Bacharach, Salomon (1766) – Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof

Grab Nr. 51  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Äußere Merkmale

Material und Größe

Kalkstein · 43 x 57 x 12 cm

Platzierung

stehend

Inschrift

Sprache der Vorderseite

hebräisch

Text


פ"ט
איש נדיב הלך
בתמים מעשיו היו
שלמים אכל מיגיע כפו
כל הימים משביע לרעבים
לרחוקים ולקריבים ה"ה
כ"ה שלמה זלמן בכרך
נפטר ליל ה' ונקבר עש"ק
ך"ה ניסן תקכ"ו לפ"ק נשמתו
תהא צרורה בצרור
החיים עם שאר
צדיקים
[.........]

Vorderseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Hier ruht
ein freigiebiger Mann, er wandelte
in Redlichkeit; seine Handlungen waren
vollkommen. Er ernährte sich von seiner Hände Arbeit.
Stets sättigte er die Hungernden,
die Fremden und die Verwandten. Das ist
der ehrwürdige Schlomo Salman Bachrach.
Er starb in der Nacht zum Donnerstag und wurde begraben am Rüsttag des heiligen Schabbat,
25. Nisan 526 n.d.k.Z. (= gest. 03.04.1766). Seine Seele
sei eingebunden im Bunde
des Lebens mit den anderen
Gerechten
[..........]

Verstorbene

  1. Bacharach, Salomon
    Sterbetag
    3.4.1766
    Geschlecht
    männlich
    Familienstand
    verheiratet
    Wohnort
    Wetzlar
    Funktion
    Mohel; Beschneider;

Nachweise

Anmerkungen

Laut Grabstein:
Schlomo (genannt) Salman Bachrach, gestorben am 03.04.1766.
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Weiterführende Angaben:
Salomon Bacharach wird bereits 1713 als Schutzjude in Wetzlar genannt. In seinem Siegel führte er 1723 einen Schild mit einem Bogenschützen, die Initialen S B und in Hebräisch den Namen Salman Bachrach. 1732 nahm er zusammen mit seinem nicht namentlich genannten Sohn eine Beschneidung in Hermannstein vor, war also Mohel. 1734 wohnte er in der Rosengasse in Wetzlar.
Als Jude Bachrach starb er laut Rentbuch im April 1766; für seine Beerdigung wurden 2 Gulden Judenbegräbnisgeld an das Rentamt der Stadt Wetzlar entrichtet.


Möglicherweise handelt es sich bei der 1714 verstorbenen Hitzle, Ehefrau des Salman, [Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof, Stein Nr. 28] um eine früh verstorbene Frau des Salomon Bacharach, doch gab es 1713 in Wetzlar noch einen weiteren Schutzjuden Salomon.


(Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 1, Nrn. 3086 und 3104; Hessisches Staatsarchiv Marburg, Bestand 340 Schenck zu Schweinsberg-Hermannstein, Nr. 2345; Stadtarchiv Wetzlar, Reichsstädtisches Archiv, V a 6, Rentbuch 1766; Watz, Karl: Geschichte der jüdischen Gemeinde in Wetzlar, Wetzlar 1966, S. 189)

Bearbeitung

Christa Wiesner, 1993, und Andreas Schmidt (Wettenberg), 2026

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Bacharach, Salomon (1766) – Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/19249_bacharach-salomon-1766-wetzlar-alter-juedischer-friedhof> (aufgerufen am 09.07.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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