Höchster, Simon (1739-1742) – Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof

Grab Nr. 37  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Äußere Merkmale

Material und Größe

Kalkstein · 62 x 72 x 10 cm

Platzierung

stehend

Beschreibung

Der untere Teil des Steines fehlt (einbetoniert). Darstellung: zwei Blüten.

Inschrift

Sprache der Vorderseite

hebräisch

Text


עשה לך
ציון
האבן הזאת אשר שמתי מצבה
והיה למשמרת ולזכרון על ראש
פה הנטמן זכותו עלינו יגן שם
משמעון ובנדיבת פרסם שכל
מגמתו הי' לשם שמים צדקתו בו
ענתה והאיש הלזה אשרי אמר
עליו כי הוא זה ה"ה כ"ה שמעון
אהרון העקשד' ז"ל שהלך מעלמא
דין‏‎ לעלמא דאתי [......]
[......]

Vorderseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Errichte dir
ein Denkmal!
Diesen Stein, den ich setzte als Grabstein
zur Verwahrung und zum Andenken zu Häupten
des hier Liegenden - sein Verdienst möge uns schützen, wo es von Bedeutung ist (?) -
sei Wache und Herold. Edelmütig verteilte er, denn all
sein Streben war zu Ehren des Herrn. Seine Wohltätigkeit
war [.....] Dieser Mann, den Glücklichen nennt
man ihn, denn er war es. Das ist der ehrwürdige Schimon
Aharon Hekschd' sel. A. Er ging aus dieser
Welt in jene Welt [.........]
[............]

Verstorbene

  1. Höchster, Simon
    Sterbetag
    um 1739-1742
    Geschlecht
    männlich
    Familienstand
    verheiratet
    Herkunftsort
    Treysa
    Wohnort
    Wetzlar

Nachweise

Anmerkungen

Laut Grabstein:
Schimon Aharon Hekschd' (= Höchster); das Sterbedatum ist nicht erhalten.
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Weiterführende Angaben:
Es handelt sich um Simon Höchster, der erstmals 1713 als Schutzjude in Wetzlar bezeugt ist und zu dieser Zeit bereits mit Esther geb. Löw [Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof, Stein Nr. 38] verheiratet war.
Er stammte offenbar aus Treysa, denn 1734 heißt es, dass dort sein Vater verstorben sei. In Treysa ist der Familienname Höchster (Höxter) bereits im 17. Jahrhundert bezeugt.
Simon Höchster siegelte 1725, 1734 und 1735 mit zwei waagerechten Fischen im Schild und den Initialen S H. 1734 wohnte er in der Judenschule. Er lebte am 02.12.1739 noch und starb vor dem 18.07.1742.


Eine Tochter war Vogel Maas geb. Höchster [Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof, Stein Nr. 36].
Weitere Kinder: Esaias Höchster, Schutzjude in Wetzlar, [vgl. Text zu Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof, Stein Nr. 21], Nathan Höchster (schwor am 25.04.1738 in Wetzlar den Eid als Judenbeisasse und war 1747 mit einer Frau namens Freidchen (Freydge) verheiratet) und Blümchen Höchster, war 1754 verheiratet mit Simon Joseph (seit 1748 Schutzjude in Wetzlar), einem Sohn des Joseph Marx [vgl. Text zu Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof, Stein Nr. 50].


(Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 1, Nrn. 2922, 3086, 3104 und 3108; ebenda, Abteilung 6, Nrn. 217 und 218; ebenda, Abteilung 172, Nr. 6174; Hessisches Staatsarchiv Marburg, Bestand 5, Nr. 3036; Stadtarchiv Wetzlar, Reichsstädtisches Archiv, IV a 4, Verzeichnis der Wetzlarischen Stadt-Beamten und Stadt-Diener, mit Verzeichnissen der Schutzjuden und Judenbeisassen auf fol. 158 und 160; Watz, Karl: Geschichte der jüdischen Gemeinde in Wetzlar, Wetzlar 1966, S. 189; „Treysa (Schwalm-Eder-Kreis)“ in: Synagogen in Hessen, https://www.lagis-hessen.de/de/purl/resolve/subject/syn/id/345, Stand: 27.3.2025)

Bearbeitung

Christa Wiesner, 1993, und Andreas Schmidt (Wettenberg), 2026

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Höchster, Simon (1739-1742) – Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/19236_hoechster-simon-1739-1742-wetzlar-alter-juedischer-friedhof> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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