Bun
geboren
um 780 Schwaben gestorben
30.7.840 Hersfeld heute Bad Hersfeld Beruf
Mönch, Abt Konfession
katholischAndere Namen
Weitere Namen
Buno
Bunus
Hersfeld, Bun%von
Hersfeld, Abt Bun%von
Wirken
Werdegang
- um 780 Geburt und Kindheit in einer schwäbischen Adelsfamilie
- vor 800 wohl schon in jungen Jahren Eintritt in die Reichsabtei Fulda, wo Bun in diesem Fall in der angesehenen Klosterschule seine benediktinische Ausbildung erhielt
- Um 800: zumindest wurde Bun dann Mönch im besagten Kloster Fulda.
- Wohl Anfang 820: als Fuldaer Mönch stieg Bun zum Abt des nördlichen Nachbarklosters Hersfeld auf.
- 8.5.820: Erstbeleg Buns als Hersfelder Abt in einer Kaiserurkunde
- Ab 820: Der neue Abt führte zur Verbesserung und festeren Gestaltung von Klosterleben und Wirtschaftsverwaltung die anianischen Neuerungen von etwa 816 auch in Hersfeld ein, nachdem er sie als Mönch bereits ab 817 in Fulda kennengelernt hatte.
- 10.7.831: Abt Bun legte mit seinem Fuldaer Amtsbruder Hrabanus Maurus den Grundstein für eine neue Hersfelder Klosterkirche.
- 836: Im Auftrag von Abt Bun verfasste der Fuldaer Mönch (Servatus) Lupus eine noch erhaltene Lebensbeschreibung des Hl. Wigbert („Vita Wigberti“).
- Juni 838: In einem Streit mit dem Bistum Halberstadt um die Hersfelder Zehnten im ostsächsischen Hassegau und Friesenfeld ließ sich das Kloster von Kaiser Ludwig dem Frommen in Nimwegen den Besitz der betroffenen Kapellen zu Osterhausen, Allstedt, Oberwiederstedt und Wormsleben samt Zehnten bestätigen.
- Vor 840: gab es einen Zehntkonflikt mit dem Erzbistum Mainz, da Erzbischof Otgar gegenüber Abt Bun mit unbekannter Begründung Ansprüche auf die Zehnten erhob.
- 30.7.840: Tod Abt Buns
Funktion
- Hersfeld, Abt, 0820 (vor 8.5.)-0840
Lebensorte
Fulda; Hersfeld
Nachweise
Quellen
- Hrabani Mauri Carmina: XIX. Ad Brunwardum Chorepiscopum, in: Monumenta Germaniae Historica, Poetae Latini medii aevi 2: Poetae Latini aevi Carolini (II), hrsg. von Ernst Dümmler, Berlin 1884, S. 184 f.
- Lampert von Hersfeld: Annales; Edition nach Oswald Holder-Egger; neu übersetzt von Adolf Schmidt; erläutert von Wolfgang Dietrich Fritz; Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters – Freiherr vom Stein – Gedächtnisausgabe; hrsg. von Rudolf Buchner; Band 13; unveränderter fotomechanischer Nachdruck der 1. Auflage 1957; Darmstadt 1962, S. 22-24
- Ders.: Libelli de institutione Herveldensis ecclesiae quae supersunt; in: Lamperti monachi Hersfeldensis opera; recognovit Oswald Holder-Egger; accedunt Annales Weissenburgenses; Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum ex Monumentis Germaniae Historicis recusi; Band 38; Hannover/Leipzig 1894, S. 341-354, hier S. 348
- Weirich, Hans (Bearbeiter): Urkundenbuch der Reichsabtei Hersfeld: Teil 1, 1. Hälfte; mit Verwertung der Vorarbeiten Karl Hörgers (†); Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck; Band 19,1; Marburg 1936, Nr. 29-35 u. 37, S. 49-63 u. 65-67
Literatur
- Philipp Hafner, Die Reichsabtei Hersfeld bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts, Hersfeld 1936, S. 16 f., 43 f.
- Konrad Lipphardt, Beiträge zur Geschichte Bad Hersfelds und Umgebung – Stationen und Wegmarken; Kulturförderverein Ruhrgebiet e. V., Nr. 69643, Gladbeck 2000, S. 12 u. 24
- Tilman Struve, Lampert von Hersfeld. Persönlichkeit und Weltbild eines Geschichtsschreibers am Beginn des Investiturstreits; in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte, Teil A: Band 19, Marburg 1969, S. 1-123, hier Teil A, S. 46 f.
- Struve, Tilman: Lampert von Hersfeld. Persönlichkeit und Weltbild eines Geschichtsschreibers am Beginn des Investiturstreits; in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte, Teil B: Band 20, Marburg 1970, S. 32-142
- Ziegler, Mit Mitra und Krummstab. Die Äbte des Reichsklosters (der Reichsabtei) Hersfeld; in: Bad Hersfelder Jahresheft 16 (1970), S. 6-22, hier S. 6 f.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Bun“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/9757_bun> (aufgerufen am 17.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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