Koref, Markus (1900) – Hanau

Grab Nr. 11/80  
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Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Äußere Merkmale

Material und Größe

[ohne Angabe]

Platzierung

stehend

Inschrift

Sprache der Vorderseite

hebräisch

Übertragung

siehe Digitalisat in der Bildergalerie

Vorderseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Hier ruht
unser Lehrer und Rabbiner, der Raw, die große Leuchte, der ehrwürdige Heilige, Mordechai,
Sohn unseres Lehrers und Meisters Jehud(a) Ari’ ha-Kohen, (einer von) den Söhnen der heiligen Gemeinde Prag. Er saß
auf dem Lehrstuhl in der heiligen Gemeinde Rawitsch in Posen
und hier, in der heiligen Gemeinde Hanau und im Bezirk. Und im Alter von 66 Jahren wurde er abberufen
in das himmlische Lehrhaus am 21. Adar I.
und wurde zu Grabe gebracht am 22. desselben mit einer großen Trauerrede
und mit großem Weinen im Jahre [5]660 nach der kleinen Zählung.
Bitterlich weinen wir, Weh’, denn eine Krone ist von unserem Haupt gefallen,
ein treuer Hirte hat uns verlassen. Groß ist der Kummer unserer gebrochenen Herzen.
Das Wort Gottes seiner Generation zu lehren, war der Wunsch seiner Seele.
Seine lauteren Aussprüche waren ihm aus der gütigen Hand Gottes, die auf ihm lag, eingegeben,
in seinem Glauben ging er aus und ein vor seinem Schöpfer,
er war nahe den Gottesfürchtigen, die Verherrlichung Gottes tönte aus seiner Kehle.
Rawitsch und Hanau – wehklaget! Sehet seine teure Pracht.
Auch noch im liebevollen Angedenken erscheint es ihnen, als sei er noch auf seiner Wacht.
An den Freuden vor Gottes Gegenwart wird er sich im Himmel erfreuen.
Möge seine Seele für ewig eingebunden sein im Bunde des Lebens.

Sockel:

Um Cohanim vor Verunreinigung zu bewahren:
Sie sollen sich dem Grab meines Herrn, meines Vaters, unseres Herrn Lehrers und Rabbiners
nur bis zur Pforte des Friedhofs nähern.

Ausführung

segnende Priesterhände

Verstorbene

  1. Koref, Markus
    Geburtstag
    25.7.1833
    Sterbetag
    20.2.1900
    Geschlecht
    männlich
    Herkunftsort
    Prag
    Wohnort
    Hanau
    Funktion
    Rabbiner; Vorsitzender des Rabbinatsgerichts
    Weitere Angaben

    Markus Koref, Sohn des Juda Löb Koref und der Henriette geb. Kuhe, Rabbiner, Vorsitzender des Rabbinatsgerichts, Talmudgelehrter, geb. 25.7.1833 in Prag (Memorbuch Hanau: Jewish National and University Library, Signatur Heb. 8° 3222, fol. 177r, Nr. 949); seine Witwe Recha geb. Fleischhauer und sein Sohn Dr. Leo Koref starben 1.9. bzw. 17.10.1942 in Theresienstadt, Sohn Felix wurde 1943 nach Bergen-Belsen deportiert und ist verschollen; StadtA Hanau, Bestand J 7, 18; Der Jüdische Friedhof Hanau. Hrsg. v. Hanauer Geschichtsverein 1844 e.V. u. der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen. Hanau/Wiesbaden 2005. S. 418f (Abb.), 543.

Nachweise

Anmerkungen

Vater: Juda Löb Koref
Mutter: Henriette Koref, geborene Kuhe
Ehefrau: Recha Koref, geborene Fleischhauer
Tochter: Lea Koref (Grab Nr. 11/79)
Söhne: Dr. Leo Koref und Felix Koref

Bearbeitung

Naftali Bar-Giora Bamberger (1985-2000), Monika Rademacher und Christa Wiesner (2000-2005) und Bernd Vielsmeier 2014/2015

Bildnachweise

Helmut Friedrich (1985)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Koref, Markus (1900) – Hanau“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/14597_koref-markus-1900-hanau> (aufgerufen am 05.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/juf/14597

Hanau-11-080_I