Wolf, Moses (1927) – Alsbach

Grab Nr. 1872  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Äußere Merkmale

Platzierung

liegend

Beschreibung

Doppelgrabstein. Von der Tafel mit der Grabinschrift ist nur ein Fragment erhalten. Die Grabinschrift der Ehefrau fehlt. Der Grabstein wurde mit Unterstützung u.a. der Nachkommen und der Geschichtswerkstatt der Geschwister-Scholl-Schule, Bensheim, restauriert und mit neuen Inschriften versehen. Er wurde am 24. Juni 2026 enthüllt.

Inschrift

Sprache der Vorderseite

deutsch

Rückseite

(Deutsche Inschrift:)

Hier ruht
MOSES WOLF I.
aus Bensheim
geb[oren] 5. April 5620,
gest[orben] 28. Mai 56[87]

Verstorbene

  1. Wolf, Moses
    Geburtstag
    5.4.1860
    Sterbetag
    28.5.1927
    Geschlecht
    männlich
    Herkunftsort
    Bickenbach
    Wohnort
    Bensheim
    Sterbeort
    Bensheim
    Beruf
    Handelsmann, Immobilienmakler
    Funktion
    Vorstand der israelitischen Gemeinde Bensheim
    Weitere Angaben

    Moses Wolf, Sohn des Isaak Wolf und der Sara Fränkel, betrieb ein Handelsgeschäft in Bensheim, Hauptstr. 58, für Getreide, Mehl- und Futter-Artikel, Spezialität: Wallnüsse. In den 1920er Jahren führte er mit Moos & Co. ein Immobiliengeschäft, incl. Kreditbeschaffung: Bahnhofstr. 26. Seit 1926 war er Mitglied des israelitischen Gemeindevorstands. Er heiratete Beerfelden 11.11.1896 Hannchen Rosenthal, Tochter des Jakob Rosenthal und der Adelheid Kaufmann. Sie wurde über 80-jährig als Witwe am 15.3.1941 nach Frankfurt am Main-Niederau und dann nach Theresienstadt deportiert ermordet.

    Der Sohn Jakob Wolf, verheiratet mit Henny Amsberg konnte mit seiner Familie am 6.12.1937 nach Portland, USA, emigrierten.

Nachweise

Anmerkungen

Vgl. Lupold von Lehsten, Zur Geschichte der Juden in Bensheim und an der Bergstraße, Mskr., 1993, Expl. im Stadtarchiv Bensheim; Eva Bambach, Grabstein setzt Zeichen gegen das Vergessen. Nach Recherchen von Schülerinnen und Schülern wurden der zerstörte Grabstein von Moses Wolf auf dem jüdischen Friedhof von Alsbach restauriert und jetzt feierlich enthüllt, in: Bergsträßer Anzeiger vom 27.6.2026, S. 10.

Bearbeitung

Christa Wiesner, 1985, bearbeitet von Bernd Vielsmeier, 2013/2014

Bildnachweise

Bildarchiv Foto Marburg (1985): Rückseite: B 2736/24

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Wolf, Moses (1927) – Alsbach“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/12735_wolf-moses-1927-alsbach> (aufgerufen am 02.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/juf/12735