Müller, Julius

Müller, Julius
Wirken
Werdegang
- Besuch des Gymnasiums in Brieg, dort 1819 Reifeprüfung
- 1819 Jurastudium an der Universität Breslau (heute Wrocław/Polen)
- 1820 Jurastudium in Göttingen
- 1822/23 Studium der Theologie in Breslau
- 1823/24 Studium der Theologie in Berlin
- 3.1824 erstes theologisches Examen in Berlin
- 12.1824 zweites theologisches Examen in Breslau
- 6.5.1825 Ordination in Breslau
- 15.5.1825-1831 als Pfarrer in Schönbrunn bei Strehlen (Schlesien) (heute Strzelin/Polen) eingeführt
- 4.7.1831 zweiter Universitätsprediger in Göttingen
- 13.3.1832 Lizenziat der Theologie und Habilitation an der Universität Göttingen
- 28.4.1834 außerordentlicher Professor der Theologie an der Universität Göttingen
- 15.3.1835 Doktor der Theologie honoris causa in Göttingen
- 12.11.1834 zum 1.4.1835 ordentlicher Professor der Systematischen und Praktischen Theologie an der Universität Marburg, eingeführt am 4.4.1835
- 1.10.1839 ordentlicher Professor an der Universität Halle
- 14.8.1839 nachgesuchte Entlassung aus dem kurhessischen Staatsdienst erteilt
- 1841 lehnte er einen Ruf an die Universität Tübingen ab
- 4.6.1871 Doktor iuris utriusque honoris causa in Halle
- Dogmatiker und Vorkämpfer der Evangelischen Union
Funktion
- Marburg, Universität, Theologische Fakultät, Dekan, 1838
- Marburg, Universität, Prorektor, 1839
Studium
1819/20 Jurastudium an den Universitäten Breslau und Göttingen
1822-1824 Studium der Theologie an den Universitäten Breslau und Berlin
Akademische Qualifikation
- 13.3.1832 Lizenziat der Theologie an der Universität Göttingen
- 13.3.1832 Habilitation an der Universität Göttingen @ mit einer Arbeit über Luthers Lehre von der Prädestination und vom freien Willen
- 15.3.1835 D. theol. h.c. der Universität Göttingen
- 4.6.1871 Dr. jur. utr. h.c. der Universität Halle
Akademische Vita
- Göttingen, Universität / Theologische Fakultät / Theologie / Privatdozent / 1832-1834
- Göttingen, Universität / Theologische Fakultät / Theologie / außerordentlicher Professor / 1834-1835
- Marburg, Universität / Theologische Fakultät / Systematische und Praktische Theologie / ordentlicher Professor / 1835-1839
- Halle, Universität / Theologische Fakultät // ordentlicher Professor / 1839
Akademische Ämter
1838 Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Marburg
1839 Prorektor der Universität Marburg
Mitgliedschaften
1846 Mitglied der außerordentlichen Generalsynode in Berlin
Werke
- Die christliche Lehre von der Sünde (1839, 1844)
- Ueber die nächsten Aufgaben für die Fortbildung der deutschprotestantischen Kirchenverfassung (1845)
- Die Union, ihr Wesen und ihr göttliches Recht (1854)
- Dogmatische Abhandlungen (1870)
Lebensorte
Brieg (Schlesien); Breslau; Göttingen; Berlin; Schönbrunn bei Strehlen; Marburg; Halle an der Saale
Familie
Vater
Müller, Karl Daniel, 1773–1858, Feldprediger, Pfarrer in Brieg, später Superintendent in Ohlau, Sohn des Daniel Müller, 1728–1801, aus Teschendorf (Siebenbürgen), Kantor in Brieg, und der Helene Runge, 1735–1785
Mutter
Linke, Juliane, 1774–1858, Tochter des George Heinrich Linke, 1728–1794, aus Herrenlauersitz, Pfarrer, und der Beate Strodt, 1740–1818, aus Kreiseritz
Partner
- Holenz, Flora, 1804–1839, Tochter des Johann Wilhelm Holenz, 1770–1843, seit 1811 Superintendent des Kirchenkreises Oppeln
- Klugkist, Elisabeth, † 1844, Tochter des Hieronymus Klugkist, GND, 1778–1851, Senator in Bremen
Verwandte
- Kögel, Marie, geb. Müller <Tochter>, 1832–1883, verheiratet mit Rudolf Kögel, GND, 1829–1896, Oberhofprediger in Berlin
- Hupfeld, Elisabeth, geb. Müller <Tochter>, 1842–1904, verheiratet mit David Hupfeld, GND, 1836–1916, Superintendent in Schleusingen und Eisfeld
- Klein, Anna, geb. Müller <Tochter>, verheiratet I. mit Leopold Schultze, GND, 1827–1893, Generalsuperintendent der Provinz Sachsen, verheiratet II. Thomas Klein, Professor der Geschichte in Marburg
- Schultze, Julius Leopold <Enkel>, Oberkonsistorialrat
- Müller, Karl Otfried <Bruder>, GND, * Brieg 28.8.1797, † Athen 1.8.1840, Altertumsforscher, Professor der klassischen Altertumswissenschaften in Göttingen
- Müller, Eduard <Bruder>, GND, * Brieg 12.11.1804, † Liegnitz 30.11.1875, Lehrer, Philologe
Nachweise
Literatur
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 22, Leipzig 1885, S. 638-641 (Rudolf Kögel)
- Neue deutsche Biographie, Bd. 18, Berlin 1997, S. 326 f. (Christine Axt-Piscalar)
- Ebel, Catalogus professorum Gottingensium 1734–1962, Göttingen 1962, S. 40, 44
- Gundlach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 1, Von 1527 bis 1910, Marburg 1927, Nr. 63
Weblinks
Bildquelle
„Julius Müller“ (Federzeichnung · 22,7 x 30 cm, beschnitten), in: Ferdinand Justi, Icones Professorum Marpurgensium. Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg (Inventar-Nr. 28.235) / Foto: Bildarchiv Foto Marburg (Thomas Scheidt)
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
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Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Müller, Julius“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/9257_mueller-julius> (aufgerufen am 18.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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