen, erwarb Carl Graeger zusätzliche Grundstücke an der Hauptstraße, um Platz für stattliche Neubauten und ausgedehnte Kellereien zu schaffen. 1888 wurde in London eine Filiale der Firma eingerichtet, da der Export nach England, wo die Rheinweine schon länger beliebt waren, stark angestiegen war. Damals wurde „Sparkling Hock“ im englischsprachigen Ausland zum gängigen Name für Sekt aus Hochheim, der später auf alle schäumenden Rheinweine übertragen wurde. 1897 machten steigende Kapazitäten erneut umfangreiche Erweiterungen des Betriebs notwendig. 1898 gehörte fast der gesamte Komplex zwischen der Post und dem westlichen Tor von Hochheim der Sektkellerei Graeger. Noch heute befinden sich dort unter den Gebäuden ausgedehnte Kellereien mit über 3.500qm Fläche.
(UH)

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Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Carl Graeger gründet eine Sektkellerei in Hochheim am Main, 1. Juli 1877“, in: Hessen im 19. und 20. Jahrhundert <https://lagis.hessen.de/de/quellen-und-materialien/hessen-im-19-und-20-jahrhundert/alle-eintraege/7735_carl-graeger-gruendet-eine-sektkellerei-in-hochheim-am-main> (aufgerufen am 09.03.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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