Höchster, Heyum (1801) – Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof

Grab Nr. 21  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Äußere Merkmale

Material und Größe

Kalkstein · 36 x 60 x 12 cm

Platzierung

stehend

Inschrift

Sprache der Vorderseite

hebräisch

Text


פ"נ
איש הישר בנדיבים שהלך
בדרך טובים כל מעשיו היו
לשם שמים ה"ה חיים בכ"ה ישי
ז"ל נפטר בשם טוב עש"ק
יו' י"א ונקבר ביו' י"ג תשרי
תקס"ב לפ"ק פה ק"ק וועצלר
נ' צ' ב' ה'

Vorderseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Hier ruht
ein rechtschaffener Mann unter den Freigiebigen, welcher wandelte
auf dem Pfade der Guten; alle seine Handlungen waren
zu Ehren Gottes. Das ist Chajim, Sohn des ehrwürdigen Jischi
sel. A.. Er starb mit gutem Ruf am Rüsttag des heiligen Sabbat,
am 11., und wurde begraben am 13. Tischri
562 n.d.k.Z. (= gest. 18.09.1801). Hier, heilige Gemeinde Wetzlar.
Seine Seele (sei) eingebunden im Bunde des Lebens.

Verstorbene

  1. Höchster, Heyum
    Sterbetag
    18.9.1801
    Geschlecht
    männlich
    Familienstand
    verheiratet
    Herkunftsort
    Wetzlar
    Wohnort
    Wetzlar

Nachweise

Anmerkungen

Laut Grabstein:
Chajim, Sohn des Jischi sel. A., aus Wetzlar, gestorben am 18.09.1801.
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Weiterführende Angaben:
Es handelt sich um Heyum (Heyem) Höchster, Schutzjude in Wetzlar. Er schwor am 02.03.1768 in Wetzlar den Schutzjudeneid. Kurz darauf heiratete er Süßchen (Süsgen) geb. Löw bzw. Estrich [Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof, Stein Nr. 23], mit der er 1769 bezeugt ist. Heyum Höchster findet 1798 letztmals Erwähnung.
Seine Eltern waren die 1744 genannten Eheleute Esaias (Isaias) Höchster, Schutzjude in Wetzlar, und Eva geb. Löw. Esaias Höchster wird noch 1758 erwähnt, im April 1759 dessen Witwe Eva. Sie nutzte 1759 das Siegel ihres verstorbenen Mannes mit einer Eidechse im Schild und einer hebräischen Umschrift, die übersetzt lautet: Jischi, Sohn des ehrwürdigen Herrn Schimon, er möge lange leben. Esaias Höchsters Vater war Simon Höchster [Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof, Stein Nr. 37].


Töchter des Heyum Höchster waren u. a.: Esther Heertz geb. Höchster [siehe Text zu Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof, Stein Nr. 5] und Bertha (Bela, Beile) Bloch geb. Höchster [siehe Text zu Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof, Stein Nr. 6].


(Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 1, Nr. 3124; ebenda, Abteilung 6, Nrn. 217 und 218; Stadtarchiv Wetzlar, Reichsstädtisches Archiv, IV a 4, Verzeichnis der Wetzlarischen Stadt-Beamten und Stadt-Diener, mit Verzeichnissen der Schutzjuden und Judenbeisassen auf fol. 158 und 160; ebenda, Reichskammergerichtsakten (RKG), Nr. 52)

Bearbeitung

Christa Wiesner, 1993, und Andreas Schmidt (Wettenberg), 2026

Bildnachweise

Bildarchiv Foto Marburg, B 18308/3, 1991

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Höchster, Heyum (1801) – Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/19221_hoechster-heyum-1801-wetzlar-alter-juedischer-friedhof> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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