Egilolf
geboren
um 920 gestorben
23.6.970 Hersfeld heute Bad Hersfeld Beruf
Mönch, Abt Konfession
katholisch GND-Explorer
1104386186Andere Namen
Weitere Namen
Agelulfus
Agilulf
Ailulfus
Egilolfus
Egilulf
Hersfeld, Egilolf%von
Hersfeld, Abt Egilolf von
Wirken
Werdegang
- um 920 Geburt wohl in einem adligen Hause aus Hessen oder Thüringen
- um 930 vielleicht bereits Ausbildung in der osthessischen Benediktinerabtei Hersfeld
- um 930-963 Egilolf war dann sicher auch schon längere Zeit Hersfelder Mönch
- 14.9.963 Tod des Hersfelder Abtes Gunther I., worauf Egilolf ihm nachfolgte
- ab 963 Egilolf wurde noch stärker als sein Vorgänger ein vertrauter Freund und Ratgeber Kaiser Ottos I., sodass die Abtei unter ihm den Gipfel ihrer Selbständigkeit erreichte
- 966 Egilolf reiste als Begleiter des Kaisers auf dessen dritten Italienzug
- 2.1.968: Abt Egilolf erhielt auf Fürbitten der beiden Kaiser Otto I. und Otto II. von Papst Johannes XIII. noch in Rom ein Dekret, durch das jener dem Kloster Hersfeld das freie Abtswahlrecht verlieh, es dem päpstlichen Stuhl unmittelbar mit Ausschluss jeder bischöflichen Zwischeninstanz unterstellte und jegliche Besitzschmälerung verbot
- 15.2.968: Im Gegenzug verliehen Otto I. und Otto II. in Benevent in identischen Urkunden dem Kloster ihrerseits Exemtion von bischöflicher Gewalt, freie Abtswahl und Immunität. Zudem lobten beide dort ausdrücklich die geleisteten treuen Dienste Egilolfs
- nach 2.3.968: Egilolf kehrte im Auftrag Ottos I. vorzeitig nach Deutschland zurück und leitete die Wahlen des Mainzer Erzbischofs und des Fuldaer Abtes im Sinne des Kaisers, der den loyalen Fuldaer Abt Hatto II. auf den Mainzer Erzstuhl bringen wollte.
- 23.6.970: Tod Abt Egilolfs wohl in Hersfeld selbst
Funktion
- Hersfeld, Abt, 0963-0970
Lebensorte
Hersfeld
Nachweise
Quellen
- Lampert von Hersfeld: Annales; Edition nach Oswald Holder-Egger; neu übersetzt von Adolf Schmidt; erläutert von Wolfgang Dietrich Fritz; Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters – Freiherr vom Stein – Gedächtnisausgabe; hrsg. von Rudolf Buchner; Band 13; unveränderter fotomechanischer Nachdruck der 1. Auflage 1957; Darmstadt 1962, S. 30, 32
- Ders.: Libelli de institutione Herveldensis ecclesiae quae supersunt; in: Lamperti monachi Hersfeldensis opera; recognovit Oswald Holder-Egger; accedunt Annales Weissenburgenses; Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum ex Monumentis Germaniae Historicis recusi; Band 38; Hannover/Leipzig 1894, S. 341-354, hier S. 348
- Hans Weirich (Bearb.), Urkundenbuch der Reichsabtei Hersfeld: Teil 1, 1. Hälfte, mit Verwertung der Vorarbeiten Karl Hörgers (†), Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck, Band 19,1, Marburg 1936, Nr. 56-58, S. 100-108 u. Nr. 69, S. 131-135
Literatur
- Josef Leinweber, Die Fuldaer Äbte und Bischöfe. Festgabe des Bistums Fulda für Bischof Eduard Schick zum Diamantenen Priesterjubiläum, Frankfurt am Main 1989, S. 33
- Elisabeth Ziegler, Mit Mitra und Krummstab – Die Äbte des Reichsklosters (der Reichsabtei) Hersfeld; in: Bad Hersfelder Jahresheft, Band 16; Bad Hersfeld 1970, S. 6-22, hier S. 8 f.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Egilolf“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/9878_egilolf> (aufgerufen am 16.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/9878