Marburg, Fanny, geborene Morgenstern (1919) – Düdelsheim, Neuer jüdischer Friedhof

Grab Nr. 23  
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Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Lageplan
PDF-Datei

Äußere Merkmale

Material und Größe

Granit · 41 x 97 x 18 (cm)

Platzierung

stehend

Inschrift

Sprache der Vorderseite

deutsch, hebräisch

Übertragung

siehe Digitalisat in der Bildergalerie

Vorderseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Hier ruht
eine aufrichtige und anmutige Frau;
sie wandelte auf untadeligem Pfade,
war wohltätig ihr Leben lang,
und leitete ihre Kinder zu Geradheit an.
Das ist Freidel, Tochter des Zwi.
Sie starb am 28. Kislev
und wurde begraben am Neumondstag des Tewet
des Jahres [5]680.
Ihre Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens.

(Deutsche Inschrift:)

Hier ruht in Frieden
Fanny Marburg
geb. Morgenstern.
geb. 18. Jan. 1847,
gest. 20. Dez. 1919.

Verstorbene

  1. Marburg, Fanny, geborene Morgenstern
    Geburtstag
    18.1.1847
    Sterbetag
    20.12.1919
    Geschlecht
    weiblich
    Wohnort
    Düdelsheim
    Weitere Angaben

    Fanny/Freidel erblickte das Licht der Welt am 18.1.18471 um 7 Uhr im Haus Nr. 59. Sie war Zwilling zusammen mit Rosa, die um 9 Uhr geboren wurde. Die Eltern waren Hirsch/Zwi Morgenstern und Rebekka, eine geborene Löb.

    Fanny/Freidel heiratete am 26.10.18732 Jakob Marburg. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Julius *14.8.18743 und Rosalie *31‚7.18764 (vgl. Grabstein Nr. 75).

    Das Sterbedatum auf dem Grabstein 23 ist identisch mit dem der Sterbeurkunde5.

    Rosa vermählte sich am 2.8.18716 in (Bad) Nauheim mit dem am 24.11.18467 in Erbstadt geborenen und später in Altenstadt wohnenden Sattler Isaak Müller8.

    Werner Wagner und Christa Wiesner: Der Neue Judenfriedhof in Düdelsheim. Grabsteinbestand – Inschriften – Personenerkundung. In: Büdinger Geschichtsblätter XIII (2004-2005). S. 243.

Nachweise

Fußnoten

  1. GemA Düdelsheim, XIII, 3, 9/10/11/14/15, und XIII, 4, 1/3/4/5: Personenstandsregister der Juden (mit Beilagen) 1824-1875. ↑
  2. ebd. ↑
  3. ebd. ↑
  4. ebd. ↑
  5. ebd. ↑
  6. GemA Düdelsheim, XIII, 3, 9/10/11/14/15, und XIII, 4, 1/3/4/5: Personenstandsregister der Juden (mit Beilagen) 1824-1875. ↑
  7. Elisabeth Johann: Unsere jüdischen Nachbarn. Ein fast vergessener Teil der Ortsgeschichte von Altenstadt (Hessen), Höchst a. d. Nidder und Lindheim, 14. bis 20. Jahrhundert. Altenstadt 1991, S. 120. ↑
  8. ebd., S. 120ff, mit weiteren Angaben zur Familie Müller. ↑

Anmerkungen

Vater: Hirsch/Zwi Morgenstern (Grabstein Nr. 65)
Mutter: Rebekka Morgenstern, geborene Löb (Alter jüdischer Friedhof Düdelsheim, Grabstein Nr. 45)
Schwestern: Rosa Morgenstern, verheiratete Müller; Auguste Morgenstern, verheiratete Grünebaum (Grabstein Nr. 18)
Schwager: Isaak Müller
Ehemann: Jakob Marburg (Grabstein Nr. 15)
Sohn: Julius Marburg
Tochter: Rosalie Marburg

Bearbeitung

Christa Wiesner (2001), Christa Wiesner und Werner Wagner (2004-2005), Bernd Vielsmeier (2015)

Bildnachweise

Düdelsheim, Neuer jüdischer Friedhof, Nr. 2/20

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Marburg, Fanny, geborene Morgenstern (1919) – Düdelsheim, Neuer jüdischer Friedhof“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/15229_marburg-fanny-geborene-morgenstern-1919-duedelsheim-neuer-juedischer-friedhof> (aufgerufen am 05.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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