Höchster, Esther, geborene Löw (1758) – Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof

Grab Nr. 38  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Äußere Merkmale

Material und Größe

Kalkstein · 52 x 83 x 19 cm

Platzierung

stehend

Inschrift

Sprache der Vorderseite

hebräisch

Text


הצנועה והחסודה מרת
אסתר אשת ר' שמעון

פ"ט
האשה העקשד'
ותלקח אסתר אל בית המלך
מלבוש לעולם [....]
טוביה […] אשת חיל
יראת השם ומושכלת עד
החן מכוללת מרת אסתר
אשת הר"ר שמעון העקשד'
נפטרת ונקברת ביום ד' ח"י
ניסן תקח"י לפ"ק ת' נ' צ' ב' ה' עשצ"ו שבג"ע
אמן

Vorderseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Die Bescheidene, die Anmutige, Frau
Esther, Ehefrau des Herrn Schimon


Hier ruht
die Frau Hekschd'.
'Und Esther wurde zum königlichen Palast genommen' (Esth. 2,16)
Kleidung war immer [....]
ihre Güte [.........] eine tugendhafte Gattin,
gottesfürchtig und war bedachtsam
bis zur vollendeten Anmut. Frau Esther,
Ehefrau des Herrn Schimon Hekschd'.
Sie starb und wurde begraben am Mittwoch, 18.
Nisan 518 n.d.k.Z. (= 26.04.1758). Ihre Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens mit den Seelen der anderen gerechten Frauen und Männer, die im Garten Eden (sind),
Amen.

Verstorbene

  1. Höchster, Esther, geborene Löw
    Sterbetag
    26.4.1758
    Geschlecht
    weiblich
    Familienstand
    verwitwet
    Herkunftsort
    Wetzlar
    Wohnort
    Wetzlar

Nachweise

Anmerkungen

Laut Grabstein:
Frau Esther, Ehefrau des Herrn Schimon Hekschd' (= Höchster), gestorben am 26.04.1758.
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Weiterführende Angaben:
Esther war eine Tochter des Schutzjuden Löw (auch Löwel, Lebel) Speyer in Wetzlar. Ihre Mutter war vermutlich die 1729 verstorbene Schatle geb. Oppenheim [Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof, Stein Nr. 29]. Mit Simon Höchster war sie 1713 bereits verheiratet. 1747 unterschrieb sie mit Ester Löwin Wittib und siegelte mit dem Siegel einer Tochter, denn das Siegel trägt neben einer Waage im Schild die hebräische Umschrift Blimche, Tochter des ehrwürdigen Herrn Schimon Hekschter sel. A. und die Initialen B H. 1749 wird sie als Esther Löwin, Simon Hocksters Wittib bezeichnet.


Eine Tochter war Vogel Maas geb. Höchster [Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof, Stein Nr. 36].
Weitere Kinder: Esaias Höchster, Schutzjude in Wetzlar, [vgl. Text zu Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof, Stein Nr. 21], Nathan Höchster (schwor am 25.04.1738 in Wetzlar den Eid als Judenbeisasse und war 1747 mit einer Frau namens Freidchen (Freydge) verheiratet) und Blümchen Höchster, war 1754 verheiratet mit Simon Joseph (seit 1748 Schutzjude in Wetzlar), einem Sohn des Joseph Marx [vgl. Text zu Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof, Stein Nr. 50].


(Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 1, Nrn. 2922, 3086 und 3104; ebenda, Abteilung 6, Nrn. 217 und 218; ebenda, Abteilung 172, Nr. 6174; Stadtarchiv Wetzlar, Reichsstädtisches Archiv, IV a 4, Verzeichnis der Wetzlarischen Stadt-Beamten und Stadt-Diener, mit Verzeichnissen der Schutzjuden und Judenbeisassen auf fol. 158 und 160)

Bearbeitung

Christa Wiesner, 1993, und Andreas Schmidt (Wettenberg), 2026

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Höchster, Esther, geborene Löw (1758) – Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/19237_hoechster-esther-geborene-loew-1758-wetzlar-alter-juedischer-friedhof> (aufgerufen am 10.07.2026)

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