Auerbach, Benjamin Hirsch

geboren
22.6.1808 Neuwied
gestorben
30.9.1872 Halberstadt
Beruf
Rabbiner
Titel
Dr. phil.
Konfession
jüdisch
GND-Explorer
124958850

Andere Namen

Weitere Namen

Auerbach, Zevi Benjamin ben Abraham

Wirken

Werdegang

  • Zebi oder Zevi Benjamin führt seine Abstammung auf die Auerbach-Familie des David Tevele Auerbach, 1575 in Wien, zurück. Sein Vorfahre Meshullam Zalman Fischhof starb 1677 in Nikolasburg.
  • Rabbinatsausbildung in Krefeld und Worms
  • Studium der Philosophie, Pädagogik und Geschichte an den Universitäten Bonn und Marburg
  • Rabbinatskandidat in Marburg
  • 1835-1857 auf Wunsch der orthodoxen Landjudengemeinden in den Kreisen Dieburg, Groß-Gerau und Bensheim Landesrabbinats in der Provinz Starkenburg im Großherzogtum Hessen-Darmstadt
  • 2.1.1835 Einführung in das Amt als Landesrabbiner in Darmstadt
  • seine Darmstädter Adresse war die Synagoge in der Kleinen Ochsengasse
  • er war einer der ersten orthodoxen Rabbiner, der deutsch predigte, so erstmals 1836 bei der Konfirmation
  • 1839 scheiterte er mit der Einführung eines neo-orthodoxen Schulbuches
  • zunehmende Spannungen zwischen ihm und den Vorstehern der liberalen Darmstädter Gemeinde
  • 20.4.1857 Entlassung
  • Privatgelehrter in Frankfurt am Main
  • 1863 nach Empfehlung von Samson Raphael Hirsch (Oldenburg) Rabbiner in Halberstadt

Funktion

  • Darmstadt, Landesrabbiner, 1835-1857

Werke

  • Herausgeber des Sefer ha-Eshkol des Abraham ben Isaak of Narbonne, 12. Jahrhundert.
  • Geschichte der israelitischen Gemeinde Halberstadt. Nebst einer Anlage ungedruckter, die Literatur wie die religiösen und politischen Verhältnisse der Juden in Deutschland in den letzten zwei Jahrhunderten betreffende Briefe und Urkunden, Halberstadt 1866.

Lebensorte

Krefeld; Worms; Bonn; Marburg; Dieburg; Groß-Gerau; Bensheim; Darmstadt; Frankfurt am Main; Halberstadt

Familie

Vater

Auerbach, Abraham Selig, 1763–1845, Neffe von David Sinzheim, aus Buchsweiler, Rabbiner in Forbach (Elsaß), in Straßburg von den französischen Revolutionstruppen festgenommen, in Neuwied, Koblenz, 1811 erster Konsistorialoberrabbiner in Bonn, Sohn des Abiezri-Selig Auerbach, 1726–1767, Rabbiner, und der Gudula Sinzheim

Mutter

Oppenheim, Esther, 1785–1864

Partner

Fraenkel, Anna, (⚭ 1838) geboren 14.12.1814, gestorben 23.5.1884, Tochter des Kreisvorstehers Eisemann Fraenkel aus Witzenhausen

Verwandte

  • Auerbach <Sohn>, 1840–1901, Dr., Rabbiner in Halberstadt, Präsident des Rabbinerseminars von Esriel Hildesheimer in Berlin, verheiratet mit Rosa Hirsch, 1843–1932, Rebbezin, „Tante Röschen“, elf Kinder
  • Auerbach, Isaak Emil <Enkel>, 1870–1932, Dr., Rabbiner in Halberstadt und Direktor der jüdischen Schule, Geschäftsführer des Halberstädter Verbandes der orthodoxen Gemeinden, verheiratet mit Clara Marx, * 1878
  • Auerbach, Hirsch Benjamin <Enkel>, 1873–1852, Dr.med., praktischer Arzt und Geburtshelfer in Halberstadt, auch Armenarzt, verheiratet mit Rosa Kauffmann, aus Frankfurt am Main
  • Auerbach, Moses <Enkel>, 1881–1976, Rabbiner, Lehrer, Historiker, seit 1909 in Palästina, verheiratet mit Jenny Kottek, 1889–1954
  • Auerbach, Hirsch Benjamin (Zevi Benjamin) <Urenkel>, 1901–1973, 1932-1938 letzter Rabbiner von Halberstadt, gründete in Palästina den „Verein ehemaliger Halberstädter Juden“

Nachweise

Quellen

Literatur

Weblinks

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Auerbach, Benjamin Hirsch“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/9922_auerbach-benjamin-hirsch> (aufgerufen am 05.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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