Heymann, Ernst
Wirken
Werdegang
- 1889 Abitur am Maria-Magdalenen-Gymnasium in Breslau (heute Wrocław/Polen)
- 1889-1892 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Breslau
- 21.12.1892 Erstes Juristisches Staatsexamen
- 3.11.1894 Promotion zum Dr. jur. in Breslau
- 1.4.1896 Habilitation in Breslau
- 18.10.1898 Lehrauftrag für Deutsches und Handelsrecht an der Universität Breslau
- 28.2. zum 1.4.1899 außerordentlicher Professor für Deutsches Recht und Zivilprozess an der Universität Berlin
- 10.3. zum 1.4.1902 ordentlicher Professor für deutsches Recht und Handelsrecht in Königsberg; eingeführt am 2.5.1902
- 11.2. zum 1.5.1904 Versetzung an die Universität Marburg als ordentlicher Professor für deutsche Rechtsgeschichte, deutsches Privat-, Handels- und Bürgerliches Recht; auch Vorlesungen über Kirchenrecht und See- und Wechselrecht
- 11.6.1913 Geheimer Justizrat
- 5.1. zum 1.4.1914 ordentlicher Professor für Deutsches Recht an der Universität Berlin
- seit 1918 ordentliches Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften
- 1926-1938 Sekretar der philosophisch-historischen Klasse der Akademie, danach zunächst bis 1939 kommissarischer Vizepräsident und von 1939 bis 1942 Vizepräsident
- langjähriger Vorsitzender der Akademiekommissionen „Deutsches Rechtswörterbuch“, „Deutsche Kommission“ und „Vocabularium Iurisprudentiae Romanae“ sowie Justizsachverständiger der Akademie
- seit 1926 wissenschaftlicher Berater des Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (später Max-Planck-Gesellschaft)
- 1937-1946 Direktor des Instituts und Wissenschaftliches Mitglied der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft als Nachfolger Ernst Rabels nach dessen vom NS-Regime erzwungenen Amtsniederlegung
- 1944 Übersiedlung des Instituts nach Tübingen im Rahmen der Evakuierung Berlins
- 1931-1933 Präsident der Juristischen Gesellschaft zu Berlin, Mitglied der Zentraldirektion und Leiter der Abteilung „Leges“ der Monumenta Germaniae Historica
- 5.1934 Mitbegründer im Ausschuss für Rechtsphilosophie innerhalb der nationalsozialistischen Akademie für Deutsches Recht
- 1939 Autor einer Festschrift zum 50. Geburtstag Adolf Hitlers
Funktion
- Marburg, Universität, Juristische Fakultät, Dekan, 1906
- Marburg, Universität, Juristische Fakultät, Dekan, 1912-1913
Studium
1889-1892 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Breslau
Akademische Qualifikation
- 3.11.1894 Promotion zum Dr. jur. in Breslau
- 1.4.1896 Habilitation in Breslau
Akademische Vita
- Breslau, Universität / Juristische Fakultät / Deutsches und Handelsrecht / Privatdozent / 1898-1899
- Berlin, Universität / Juristische Fakultät / Deutsches Recht und Zivilprozess / außerordentlicher Professor / 1899-1902
- Königsberg, Universität / Juristische Fakultät / Deutsches Recht und Handelsrecht / ordentlicher Professor / 1902-1904
- Marburg, Universität / Juristische Fakultät / Deutsche Rechtsgeschichte, Deutsches Privat-, Handels- und Bürgerliches Recht, auch Kirchenrecht und See- und Wechselrecht / ordentlicher Professor / 1904-1914
- Berlin, Universität / Juristische Fakultät / Deutsches Recht / ordentlicher Professor / 1914-1943
Akademische Ämter
1906 und 1912-1913 Dekan der Juristischen Fakultät der Universität Marburg
Mitgliedschaften
ab 1918 ordentliches Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften
1925 korrespondierendes Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften
1931-1933 Präsident der Juristischen Gesellschaft zu Berlin
Werke
Lebensorte
Breslau; Berlin; Königsberg (Preußen); Marburg; Tübingen
Familie
Vater
Heymann, Theodor, 1842–1913, Geheimer Oberpostrat
Mutter
Otto, Marie, 1841–1888
Partner
Hahn, Gertrud, (⚭ Peltschütz-Wiltschau 1899) 1874–1954, Tochter des Konstantin Hahn, Rittergutsbesitzer in Peltschütz, Kreis Breslau, und der Martha Wagner
Nachweise
Literatur
- Neue deutsche Biographie, Bd. 9, Berlin 1972, S. 88 f. (Gertrud Schubart-Fikentscher)
- Gundlach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 1, Von 1527 bis 1910, Marburg 1927, Nr. 231
- Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 2, Von 1911 bis 1971, Marburg 1979, S. 107.
Weblinks
Nachnutzung
Rechtehinweise
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Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Heymann, Ernst“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/9540_heymann-ernst> (aufgerufen am 11.04.2026)
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