Falkenstein, Wolf (1832) – Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof

Grab Nr. 18  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Äußere Merkmale

Material und Größe

Kalkstein · 51 x 78 x 20 cm

Platzierung

stehend

Beschreibung

Der Grabstein besteht aus zwei Bruchstücken, die sich an unterschiedlichen Stellen des Friedhofsgeländes befinden. Der obere Teil ist zwischen den Steinen Nr. 17 und 19 an der westlichen Mauer befestigt, der untere Teil steht nahe Stein Nr. 53 vor der östlichen Mauer.

Inschrift

Sprache der Vorderseite

hebräisch

Text


פ"נ
היק[ר …...] בנימן
בר יצחק פלק[נ]שטיין ה[....]
איש ישר בכל מעש[יו ......]
[……] לבית הכנסת [...]
פתוחה וגומל חסד הן לענ[יים]
ולעשירים נפטר בשיבה טובה
יום ד' ר"ח סיון תקצ"ב לפ"ק
פה ק"ק וועצלר ת' נ' צ' ב' ה'

Vorderseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Hier ruht
der geachtete [.............] Benjamin,
Sohn des Jizchak Falk[en]stein. [....]
ein rechtschaffener Mann in all seinen Taten [...]
[.....] ins Bethaus [......]
geöffnet und er übte Nächstenliebe sowohl an Armen
als auch an Reichen. Er starb in hohem Alter
am Mittwoch, Rosch Chodesch Sivan 592 n.d.k.Z. (= 30.05.1832).
Hier, heilige Gemeinde Wetzlar. Seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens.

Verstorbene

  1. Falkenstein, Wolf
    Geburtstag
    um 1752-1753
    Sterbetag
    30.5.1832
    Geschlecht
    männlich
    Familienstand
    verheiratet
    Wohnort
    Wetzlar
    Sterbeort
    Wetzlar
    Beruf
    Handelsmann

Nachweise

Anmerkungen

Laut Grabstein:
Benjamin, Sohn des Jizchak Falkenstein, aus Wetzlar, gestorben am 30.05.1832.
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Weiterführende Angaben:
Wolf Falkenstein, bis 1811 patronymisch Wolf Seckel, Schutzjude und Handelsmann in Wetzlar;
geb. errechnet 1752/53 (war im April 1817 64 Jahre alt), Geburtsort unbekannt;
Eltern: unbekannt;
war zunächst Judenbeisasse in Wetzlar und schwor am 31.07.1799 den Eid als Schutzjude; 1817 heißt es jedoch, er habe am 24.12.1776 den Schutz erhalten (vermutlich wurde er jedoch an diesem Datum Judenbeisasse);
verheiratet mit Gietel (auch Jüdel) geb. Löb;
handelte 1817 mit langen Waren und Wechseln (Wertpapieren);
gest. 30.05.1832 in Wetzlar.


Seine Ehefrau Gietel wurde errechnet 1766/67 geboren (war im April 1817 50 Jahre alt). Sie wird in einer Liste der Wetzlarer Juden aus dem Januar 1835 nicht mehr genannt.


Sohn: Seckel Falkenstein [Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof, Stein Nr. 20].


(Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 6, Nr. 220; ebenda, Abteilung 423, Nrn. 85 und 86; ebenda, Abteilung 465, Nr. 94/98; Stadtarchiv Wetzlar, Reichskammergerichtsakten (RKG), Nr. 52; ebenda, Reichsstädtisches Archiv, IV a 4, Verzeichnis der Wetzlarischen Stadt-Beamten und Stadt-Diener, mit Verzeichnissen der Schutzjuden und Judenbeisassen auf fol. 158 und 160; Ebertz, Doris und Walter: Die jüdischen Familien in Wetzlar – Ein Gedenkbuch, Wetzlar 2010, S. 44)

Bearbeitung

Christa Wiesner, 1993, und Andreas Schmidt (Wettenberg), 2026

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Falkenstein, Wolf (1832) – Wetzlar, Alter Jüdischer Friedhof“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/19218_falkenstein-wolf-1832-wetzlar-alter-juedischer-friedhof> (aufgerufen am 09.07.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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