Lorichius, Josephus

 
geboren
um 1510 Hadamar
gestorben
6.1.1574 Kassel
Beruf
Jurist, Hochschullehrer, Notar, Oberappellationsrat
Titel
Prof.; Mag.
Konfession
katholisch
GND-Explorer
137872445

Andere Namen

Weitere Namen

Hadamarius, Josephus Lorichius
Lorichius Hadamarius, Josephus
Lorichius, Josef
Lorich, Josef

Wirken

Werdegang

  • Studium 1527 in Marburg, Magister
  • Lehrer am Pädagogium in Marburg
  • 1543 ordentlicher Professor der Geschichte an der Universität Marburg
  • 1548 nach Kassel gegangen
  • 1550 Mitglied der Hansegrebengilde
  • 1553 hessischer Abgesandter an Herzog Philipp Magnus von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • 1556 und 1562 Ratsherr und Schöffe in Kassel
  • 1557 Stadtschreiber und kaiserlicher Notar in Kassel
  • 11.11.1567 von Landgraf Philipp II. von Hessen-Rheinfels als Rat und Diener am Gericht in Kassel bestellt
  • 1567-1574 Stadtschreiber in Kassel und kaiserlicher Notar

Akademische Vita

  • Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / Geschichte / Professor / 1542-1548

Lebensorte

Marburg; Kassel

Familie

Vater

Lorichius, Johannes, 1465–nach 1523, Kellner in Hadamar

Mutter

Doring, Ann

Partner

Furster, Magdalene, (⚭ 1544) † 1588, Tochter des Ludwig Furster, Rat und Burgmann in Kassel

Verwandte

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Gundlach, Dienerbuch
Mag. Josephus Lorichius Hadamarus1, immatrikuliert in Marburg 15272, Lehrer am Pädagogium daselbst; ein gewaltiger Historicus und Professor historiarum zu Marburg3 seit 15434, geht 1548 nach Cassel5, 1553 April hessischer Abgesandter an den Herzog Philipp Magnus von Braunschweig-Wolfenbüttel6; Kaiserlicher offenarer Notarius in Cassel 15577, 1561 Oktober 168, 1567 April 79, wurde Stadtschreiber in Cassel 155710, erhielt 1567 November 11 von Landgraf Philipp dem Jüngeren eine Bestallung als Rat und Diener von Haus aus an das neugeschaffene Revisions- oder Oberappellationsgericht in Cassel11, war noch in dieser Ratsbestallung 1571 November 1112, Stadtschreiber in Cassel noch 1572 Februar 3, starb daselbst 1574 Januar 613. Er war Schwiegersohn des Dr. Ludwig Furster14.

Nachweise

Fußnoten

  1. Siehe Gundlach, Catalogus professorum S. 315.
  2. Marburger Matrikel.
  3. Saur S. 10.
  4. Strieder 8, 95 ff. Siehe jedoch Lauze I 155.
  5. Ebd.
  6. Polit. Archiv, Braunschweig.
  7. Bürgermeister und Rat in Cassel berichten 1557 Oktober 17 an den Landgrafen Philipp: nachdem wir kurzvergangener zeit nach absterben unsers stadtschreibers seligen Peter Dietrichs vom Marienberg einen andern herbrachter gewonheit nach vor einen stadtschreiber bei namen Magister Joseph angenommen haben, auch in betrachtung, das er e. f. g. undertan und von e. f. g. eine steur zum studio gehabt hat, zu dem er das alhie ein ratsperson, erbars leben und wandels ist, von e. f. g. reten und doctoribus in der Nassauischen sach mit schreiben und vor einigen notarien auch gebraucht, wie wir dan bericht worden, das e. f. g. inen auch noch pro notario gebrauchen lassen, so werden wir doch von e. f. g. stadthalter bescheiden, das e. f. g. hierin ein gnediges bedenken hetten, das wir inen bestelt und demnach widder erleuben sollten –, darumb auch gedachter magister mit freundlicher danksagung die schlussel ufs rathaus niddergelegt und von berurtem dienste apgestanden und anderst nichts dan eine geburtliche paßbort begert etc. Nu erkennen wir uns schuldig, e. f. g. darin underteniglich zu gehorsamen, wir bitten aber, e. f. g. wollen unser und gemeiner stadt gelegenheit gnediglich bedenken, das wir von alters hero allzeit einen stadtschreiber anzunehmen gehabt, auch denen belohnen mussen, das wir nachmals darbei möchten gehandhabt werden, dan wir mit gerichtlichen, burgerlichen und peinlichen sachen uberheuft, zudem das auch viel sachen anhero als an den oberhoeff rechtlich erwachsen, darzu uns guetes rats und ein geschickte person woll von nöten, damit niemants durch uns an seinem rechten verkurzt werden möchte. So will auch uns und den parteien des unkosten halben schwer fallen, allzeit an andere ort belernung und rat zu suchen, haben der und keiner andern ursachen mit ime Josepho gehandelt und erbetten, so wir ine ufrichtig und tuglich zu dem dienste erkant, zu dem das e. f. g. ine wie unsern vorigen stadtschreiber vor einen notarien zu gebrauchen hetten, dweil auch keiner mehr hier ist, uff diesen gedacht, der auch am dienste bei uns plieben und vieleicht nicht apgezogen were. Wo es nu gesein könnte, wollten wir underteniglich bitten, das e. f. g. gnediglich verwilligte, uns ine in dienst zu behalten, mag es aber nicht gesein, so stellen wir zu e. f. g. gnedigen wolgefallen. Wen dan e. f. g. bedacht, der e. f. g. und gemeiner stadt könt dienstlich und bequem sein anzunemen in dem wollen wir dan underteniglich gern gefolgen. (Ausf. M. St. S. 815.)
  8. Polit. Archiv, Hersfeld.
  9. Schmincke, Monimenta Hassiaca 4, 583.
  10. Siehe Anm. 7.
  11. Konzept der Bestallung und Revers in Urkunden, Bestallungen.
  12. Rheinfelser Kammerrechnung von 1571 (Samtarchiv).
  13. Saur S. 10 (hier als „der Stadt Cassel Secretarius“ bezeichnet). Seine Tochter Catharina war die Gattin des Dr. Wilhelm Rhodingus.
  14. Knetsch ZHG 40, 286 und in den Nachrichten der Gesellschaft für Familienkunde in Kurhessen und Waldeck 1928 S. 34.

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Lorichius, Josephus“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/9618_lorichius-josephus> (aufgerufen am 11.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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