Demme, Louis

 
geboren
2.5.1845 Hersfeld
gestorben
9.9.1898 Hersfeld
Beruf
Schreiber, Buchhalter, Expedient, Stadtsekretär, Stadtarchivar
Konfession
evangelisch-reformiert
GND-Explorer
101441924

Wirken

Werdegang

  • Geburt in Hersfeld im Haus Hanfsack 586 als achtes und jüngstes Kind einer dortigen Familie
  • bis 1859 Besuch der Bürger-Knabenschule seiner Heimatstadt
  • 1859 nach seiner Konfirmation Eintritt beim Justizamt Hersfeld als Schreiber, wo er bei einem „Advokaten“ (Anwalt) beschäftigt war (wohl als Auszubildender)
  • 1861 Anstellung im Büro eines Rechtsanwaltes in Hünfeld, wo er als Buchhalter und Expedient arbeitete und den Schriftverkehr abwickeln musste
  • Sein Chef war mit ihm so zufrieden, dass er Demme schließlich bei seiner Beförderung zum Obergerichtsanwalt mit nach Kassel nahm
  • 23.3.1866 Rückkehr nach Hersfeld, indem er als Expedient in städtische Dienste trat
  • 7-9.1866: als solcher bewährte sich Demme während der für ihn arbeitsreichen Umbruchszeit der Besetzung und Annexion Kurhessens durch Preußen
  • 1869: Nach dem Tod des Stadtsekretärs sollte Demme dessen wichtige Stelle verwalten
  • 1873: Durch königlichen Erlass wurde Demme dieser Posten endgültig zugesprochen, womit er zu den wenigen Beamten der Stadt zählte (Lebensstellung, Pensionsanspruch)
  • Daneben verwaltete Demme auch die Hersfelder „A. T. Dippel-Stiftung“.
  • 21.1.1892: Am 50. Todestag des Stadtretters Johann Baptist Lingg trat Demme in seinen erst postum publizierten Chroniknotizen für die lange gescheiterte Errichtung eines Denkmals ein, was er auch öffentlich durch mehrere Artikel in der „Hersfelder Zeitung“ unterstrich, die zur Einsetzung eines Denkmalausschusses führten (28. März)
  • Ende 1894: Demme wurde als Nachfolger eines verstorbenen Mitglieds selbst in den Denkmalausschuss aufgenommen, dessen Aktivität nun erst wirklich in Gang kam
  • bis 1898 in den letzten Jahren seines Lebens litt Demme an einer Venenentzündung
  • Sommer 1898: Demme verstauchte sich den Fuß bei einer Wanderung zum Tageberg westlich bei Hersfeld und begann den bereits angetretenen Urlaub als Kranker
  • 9.9.1898: Wenige Wochen später starb der 53-Jährige dennoch überraschend, bevor er wieder völlig hergestellt war
  • Schließlich bestattete man Demme neben seiner ersten, früh verstorbenen Ehefrau auf dem Hersfelder Friedhof am nahe nordwestlichen Frauenberg (Grab noch vorhanden)

Werke

  • Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld 736-1618 (1891)
  • Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld 1618-1756 (1893)

Lebensorte

Hersfeld; Hünfeld; Kassel

Familie

Vater

Demme, Johannes, Schneidermeister

Mutter

Kirms, Catharina Elisabeth

Partner

  • Wolff, Sophie, * Hanau 27.10.1853, † Hersfeld 25.12.1885, evangelisch, 5 Kinder, Tochter des Karl Wolff, † Fulda, Kreissekretär, und der Elise Ehrhardt
  • Anacker, Charlotte Johanna Maria, (⚭ Hersfeld 8.9.1887) * Hersfeld 31.3.1849, Tochter des Wilhelm Anacker, Stadtorganist, Lehrer, und der Maria Sophia Most

Verwandte

  • Demme, Georg August <Bruder>, * vor 1838, † vor 1874, „Scribent“ (Schreiber), Heirat vor 1853 Elisabeth Rudolph
  • Demme, N.N. <Bruder>, * vor 1845
  • Schilde, Wilhelmine, geb. Demme <Nichte>, * 14.4.1853, † 29.6.1931, Heirat 30.9.1874 Benno Schilde

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Demme, Louis“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/9768_demme-louis> (aufgerufen am 12.04.2026)

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