Degenfeld, Maximilian Graf von
Wirken
Werdegang
- Kurpfälzischer Page
- 1661 Studium in Modena und Rom
- 1664 Volontär des Markgrafen Leopold von Baden in Ungarn
- Kurpfälzischer Rittmeister
- 1667 überbringt er die Glückwünsche des Kurfürsten zur Vermählung des Kaisers in Wien, wobei er die Bestätigung des Raugrafentitels für seine Schwester erreichen soll
- 1668 Kurpfälzischer Gesandter in Spanien
- 1672 Kammerherr und Regierungsrat, Vizedom des Oberamtes Neustadt an der Haardt
- Administrator des Stifts Limburg
- zugleich Oberstlieutenant der Leibgarde
- Gesandter nach Holland, Brüssel, Berlin
- Wirklicher Geheimer Rat, 1689-1693 mit der kurpfälzischen Regierung in Frankfurt am Main
- Besitzer zahlreicher Güter
- erbt den Pfandbesitz des Dorfes Ramholz von seinem Schwiegervater Landas
Lebensorte
Modena; Rom; Neustadt an der Haardt; Frankfurt am Main
Familie
Vater
Degenfeld, Christoph Martin Freiherr von, 1599–1653, GND, Kaiserlicher General, 1632 Oberst in schwedischen Diensten, Flucht nach Straßburg, Königlich Französischer Oberster General der fremden Reiterei, 1642–1649 Venezianischer General und Generalgouverneur von Dalmatien und Albanien
Mutter
Adelmann von Adelmannsfelden, Maria Anna, 1610–1651, Heirat Dürnau 22.4.1628, Tochter des Wilhelm Adelmann von Adelmannsfelden, Herzoglich Württembergischer Obervogt zu Schorndorf, und der Margarethe Anna von Degenfeld
Partner
- Landas, Amalie von, * Handschuhsheim 1647, † Heidelberg 24.12.1683, 30 Jahre 1 Monat alt, begraben Neustadt an der Hardt, Heirat Heidelberg, Schloß, 30.9.1671, Hoffräulein in Heidelberg, Tochter des Johann Friedrich Freiherr von Landas, Herr auf Handschuhsheim, Kurpfälzischer Geheimer Rat und Hofmarschall, und der Amalie von Hammerstein
- Canstein, Margarethe Helena Freiin von, * Hannover 17.3.1665, † Reinsberg 1.2.1746, Heirat Hannover, Hofkirche, 23.9.1686, Schwester des Karl Hildebrand Freiherr von Canstein, Gründer der Cansteinschen Bibelanstalt, sowie des Philipp Ludwig Freiherr von Canstein, gefallen bei Oudenarde 1708, Tochter des Raban Freiherr von Canstein, Kurbrandenburg Wirklicher Geheimer Rat, Ober-Hofmarschall, Kammer-Präsident und Direktor aller brandenburgischen Lande, und der Hedwig Sophie von Kracht
Verwandte
- Degenfeld, Philipp August Freiherr von <Sohn>, 1687–1750, Königlich Schwedischer und Fürstlich Hessen-Kasselischer General-Lieutenant und Gesandter nach Schweden
- Degenfeld, Christoph Martin Graf von <Sohn>, 1689–1762, Königlich Preußischer Wirklicher Geheimer Etats- und Kriegs-Minister und Gesandter
- Diede zum Fürstenstein, Sophie Luise, geb. Freiin von Degenfeld <Tochter>, * 25.7.1690, † Hannover 13.6.1763, verheiratet I. 4.12.1710 mit Carl von Venningen, † 13.4.1718, Kurpfälz. Geheimer Rat und Ober-Jägermeister, verheiratet II. 4.5.1719 mit Christoph Ferdinand Freiherr von Degenfeld, * 1677, † 4.9.1733, Kaiserlicher Obrist, verheiratet III. 4.5.1735 mit Johann Wilhelm Dietrich Freiherr Diede zum Fürstenstein, † 14.2.1737, Kurhannover. Geheimer Rat, Gesandter in Wien, Enkel des Hessischen Comitialgesandten Hans Eitel von Diede zum Fürstenstein
- Schönberg, Marianne Louise Amalie, geb. Freiin von Degenfeld <Tochter>, * 6.5.1692, † 7.1.1758, verheiratet 28.5.1716 mit Adolf Ferdinand von Schönberg, † 13.11.1742
- Degenfeld, Amelia Henriette Freiin von <Tochter>, lebt 1697
- Henrietta Elisabetha Freiin von <Tochter>, lebt 1697
- Degenfeld, Ferdinand Freiherr von <Bruder>, 1629–1710, Kurpfälz. Geheimer Rat und Statthalter und Vormund seiner Raugrafen-Neffen und Nichten
- Pfalz, Marie Luise Raugräfin zu, geb. Freiin von Degenfeld <Schwester>, 1634–1677, GND, verheiratet Frankenthal 6.3.1657 mit Karl I. Ludwig Kurfürst von der Pfalz, 1617–1680
- Degenfeld, Gustav Freiherr von <Bruder>, gefallen 1659 als schwedischer Oberst vor Kopenhagen
- Degenfeld, Adolf Freiherr von <Bruder>, gefallen 1668 als venezianischer Oberst auf Kreta
- Degenfeld, Christoph Freiherr von <Bruder>, 1641–1685, in venezianischen, sächsischen und pfälzischen Kriegsdiensten
- Degenfeld, Hannibal Freiherr von <Bruder>, 1648–1691, Offizier, führte das bayerische Entsatzheer 1683 nach Wien, venezianischer General-Kapitän
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 255 Nr. D 7 (Maximilian bzw. der Vormund seiner Kinder verklagen den Landgrafen von Hessen-Kassel, sich in die Glaubensfragen des reichsritterschaftlichen Ortes Ramholz einzumischen)
Literatur
- Leopold Lange, Raugräfin Louise, geb. Freiin von Degenfeld. 2te Gemahlin des Kurfürsten Karl Ludwig von der Pfalz, Heidelberg 1908, S. 45-47
- NDB 6, 1964, S. 559 f. (Peter Fuchs über Louise Raugräfin zu Pfalz)
- NDB 3, 1957, S. 558 f. (Robert Uhland über Christoph Martin Freiherr von Degenfeld)
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
- Index Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Digitaler Portraitindex der druckgraphischen Bildnisse der Frühen Neuzeit: Öffnet in neuem Fenster
- Kalliope - Verbundkatalog Nachlässe, Autographensammlungen und Verlagsarchive: Öffnet in neuem Fenster
- GESA = Gesamtkatalog deutschsprachiger Leichenpredigten: Öffnet in neuem Fenster
- Wikipedia: Öffnet in neuem Fenster
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Degenfeld, Maximilian Graf von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/9276_degenfeld-maximilian-graf-von> (aufgerufen am 19.04.2026)
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