Gerson, Daniel (1744) – Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof
Grab Nr. 45
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.Äußere Merkmale
Material und Größe
Kalkstein · 54 x 73 x 10 cm
Platzierung
stehend
Inschrift
Sprache der Vorderseite
hebräisch
Text
נפטר ונקבר יום ד' ער"ח אדר תק"ד ל'
פ"ט
איש ישר ונאמן באמונת[ו]
היה משא ומתן והיה מן ה
המקשיבים לקול תורה
ותפלה [ומ]שכימים ומעריבי'
אשר הכניס בברית ומל
את ידים1 ה"ה גדליא
בן גרשון וועצלר תנוח
ותעמוד לגורלך לקץ הימין
ת' נ' צ' ב' ה'
------------
1 צריך לומר: ידידים
Vorderseite
(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)
Gestorben und begraben am Mittwoch, am Rüsttag zu Rosch Chodesch Adar 504 n.d.k.Z. (= 12.02.1744).
Hier ruht
ein Mann, rechtschaffen und aufrichtig. In Redlichkeit
war sein Handel. Er war einer
von denen, die der Stimme der Lehre und des Gebets
andächtig zuhörten, frühmorgens und abends.
Er führte die Lieblinge in den Bund ein
und beschnitt sie. Das ist Gedalja,
Sohn des Gerschon, Wetzlar. Du mögest ruhen
und auferstehen zu deinem Los am Ende der Tage.
Seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens.
Gestorben und begraben am Mittwoch, am Rüsttag zu Rosch Chodesch Adar 504 n.d.k.Z. (= 12.02.1744).
Hier ruht
ein Mann, rechtschaffen und aufrichtig. In Redlichkeit
war sein Handel. Er war einer
von denen, die der Stimme der Lehre und des Gebets
andächtig zuhörten, frühmorgens und abends.
Er führte die Lieblinge in den Bund ein
und beschnitt sie. Das ist Gedalja,
Sohn des Gerschon, Wetzlar. Du mögest ruhen
und auferstehen zu deinem Los am Ende der Tage.
Seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens.
Verstorbene
- Gerson, Daniel
- Sterbetag
- 12.2.1744
- Geschlecht
- männlich
- Familienstand
- unbekannt
- Wohnort
- Wetzlar
- Beruf
- Mohel
Nachweise
Anmerkungen
Laut Grabstein:
Gedalja, Sohn des Gerschon, aus Wetzlar, Beschneider (Mohel), gestorben am 12.02.1744.
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Weiterführende Angaben:
Es handelt sich bei dem Verstorbenen um Daniel Gerson, der 1737 in einem Reichskammergerichtsprozess erscheint. Sein Vater war wohl der in derselben Akte genannte Gerson Hirsch, der zwischen 1713 und 1723 als Schutzjude in Wetzlar bezeugt ist.
(Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 1, Nrn. 3086 und 3104; Stadtarchiv Wetzlar, Reichskammergerichtsakten (RKG), Nr. 49)
Gedalja, Sohn des Gerschon, aus Wetzlar, Beschneider (Mohel), gestorben am 12.02.1744.
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Weiterführende Angaben:
Es handelt sich bei dem Verstorbenen um Daniel Gerson, der 1737 in einem Reichskammergerichtsprozess erscheint. Sein Vater war wohl der in derselben Akte genannte Gerson Hirsch, der zwischen 1713 und 1723 als Schutzjude in Wetzlar bezeugt ist.
(Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 1, Nrn. 3086 und 3104; Stadtarchiv Wetzlar, Reichskammergerichtsakten (RKG), Nr. 49)
Bearbeitung
Christa Wiesner, 1993, und Andreas Schmidt (Wettenberg), 2026
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Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gerson, Daniel (1744) – Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/19243_gerson-daniel-1744-wetzlar-alter-juedischer-friedhof> (aufgerufen am 04.11.2026)
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